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Wachsende Netz-Gemeinde Zahl der Internetnutzer in China bei fast 600 Millionen

Die Zahl der Internetnutzer weltweit wächst: Auch im Reich der Mitte werden weiter enorme Zuwächse verzeichnet - verglichen mit Deutschland ist die Internetquote aber noch relativ gering.

Chinas Online-Gemeinde wächst rasant: Die Zahl der Internetnutzer ist bis Ende Juni auf 591 Millionen gestiegen, wie die für Internetfragen zuständige Behörde (CNNIC) am Mittwoch mitteilte. Das entspricht einem Zuwachs um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Entwicklung ist vor allem auf die wachsende Beliebtheit von Smartphones und anderen mobilen Geräten zurückzuführen: Um rund 20 Prozent stieg die Zahl jener, die drahtlos im Internet surfen. Das höhere Verhältnis erklärt sich daraus, dass insgesamt 80 Prozent aller Chinesen über einen mobilen Zugang im Netz sind.

Absolut gesehen ist China übrigens schon seit 2008 Internetweltmeister. Und trotzdem: Es gibt noch Luft nach oben: Verglichen mit seiner sehr hohen Einwohnerzahl liegt die chinesische Internetnutzung nämlich noch weit hinter der anderer Länder zurück: Von den etwa 1,36 Milliarden Einwohnern sind lediglich 44 Prozent regelmäßig im Netz. In Deutschland sind es zum Beispiel über 76 Prozent.

Weltweit verfügen etwa 2,16 Milliarden Menschen über einen Internetzugang – das entspricht etwa einem Drittel der Erdbevölkerung. Statistisch die schlechtesten Chancen, ins Netz zu kommen, hat man übrigens in Afrika: Mit nur 14% Abdeckung ist der Kontinent internationales Schlusslicht.

Regulierung und Zensur durch chinesische Behörden

Wirtschaftlich ist der Aufwärtstrend der Netznutzung für China auch nicht zu verachten: Der Internetboom begünstigt den Erfolg neuer Industriezweige von Online-Shopping bis hin zu Mikroblogs und dem Vertrieb von Online-Videos. Folglich stoßen Internetaktivitäten zu Geschäfts- und Studienzwecken auf Zustimmung der kommunistischen Führung. Als subversiv oder obszön empfundene Inhalte werden allerdings rigoros blockiert.

Unter dem Eindruck der Volksaufstände des Arabischen Frühlings verschärften die chinesischen Behörden im vergangenen Jahr die Internetkontrolle noch weiter und führte per Gesetz eine Ausweispflicht für Internetsurfer ein. Offizielle Begründung: Das Gesetz diene "dem besseren Schutz privater Informationen und der Sicherung öffentlicher Interessen". Ganz offensichtlich tut das der Beliebtheit des Internets jedoch keinen Abbruch – man darf sich also schon auf die nächste Rekordmeldung freuen.
 

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