Leichtathletik WM

Das waren die Highlights

Drei neue Weltrekorde, jede Menge Medaillen und ein stolzer sechster Platz für Deutschland: Die Leichtathletik Weltmeisterschaft war das Sportereignis des Jahres. N24 zeigt die Highlights.

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Die 12. Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin war das Sportereignis des Jahres 2009. Die Eröffnungsfeier am Brandenburger Tor ist nur eines von vielen Highlights, die ...
... wir in Bildern zusammengestellt haben. Erstmals wurden Wettkämpfe auch ausschließlich auf offener Straße abgehalten und Deutschland konnte sich über satte neun Medaillen freuen! Der wohl größte Abräumer aber war ...
... der Ausnahmeläufer Usain Bolt, der mit seinen Rekorden in die Geschichte eingeht. Der Jamaikaner sicherte ...
... sich drei Goldmedaillen und fuhr zwei Weltrekorde ein (9,58 Sekunden über 100m und 19,19 Sekunden im 200m Sprint). Wir sagen nur: schnell, schneller, ...
... Bolt! Doch auch in anderen Disziplinen wurden Spitzenleistungen geboten. Den dritten Weltrekord stellte ...
... Anita Wlodarczyk auf. Die Polin erreichte beim Hammerweitwurf ganze ...
... 77,96 Meter und ließ damit ...
... die Konkurrenz hinter sich. Unsere deutschen Prachtexemplare waren ...
... die Speerwerferin Steffi Nerius und ...
... Diskuswerfer Robert Harting. Beide holten in ihrer Disziplin die Goldmedaille. Vor allem für ...
... Nerius eine Freude, da sie bereits das Ende ihrer Laufbahn als Sportlerin plant und ...
... diesen Sieg als krönenden Abschluss feierte. Der Zwei-Meter-Mann dagegen bleibt uns mit ...
... seiner aufbrausenden Art erhalten - und wer weiß, vielleicht knackt er ja nächstes Mal noch seinen 69,43 Meter Rekord?
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war Blanka Vlasic. Die Kroatin konnte sich über den Sieg beim ...
... Hochsprung freuen und sprang ...
... gekonnt aufs Siegertreppchen. Auf Platz drei hüpfte ...
... Ariane Friedrich. Eine weitere Goldmedaille ging an ...
... Brigitte Foster-Hylton. Die Hürdenläuferin holte für Jamaika ...
... Gold über 100 Meter. Ein richtiger Erfolgsbrocken war hingegen ...
... der Kugelstoßer Ralf Bartels. Er erlangte die erste Bronzemedaille für Deutschland und freute sich ...
... dementsprechend. Und noch ein Highlight: Die ...
... Leverkusenerin Jennifer Oeser beim Siebenkampf. Auch sie schaffte es mit der Silbermedaille aufs Siegertreppchen. Doch nur wenige freuten sich so kraftvoll wie ...
... Nadine Kleinert, die mit einer persönlichen Bestleistung die Silbermedaille nach Hause trug.
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So eine Weltmeisterschaft ist immer eine Zeit des Trubels und der großen Erfolge. Aber auch die ...
... nicht ganz so glorreichen Auftritte finden oft mehr Beachtung als den Sportskanonen lieb ist. Unsere erste Pleite ist ...
... Savannah Sanitoa. Das 100-Meter-Moppelchen aus Samoa sollte eigentlich als Kugelstoßerin und Diskuswerferin antreten. Da sie ...
... da jedoch die WM-Qualifikation verpasste, trat die fitte Tatooliebhaberin einfach als ...
... Sprinterin an. Von Erfolg war dieser Wechsel allerdings nicht gekrönt. Mit satten 14,23 Sekunden erreichte sie als Letzte das Ziel. Unser nächster Pannenkandidat ist ...
... Igor Vinichenko aus Russland. Der Hammerwerfer verlor während seines Wurfes das Gleichgewicht und ...
... fiel kurzerhand auf die Nase. Er wurde leider nur Zwölfter. Andere mussten nicht einmal durch ihre Taten glänzen, um die Aufmerksamkeit des WM-Publikums auf sich zu ziehen. Der Läufer ...
... Antoine Berlin wurde von den Hauptstädtern allein wegen seines Namens gefeiert. Und dann gab es noch die Exoten, die durch ausgefallene Outfits auffielen. Allen voran ...
... Rakia Al-Gassra aus Bahrain. Die Sprinterin absolvierte die 100 Meter in einem Ganzkörperanzug. Schließlich sehen Landsleute ...
... aus dem arabischen Königreich die Sportlerinnen auch außerhalb der Heimat nicht gern in allzu knappen Outfits. Ähnlich züchtig präsentierte sich auch die ...
... Iranierin Leyla Rajabi. Die Kugelstoßerin zeigte sich ebenfalls sehr bedeckt. Immer wieder für Aufsehen ...
... sorgten die Läufer. Während hier noch alles ganz normal aussieht, kann es fünf Meter weiter schon Chaos geben. Bestes Beispiel ist die Japanerin ...
