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Comeback der Gesichtserkennung? Facebook ändert Datenschutz-Bestimmungen

Das soziale Netzwerk Facebook will seine Nutzungs- und Datenschutz-Bestimmungen aktualisieren. Das Unternehmen räumt sich selbst sehr weitgehende Rechte an den Nutzerdaten ein.

Bei der jetzigen Aktualisierung geht es unter anderem um personalisierte Werbung und Gesichtserkennung. Trotz der von Facebook angekündigten Präzisierungen ist nicht immer klar, was das Unternehmen mit den Daten genau machen möchte.

Welche Bestimmungen ändert Facebook und wie informiert es darüber?

Facebook aktualisiert seine "Erklärung der Rechte und Pflichten" sowie seine "Datenverwendungs-Richtlinien". Erstere erklären die Grundlagen des Verhältnisses zwischen Unternehmen und Facebook-Nutzer, letztere konkretisieren, was Facebook alles mit den Daten der Nutzer machen darf. Das Unternehmen informiert die Nutzer per E-Mail über die Änderungen. Zudem finden sich weitergehende Informationen auf den Facebook-Seiten zur Privatsphäre (https://www.facebook.com/fbprivacy) und zur Site Governance (https://www.facebook.com/fbsitegovernance). Wer bei diesen beiden Seiten "Gefällt mir" klickt, erhält künftig Informationen über Änderungen.

Worum geht es in den Änderungen?

Facebook passt die Bestimmungen an, um sie den neuen Funktionen und Möglichkeiten des sozialen Netzwerks anzupassen. Zudem will das Unternehmen einige Regelungen "genauer erklären". Der Grund dafür sind unter anderem Gerichtsstreitigkeiten mit Facebook-Nutzern. Dabei betont das soziale Netzwerk noch einmal, "dass du bei Facebook mit der Nutzung unserer Dienste die Erlaubnis zur Nutzung Deiner Informationen erteilst".

Was sagen die neuen Bestimmungen zum Thema Werbung?

Facebook holt sich die generelle Erlaubnis, alle Informationen über seine Nutzer für personalisierte Werbung oder andere bezahlte Inhalte zu nutzen. Das Unternehmen betont aber, nur solche Daten an Werbekunden weiterzugeben, aus denen sich keine Rückschlüsse mehr auf die Person ziehen lassen. Facebook gibt sich explizit das Recht, die Profilfotos und Namen seiner Nutzer sowie deren Inhalte für Werbung zu verwenden. Wer diese Anzeigen dann sehen kann, hängt davon ab, für wen ein Facebook-Nutzer die verwendeten Informationen freigegeben hat. Bezahlt wird er für die Nutzung seines Namens und seiner Inhalte nicht. Auch behält sich Facebook vor, Werbung nicht immer als solche zu kennzeichnen.

Kommt jetzt die Gesichtserkennung in Facebook wieder?

Facebook baut eine Datenbank auf, in welche Profilbilder und andere Fotos einfließen sollen, um eine Gesichtserkennung zu ermöglichen. "Wir können vorschlagen, dass dein Freund dich auf einem Foto markiert, indem wir die Bilder deines Freundes scannen und mit Informationen vergleichen, die wir aus deinen Profilbildern und den anderen Fotos zusammengetragen haben, auf denen du markiert wurdest", heißt es dazu. Im vergangenen Jahr hatte Facebook die Gesichtserkennung nach Kritik von Datenschützern in Europa zunächst abgeschaltet. Wann und ob sie hierzulande wiederkommt, ist unklar.

Was kann ich als Nutzer tun?

Nicht viel. Facebook-Nutzer können noch bis Donnerstag die Änderungen kommentieren, das Unternehmen will die Kommentare dann prüfen. Anders als früher haben die Nutzer aber keine Möglichkeit, die Änderungen in einer Abstimmung abzulehnen. Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) glaubt: "Es wird nichts bringen, einen Kommentar abzugeben." Die neuen Regelungen treten für deutsche Nutzer automatisch nach 30 Tagen in Kraft. Wer das Netzwerk dann noch nutzt, stimmt damit den neuen Bestimmungen zu. Zinke empfiehlt, zumindest die Einstellungen zur Werbung zu überprüfen. Die finden sich beim Punkt "Werbeanzeigen". Dort sollte beim Punkt "Kombiniere meine sozialen Handlungen mit Werbeanzeigen für" den Eintrag "niemand" auswählen.

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