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Wo Geisterfahrer fahren ADAC entlarvt "auffällige" Autobahnen

Im Jahr 2011 wurde im Radio vor 1914 Falschfahrern gewarnt. Doch wo ist die Gefahr am größten? Der ADAC hat die "auffälligen" Autobahnen entlarvt und drei echte "Hotspots" entdeckt.

Geisterfahrer sind einer Erhebung des ADAC zufolge vor allem in den alten Bundesländern, an Wochenenden und in Ballungsräumen unterwegs. Besonders hoch sei das Risiko vor allem auf kurzen Autobahnen und Zubringern mit vielen Zu- und Abfahrten. "Je kürzer die Strecke, desto höher die Gefahr, falsch auf eine Autobahn aufzufahren", sagte ein ADAC-Sprecher.

An Samstagen und Sonntagen fahren der Statistik zufolge rund doppelt so viele Fahrer in die falsche Richtung wie an einem Wochentag, teilte der Autoclub am Donnerstag mit. Ein erhöhtes Risiko bestehe zudem zwischen 20 Uhr und 5 Uhr morgens. In der dunklen Jahreszeit ist jedoch statistisch keine größere Gefahr erkennbar: Die meisten Meldungen gehen zwischen August und Oktober ein.

Auf ostdeutschen Straßen sind viel weniger Falschfahrer unterwegs als im Westen - der ADAC führt dies auf modernere Autobahnen und eine bessere Beschilderung in den neuen Bundesländern zurück. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie im Saarland fahren im Ländervergleich - bezogen auf die Länge des Autobahnnetzes - die meisten Geisterfahrer. Der bundesweite Durchschnitt beträgt pro Jahr 13,5 Falschfahrermeldungen auf 100 Kilometern Autobahn.

Die Zahl gemeldeter Geisterfahrer halte sich mit etwa 1900 auf Vorjahresniveau, analysierte der ADAC. Das gelte auch für die Zahl der Toten infolge der Falschfahrten: "Jedes Jahr kommen etwa 20 Menschen bei Unfällen ums Leben", sagte ein ADAC-Sprecher.

Im Herbst dieses Jahres kam es vermehrt zu tödlichen Unfällen mit Falschfahrern. Besonders schwerwiegend war im November ein Zusammenstoß auf der A 5 bei Offenburg, bei dem sechs Menschen ihr Leben verloren. Der Unfall hatte eine Diskussion über die Gefahr von Geisterfahrern ausgelöst. Um die Gefahr einzudämmen, fordert der ADAC bundesweit neonfarbene Warntafeln und eindeutigere Markierungen an allen Autobahn-Anschlussstellen. "Bewusste Falschfahrten kann man aber nie ausschließen", so der Sprecher des Automobilclubs.

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