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Elektronischer Schutzengel Wie funktioniert die Müdigkeitserkennung?

Sie soll den Fahrer davor bewahren, am Steuer einzuschlafen oder Fahrfehler zu begehen: die Müdigkeitserkennung. Doch welche Daten zieht der Bordcomputer des Autos zur Überprüfung des Fahrers heran?

Langstreckenfahrten können monoton sein - und gefährlich. Studien belegen, dass die Aufmerksamkeit mit zunehmender Fahrtdauer nachlässt: Müdigkeit und nachlassende Konzentration senken die Reaktionszeit nach vier Stunden um etwa die Hälfte.

Mittlerweile gibt es Fahrassistenzsysteme in unterschiedlichen technischen Varianten, die den Fahrer rechtzeitig warnen. Im Fokus der ausgeklügelten Elektronik steht dabei das Fahrverhalten.

Das System, auch Aufmerksamkeits-Assistent genannt, beobachtet und analysiert insbesondere die Lenkbewegungen, erklärt der Tüv Nord. Die Software erstellt zu Beginn der Fahrt ein Profil und analysiert das Fahrverhalten ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h (zum Beispiel bei VW) oder 80 km/h (bei Mercedes).

Kleine Lenkfehler, Blinkverhalten und Pedal-Betätigung

Die Idee dahinter: Wer müde wird, macht öfter kleine Lenkfehler und versucht, sie abrupt zu korrigieren. Das erkennt die Elektronik, die als Lenkwinkelsensor oftmals als Teil des Schleuderschutzes ESP verbaut ist. Auch die Fahrtdauer, das Blinkverhalten oder die Betätigung der Pedale fließen in die Berechnung ein.

Verhält sich der Fahrer auffällig und wird messbar müde, schlägt das System Alarm - durch ein akustisches Warnsignal und eine Anzeige im Cockpit. Ähnliches passiert beim Spurhalte-Assistenten, der ebenfalls als Müdigkeitserkennung dient. Dabei werden die Bilder einer Videokamera ausgewertet. Das System achtet auf Fahrbahnmarkierungen und erkennt, wenn der Fahrer die vorgesehene Spur verlässt, also zwischen den Spuren hin- und herpendelt.

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