... Sayaka Aoki. Die Asiatin sah bereits vorher leicht gebrechlich aus, aber ...
... mit einem Sturz hatten die Zuschauer nicht gerechnet. Auch ...
... die Geherin Regina Spindler konnte sich nur mit Mühen aufrecht halten.Im Ziel ...
... mussten Trainer und Mediziner sie auffangen. Da hatte auch das ständige ...
... Wasserbad und Trinken nichts mehr gebracht. Aber gut, schließlich können nicht alle als Sieger bei der WM hervorgehen, und auch ...
... die großen Gewinner, wie die Kroatin Blanka Vlašic, hatten ihre gruseligen Momente. Freunenschreie und ...
... allzugroßer Jubel kann auf Außenstehende nämlich ganz schön angsteinflößend wirken. Aber keine Sorge, die Ariane freut sich nur.
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Das ist einfach unfassbar: Jamaikas Top-Sprinter pulverisiert bei der Leichtathletik-WM in Berlin seinen eigenen Weltrekord. In sagenhaften 9,58 Sekunden ...
... spurtet der Show-Meister allen - und vor allem seinem härtesten Konkurrenten Tyson Gay - davon.
Der Rekordrenner liefert dem Publikum das, was es sich von seinem Auftritt versprochen hatte: eine sportliche Höchstleistung und ...
... die dazugehörige Unterhaltungseinlage (Bolt beim Siegestänzchen mit Landsmann und Bronze-Gewinner Asafa Powell).
Was bleibt ist zunächst einmal Staunen - und Zweifel: Lag es nur am Schuhwerk? Die Doping-Diskussionen werden wieder entbrennen, ebenso wie ...
... nach Bolts Weltrekord bei den Olympischen Spielen in Peking: Damals hatte er mit 9,69 Sekunden das Fachpublikum verblüfft.
Der Jungspund ließ auch damals seiner Konkurrenz keine Chance. Bereits nach 80 Metern verlangsamte der Sprinter und trudelte sein Rennen aus.
Sein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Richard Thompson aus Trinidad und Tobago (9,89 Sekunden) und dem Dritten Walter Dix aus den USA mit 9,91 Sekunden war enorm, wie das Zielfoto beweist.
Nach dem historischen Triumph schnappte sich Bolt, auch "Lightning Bolt" ob seiner Schnelligkeit gennant, eine Flagge seines Heimatlandes und...
... seine Schuhe und startete die obligatorische Ehrenrunde im olympischen "Vogelnest" in Peking.
Bolt hatte erst rund zehn Wochen vor Olympia den Weltrekord über die 100-m-Strecke verbessert. Er gehört seitdem zum elitären Klub der "Schnellsten Männer der Welt".
Einer der bekanntesten Sprinter war Jesse Owens (USA), Olympiasieger 1936 in Berlin mit 10,2 Sekunden - Weltrekord. 1935 war ihm das Kunststück gelungen, fünf Mal Weltrekord innerhalb von nur 45 Minuten zu laufen.
Auch ein Deutscher ist in der 100-m-Bestenliste vertreten. Sein Name: Armin Hary. Er brauchte für die Strecke 1960 in Zürich 10,0 Sekunden.
Unter zehn Sekunden schaffte Jim Hines die Sprintstrecke 1968 in Sacramento. Die Zeit des US-Amerikaners wurde bei 9,95 Sekunden gestoppt.
Carl Lewis (USA) stellte mehrere Weltrekorde über die 100-m-Distanz auf. Der vom Welt-Leichtathletik-Verband IAAF als "Sportler des Jahrhunderts" geehrte Lewis erzielte seine Bestzeit 1991 in Tokio mit 9,86 Sekunden.
1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul hatte Lewis bereits den Rekord auf 9,92 Sekunden geschraubt. Lewis gewann insgesamt zehn olympische Medaillen (9 x Gold, 1 x Silber).
Lewis' Landsmann Leroy Burrell entriss ihm den Weltrekord zwei Mal: 1991 verbesserte er die Weltbestzeit auf 9,90 Sekunden, 1994 lief Burrell in Lausanne 9,85 Sekunden.
9,84 Sekunden benötigte der Kanadier Donovan Bailey für die 100 m. Er stellte den Rekord bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta auf.
Der erste Mann unter der als "magisch" angesehenen Marke von 9,80 Sekunden war der US-Amerikaner Maurice Greene. 9,79 Sekunden 1999 in Athen.
Die 9,78 Sekunden von Tim Montgomery wurden ebenso als Weltrekord-Zeit annulliert, wie...
... die 9,83 (1987) und 9,79 Sekunden (1988) des Kanadiers Ben Johnson (l.) und die 9,77 Sekunden vion Justin Gatlin (USA/2006). Der Grund dafür hieß Doping.
Die neue Sprintmacht heißt nun nicht mehr USA, sondern Jamaika.
Spätestens in Peking hatte die Ära des "Lightning Bolt" begonnen. Das unterstrich der 22-Jährige in Berlin noch einmal eindrucksvoll.

(N24, J. Szajak)

26.08.2009 08:06 Uhr

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