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Telekom, Web.de, GMX Gemeinsam gegen die NSA

Telekom und United Internet ziehen Konsequenzen aus der NSA-Affäre. Künftig werden alle E-Mails der Anbieter verschlüsselt. Zudem sollen die Daten nur noch in Deutschland gespeichert werden.

Die deutsche Telekom-Industrie zieht Konsequenzen aus den Spähaffären und will die Sicherheit des E-Mail-Verkehrs erhöhen. Ab sofort werde die komplette elektronische Post von Kunden des Branchenführers Deutsche Telekom und von United Internet verschlüsselt, sagten deren Vorstandschefs Rene Obermann und Ralph Dommermuth in Berlin. Bei den Unternehmen (T-Online, GMX, web.de) liegen etwa zwei Drittel der rund 60 Millionen elektronischen Postfächer der Deutschen. Die "E-Mail-Made-in-Germany" stehe auch weiteren Firmen offen, die sich den Sicherheits-Standards verpflichteten. Obermann sagte, denkbar sei auch eine Ausdehnung der Initiative auf Europa.

"Die Bürger in Deutschland sind wegen der Spähaktionen zutiefst verunsichert", sagte Obermann. Man sei bestärkt darin, noch mehr für die Datensicherheit zu tun. Obermann wies daraufhin, dass auch die organisierte Kriminalität in diesem Bereich zunehme. "Unsere Zahlen zeigen rasant steigende Cyber-Attacken."

Sicherheit nur bei Servern in Deutschland

Der E-Mail-Nutzer bei den Unternehmen muss keine Einstellung ändern: Der Datentransport zwischen den Servern in Deutschland wird automatisch verschlüsselt. Die Daten würden in sicheren Rechenzentren in Deutschland gespeichert. Zudem werde eine Kennzeichnung von E-Mail-Adressen eingeführt, so dass Empfänger sähen, ob die Adressen den Standards des Verbunds entsprächen. Der Weg vom Endgerät (PC, Smartphone) zum Server sei normalerweise schon verschlüsselt, wenn das Gerät entsprechend eingestellt sei. Dies sei bei moderneren Smartphones Standard, sagte Dommermuth.

Wer von anderen Anbietern aus Mails verschicke, müsse dort allerdings die Verschlüsselung gesondert aktivieren. Auch im internationalen Datenverkehr könne die Sicherheit nur garantiert werden, wenn die Server in Deutschland stünden. Die Telekom nannte das System "nach allem menschlichen Ermessen" sicher.

Obermann sagte, die Debatte über Datensicherheit biete Unternehmen auch Chancen, sich von Wettbewerbern mit sicheren Angeboten abzusetzen. Dies gelte gerade für Firmenkunden. "Unterm Strich ist das Thema aber schlecht für die gesamte Industrie."

Der Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hatte in den vergangenen Wochen mehrere Spähprogramme von Geheimdiensten aus den USA Und Großbritannien enthüllt, unter anderem über eine weltweite Überwachung digitaler Daten durch den US-Dienst NSA.

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