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"Projekt Loon" Google löst Panik in Neuseeland aus

Google hat in Neuseeland einen Noteinsatz ausgelöst. Die Behörden rückten wegen eines angeblich abgestürzten Flugzeugs aus. Grund ist das lange geheime "Projekt Loon" des US-Konzerns.

Es ist eines der spannendsten Projekte von Google. Mit Ballons in 20 Kilometern Flughöhe will der US-Konzern Regionen ohne Internetanschluss mit einem Netzzugang versorgen. Seit Wochen testet Google die Ballons in der Nähe des Lake Tekapo auf der Südinsel Neuseelands. Eines dieser Flugobjekte hat nun dem "Wall Street Journal" zufolge einen Noteinsatz ausgelöst.

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Die neuseeländischen Behörden teilten mit, dass in einem Anruf von einem abgestürzten Flugzeug in Küstennähe die Rede gewesen sei. Daraufhin sei eine Rettungshubschrauber losgeschickt worden, um erste Informationen einzusammeln. Doch statt eines Flugzeugwracks habe der Pilot nur einen der futuristischen Google-Ballons entdeckt. Der Suchmaschinengigant bestätigte die Landung eines Flugkörpers im Osten der Südinsel. Die vorherrschenden Windverhältnisse machten es schwierig, die Ballons stabil an einer Stelle zu halten.

Google informierte erst im Juni vergangenen Jahres über das bis dato geheime "Projekt Loon". Die Internet-Daten werden per Funk über Bodenstationen von und zu den Ballons übertragen. Die Ballons können untereinander kommunizieren und bilden nach Angaben von Google ein Netzwerk in der Luft. "Projekt Loon" ist in der Einheit Google X entworfen worden. Sie hat den Auftrag, nach radikal neuen Techonologielösungen zu suchen, "um die wirklich großen Probleme der Welt zu lösen". Diese Abteilung ist direkt Google-Mitbegründer Sergey Brin unterstellt. Dort wurde auch die Datenbrille Google Glass entwickelt.

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Google-Ballon: High-Tech-Experiment in 20 Kilometer Flughöhe. (Foto: DPA)

"Wir halten einen Ring von Ballons für möglich, die, von stratosphärischen Winden vorwärts getrieben, den Erdball umrunden und den Menschen auf der Erde eine Verbindung zum Internet ermöglichen", schrieb Projektleiter Mike Cassidy in einem Blogeintrag. Das Internet sei eine der Technologien, die das Leben der Menschen mit am stärksten verändert hätten. "Für zwei Drittel aller Menschen jedoch ist ein schneller, bezahlbarer Internetanschluss noch immer nicht verfügbar." Der Internet-Verbindung stünden zunächst etliche landschaftliche Probleme entgegen: Dschungel, Inselgruppen, Gebirge.

Der Zugang sei auch zu teuer. "In den meisten Ländern der Südhalbkugel muss man für einen Internetanschluss im Moment mehr als ein Monatseinkommen bezahlen." Der ballongestützte Internetzugang könne diese Probleme lösen.

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