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17-Jähriger starb als Greis Der mutigste Teenager der Welt

Den Kampf gegen den Tod konnte er nicht gewinnen. Sam Berns litt an einer seltenen Krankheit, die ihn rasend schnell altern ließ. Im Netz wird eine Rede von ihm als sein Vermächtnis gefeiert.

Er wurde lediglich 17 Jahre alt - und glich doch einem alten Mann. Am vergangenen Freitag starb Sam Berns in Boston. Der US-Amerikaner litt an der seltenen Krankheit Progerie, die die Betroffenen extrem schnell altern lässt. Weltweit sind wohl nur einige Hundert Menschen von Progerie betroffen. Eine Heilung gibt es nicht, Progerie ist eine tödliche Krankheit. Meist werden die Betroffenen, die an  Haarausfall und verkalkten Arterien leiden, nicht älter als 13 oder 14 Jahre.

In der Regel kommen Progerie-Patienten gesund auf die Welt. Erst mit einigen Monaten bricht ist die Krankheit aus. Bei Berns zeigte sie sich mit 22 Monaten. Seine Eltern, beide Mediziner, gründeten daraufhin eine Stiftung zur Erforschung der Krankheit. Die Stiftung war es dann auch, die die Öffentlichkeit über den Tod des Teenagers unterrichtete.

Im Netz ist die Trauer über Berns' Tod groß. Weltweit wurde der Jugendliche durch die Dokumentation "Life According to Sam" des US-Senders HBO bekannt. Zudem wurde kurz vor Weihnachten auf YouTube ein rund 13-minütiges Video veröffentlich, das zurzeit besonders häufig verschickt wird. Es zeigt Berns während der Veranstaltung "TEDxMidAtlantic" im Oktober vergangenen Jahres, wenige Monate vor seinem Tod. Über eine Millionen Menschen haben es sich bereits angeschaut.

Berns, zuletzt Schüler an einer High School in Massachusetts, saß auf einer großen schwarzen Bühne und sprach auf bewegende Weise über sein Leben. "Ich will nicht, dass sich die Leute wegen mir schlecht fühlen." Er sei zu der Veranstaltung gekommen, um seine "Philosophie für ein glückliches Leben vorzustellen". Er wisse, dass es viele Dinge gebe, die er nicht tun könne. "Viel wichtiger sind jedoch die Dinge, die ich tun kann: Musik machen und Comics lesen beispielsweise."

"Mutig zu sein, ist nie einfach"

Berns führte aus, dass er sich stets darum bemühe, positiv zu denken. "Ich akzeptiere meinen Zustand, tue aber alles, um voranzukommen." Er verschwende keine Energie darauf, sich schlecht zu fühlen. Früher habe er beispielsweise Erfinder oder Ingenieur werden wollen, nun sei sein Traum eben, Wissenschaftler zu werden. "Auf dem Gebiet der Zellbiologie vielleicht", so Berns. Gut möglich, dass er wusste, dass er dieses Ziel nicht mehr erreichen würde. Trotzdem sagte er mit fester Stimme. "Ich weiß, dass ich die Welt verändern kann."

Am Ende seiner Rede erzählte Berns von einem Krankenhausaufenthalt im Januar 2013. Aufgrund einer Erkältung musste er einige Tage behandelt werden. "Ich wusste, dass ich mich eines Tages wieder besser fühlen würde. Das half mir durchzuhalten." Die Erkältung war hartnäckig, ab und zu musste er mutig sein. "Das war nicht einfach. Aber ich wusste: Mutig zu sein, ist nie einfach."

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