Am 6. März 1984 stirbt Martin Niemöller. Der Theologe ist bis zu seinem Tod in der Friedensbewegung aktiv. Schon in den fünfziger Jahren kämpft der einstige U-Boot-Kommandant und Freikorps-Offizier gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. 1945 gehört Niemöller zu jenen Pfarrern, die in Stuttgart ein Bekenntnis zur Mitschuld der evangelischen Kirche am Nationalsozialismus ablegen – und das, obwohl der Theologe selbst maßgeblich gegen die Nazis und die mit ihnen verbündeten „Deutschen Christen“ gekämpft hat. Seit 1933 leistet er zuerst mit dem „Pfarrernotbund“ und dann innerhalb der „Bekennenden Kirche“ Widerstand gegen das NS-Regime. 1937 wird Niemöller verhaftet und erst bei Kriegsende 1945 aus dem Konzentrationslager Dachau befreit.