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Kinderpornografie und Erpressung Polizei sieht großen Zuwachs bei Kriminalität im Internet

2012 gab es in Deutschland 64.000 Fälle von Cyberkriminalität. Die Dunkelziffer dürfte enorm hoch sein. Die Polizei nennt als Hauptgrund das Verbot der Vorratsdatenspeicherung. 

Die Kriminalität im Internet hat sich nach Angaben des Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. "Und das Gefährdungspotenzial ist unverändert hoch", sagte Ziercke am Mittwoch in Kiel auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD).

Laut Kriminalstatistik stieg die Zahl der Cyber-Crime-Fälle in Deutschland 2012 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf fast 64.000. Die Aufklärungsquote liege bei 30 Prozent. Dies sei völlig unbefriedigend, denn in der Statistik seien viele Fälle nicht erfasst. "Die Dunkelziffer ist sehr hoch", erklärte Ziercke.

Hohe Dunkelziffer

Als Hauptgrund für die geringe Aufklärung der Cyber-Straftaten nannte Ziercke das Verbot der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Breitner plädierte für eine einheitliche europäische Regelung, der sich dann auch Deutschland anschließen sollte.

Für den Kampf gegen Internet-Kriminalität soll die Polizei in Schleswig-Holstein in Zukunft besser gewappnet sein. Breitner kündigte an, die Landespolizei zügig weiter aufzurüsten. Seit 2007 werden im Norden jährlich durchschnittlich 7600 Fälle von Cyber-Crime erfasst. Auch Breitner sprach von einer hohen Dunkelziffer, weil viele Fälle nicht gemeldet würden oder der Ort der Täter im In- und Ausland nicht klar sei. Im Landeskriminalamt soll künftig eine zentrale Ansprechstelle Cyber-Crime entstehen. Dazu gehören neben Betrugsdelikten auch Beleidigung, Erpressung, die Androhung von Amokläufen oder die Verbreitung von Kinderpornografie.

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