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Aggressiver, edler, schneller Nissan GT-R kriegt größtes Facelift seit 2007

Nissan zeigt in New York das bisher größte Facelift seines Beschleunigungsmonsters GT-R. Der eckige Supersportler wird aerodynamischer, gediegener und tatsächlich noch schneller.

Glauben Sie es oder nicht, aber das meistdiskutierte Auto des Internets ist tatsächlich schon neun Jahre alt. Seitdem hat Nissan Jahr für Jahr eher Zähne geputzt, als sich wirklich um ein spürbares Facelift zu kümmern. Auf der New York Auto Show 2016 (25. März bis 3. April) ändert sich das nun. Der Nissan GT-R 2017 erhält die größte Modellpflege seit der Einführung im Jahr 2007. Es gibt ein neues Gesicht, einen deutlich hochwertigeren Innenraum sowie - erschreckenderweise - noch mehr Leistung.

Neues Familiengesicht

Los geht's mit einem neuen "V-Motion"-Kühlergrill, der den GT-R näher an den Rest der Familie (wie Qashqai oder Juke) rückt. Dazu gibt es eine neue Frontschürze, die samt zugehöriger Spoilerlippe für mehr Abtrieb sorgen soll. Die neugeformten Seitenschweller werden wohl nur echte GT-R-Stalker erkennen, das abgeänderte Heck mit angehobener "Gürtellinie" hingegen sieht auch der etwas weniger enthusiastische Fan. Nissan verspricht mehr optische Breite und Aggressivität auf der Popo-Skala und insgesamt weniger Luftwiderstand bei gleichbleibenden Abtriebswerten.

Innen deutlich schöner

Der größte GT-R-Facelift-Profiteur ist jedoch zweifelsfrei das Interieur. Haute Godzilla seine weitaus teureren Konkurrenten fahrdynamisch des Öfteren ordentlich in die Pfanne, war es beim Blick ins Cockpit schnell vorbei mit der Herrlichkeit. Das ändert sich nun dank einer Neugestaltung des Armaturenbretts und der Instrumententafel. Beide werden überdies mit einer ausgiebigen Tierhaut-Kur bedacht. Ebenfalls sehr schön: Der knopfübersähte Mittelkonsolenbereich entschlackt sich durch ein nagelneues Acht-Zoll-Infotainmentsystem. Statt 27 gibt es nun noch elf Tasten, Bedienung und Menüsteuerung sollen sich stark vereinfachen. Für das gestresste Gehör (ja, im GT-R konnte es bisweilen recht laut werden) spendiert Nissan mehr Innenraum-Dämmung, trotz aller Beschleunigungs-Brutalität soll der GT-Charakter offenbar stärker zur Geltung kommen. Dazu passt auch die Überarbeitung des Doppelkupplungsgetriebes, das einem seine sechs Fahrstufen künftig etwas sanfter um die Ohren hauen soll. Die zugehörigen Schaltpaddles sind nun nicht mehr starr, sondern hängen an an einem deutlich aufgewerteten Lenkrad. Man muss also beim Schalten nicht mehr umgreifen, während man heroisch und viel zu schnell die Nordschleife hinunterbrettert.

Mehr Leistung, mehr Sound

Bei allem Schliff, den Nissans Ingenieure dem 2017er-GT-R zur Gemütlichkeitssteigerung mit auf den Weg geben - ein bisschen Zeit für das GRRRR in GT-R scheint auch noch gewesen zu sein. Jawohl, im fürchterlich starken 3,8-Liter-Biturbo-V6 hat man tatsächlich noch ein wenig Leistung gefunden. Modifizierte Turbos und eine variable Steuerung des Zündzeitpunkts sorgen dafür, dass jetzt 570 PS und 633 Newonmeter auf den immens effektiven GT-R-Allradantrieb losgelassen werden. Das sind 20 PS und ein Newtonmeter mehr als vorher. An der 0-100-km/h-Zeit von 2,8 Sekunden ändert das vermutlich nichts. Da der Nacken bei jedem Versuch schon vorher gehörig schmerzte, ist das auch gar nicht so schlimm. Allerdings soll Godzilla nun merklich lauter brüllen. Der modifizierte Motor, ein neuer Titan-Schalldämpfer und das sogenannte "Active Sound Enhancement" sorgen laut Nissan dafür, dass der Lärm aus den vier armdicken Auspuffendrohren "nie besser geklungen hat".

Ab Sommer 2016

Zu guter Letzt hat man sich auch noch das Fahrwerk des Nissan GT-R vorgeknöpft. Nicht, dass er es wirklich gebraucht hätte, aber die steifere Karosseriestruktur und eine neue Aufhängung bedingen laut Nissan ein nochmals verbessertes Kurvenverhalten bei gleichzeitig gesteigertem Fahrkomfort. Angaben zum Preis macht Nissan noch nicht. Bisher startete der GT-R bei 96.900 Euro. Der ein oder andere Euro Facelift-Aufschlag würde uns nicht wundern. Marktstart ist im Sommer 2016.

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