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Sparsamer Panzer Der Cadillac Escalade Hybrid im Test

Ein Schiff wird kommen. Das könnte durchaus das Motto des Cadillac Escalade Hybrid sein, den die US-Nobelmarke auch in Deutschland anbietet. Wir waren mit dem Riesen unterwegs.

Ein Schiff wird kommen: Das könnte das Motto des Cadillac Escalade Hybrid sein, den die US-Nobelmarke auch in Deutschland anbietet. Mächtig baut sich das Kingsize-SUV vor uns auf: Eine Länge von 5,14 Meter, eine Breite von zwei Meter und eine Höhe von 1,89 Meter sprechen für sich. Für Europa sind solche Abmessungen natürlich nicht optimal, doch es gibt durchaus Fans, die auf so ein Format stehen. Umso bizarrer wirkt auf den ersten Blick der Hybrid-Hinweis auf dem Schrankwand-Heck. Zwei Elektromotoren im Getriebegehäuse sorgen für lautloses Dahingleiten bei niedrigem Tempo, ehe der Sechsliter-V8 mit 337 PS seine Arbeit aufnimmt. Im Stop-and-Go Verkehr in der Stadt fahren wir zunächst rein elektrisch. Das Zuschalten des mächtigen Verbrenners ist später nicht zu überhören. Beim Bremsen arbeiten die E-Motoren als Generator und erzeugen Strom.

Bewährungsprobe

Um den Cadillac einer Bewährungsprobe der besonderen Art auszusetzen, fahren wir mit ihm zum Gigantentreffen nach Mamling in Österreich. Hier dreht sich ein Wochenende lang alles um Ami-Schlitten und -Bikes. Die Palette reicht von Muscle-Cars der 60er-, 70er- und 80er-Jahre bis hin zu Geländewägen und Pick-ups. Wie werden die Hubraum-Junkies das riesige Hybridauto aufnehmen? Normalerweise ist hier schließlich der laute und dröhnende Sound eines V8 das, was die Herzen der Fans höher schlagen lässt. Die Anfahrt erfolgt jedenfalls sehr entspannt über Autobahn und Landstraße. Während der meisten Zeit sind wir mit dem Benzinmotor oder im Hybridmodus unterwegs, rein elektrisch geht es nur wenige Kilometer weit. Eine automatische Abschaltung von vier Zylindern (vorwiegend im Bereich von 70 bis 100 km/h) hilft beim Sparen. Im direkten Vergleich zum Escalade mit V8-Motor ohne Hybridantrieb spart man laut Herstellerangabe 3,6 Liter auf 100 Kilometer: Für den Hybrid gibt Cadillac als kombinierten Kraftstoffverbrauch 10,9 Liter auf 100 Kilometer an. Das übergroße SUV lässt sich leicht in der Spur halten und bietet all den Komfort, den man sich von einem Fahrzeug dieser Klasse wünscht. Ein Magnetic-Ride-Control-System vorne sorgt zusätzlich für ein besseres Handling. Im Innenraum erwarten uns unendliche Weiten und ein dicker Automatikwählhebel am Lenkrad. Platz für unser Gepäck inklusive Zelt bleibt uns massenhaft, ohne die Rückbank umklappen zu müssen. Lediglich die herausnehmbaren Sitze der dritten Bankreihe ließen wir daheim. Insgesamt passen ins Gepäckabteil bis zu sage und schreibe 3.084 Liter. Wem das nicht genug ist, der kann die Anhängelast von maximal 2.085 Kilogramm ausschöpfen. Beim reinen Benziner sind es auch nur 3.100 Kilogramm, andere SUVs dieser Größe ziehen 3,5 Tonnen. Die Schaltarbeit übernimmt das Viergang-Automatikgetriebe, welches unauffällig agiert, aber beim Kickdown den Motor bis in den Drehzahlbegrenzer treibt. Spätestens hier merken wir, dass die schöne Aussicht aus dem zweiten Stock mit einem Leergewicht von 2,7 Tonnen verbunden ist.

United States of Austria

Beim Treffen angekommen, zeigt sich schnell, dass wir zumindest größentechnisch locker mit den meisten der dort anzutreffenden Fahrzeuge mithalten können. Unser Cadillac wird genauso wie die anderen US-Cars von den Besuchern bestaunt und fotografiert. Davon motiviert, gehen wir optimistisch an die Arbeit und interviewen einige Besitzer der mitgebrachten Autos: Wir wollen ihre Meinung zum Escalade Hybrid wissen. Im Grunde sind sich alle einig: Der Sound eines V8 ist Gold wert und gerade bei solchen Treffen sehr gefragt. Bei einem SUV wie dem Cadillac Escalade lassen die Ami-Fans den Hybrid noch durchgehen. Bei Sportwagen wie einem Chevrolet Camaro oder Ford Mustang sähe es da schon ganz anders aus. Viele erzählen uns, dass sie ihren Schlitten vor allem für solche Events aus der Garage holen und im Alltag ein sparsameres Fahrzeug nutzen. Gerade im Stadtverkehr sehen viele einen praktischen Nutzen für den Cadillac-Hybriden (der freilich bei der Parkplatzsuche wieder aufgehoben wird). Übrigens: Viele waren der Meinung, dass ein Hybridauto nicht zum amerikanischen Lifestyle passt, allerdings liegen die Japaner in den Staaten mit dem Toyota Camry Hybrid vorn, und auch Ford ist mit Modellen wie dem Fusion Hybrid ganz gut im Geschäft. Ein US-Car-Treffen 2030 mit Öko-Autos? Durchaus möglich.

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