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GTA Online Hacker "vergewaltigen" Avatare

Hacker haben in GTA V Online Avatare erschaffen, die andere Spieler "vergewaltigen". Das verstörende Phänomen ist nicht neu. Bereits von anderen Online-Games wie DayZ wurde dies berichtet.

Das Computerspiel "Grand Theft Auto" (GTA) ist ein Phänomen. Als die neueste Ausgabe GTA V im September 2013 herauskam, explodierten die Verkaufszahlen förmlich. Trotz oder gerade weil in dem Computerspiel quasi jedes Verbrechen möglich ist, rissen es die Gamer den Verkäufern aus der Hand. GTA und der dazugehörige Online-Modus GTA Online sind die meist verkauften Entertainmentprodukte aller Zeiten.

In GTA steuert der Spieler Charaktere frei durch eine fiktive Stadt. Dabei kann er Verbrechen begehen: Autos klauen, Raubüberfälle, Morde – alles ist möglich. In der neuesten Version des Spiels gibt es sogar eine Sequenz, in der der Spieler einen Terroristen foltert. Er zieht ihm Zähne und verpasst ihm Elektroschocks. Dennoch, ein Verbrechen war aus der GTA-Welt bislang ausgeklammert: Vergewaltigung.

Im Online-Modus von GTA gibt es nun auch "Vergewaltigungen". Nicht die Entwickler von "Rockstar Games" sind dafür verantwortlich, sondern sogenannte "Modder". "Modder" werkeln an dem Code eines Spiels herum und entwickeln zusätzliche Funktionen. Einer von ihnen schuf in GTA einen Avatar mit heruntergelassener Hose, berichtet das Lifestyle-Magazin der "New York Times", "The Cut". Er bewegt sich in GTA-Online durch die Spielewelt und "vergewaltigt" andere Avatare, ohne dass diese sich dagegen wehren können. 

Auf "Imgur" berichtet ein GTA-Spieler, dass er von dem virtuellen "Vergewaltiger" mit dem Pseudonym "DEEPER_IN_DA_ASS" attackiert wurde. Der Avatar mit heruntergelassener Hose sei nicht zu töten gewesen und habe seinen Avatar nach dem "Missbrauch" gezwungen, zu "strippen". Es habe viele weitere dieser digitalen Attacken gegeben, berichtet die "Huffington Post". "Modder" hätten Videos davon auf YouTube veröffentlicht, die inzwischen aber wieder von der Plattform gelöscht wurden.

"Vergewaltigungen" in Videospielen sind nicht neu. Auf "On the Media" berichtete eine Frau unter dem Pseudonym Kim Correa, wie sie in dem Zombie-Game DayZ virtuell angegangen wurde. Eine Gruppe von Avataren hätte sie umzingelt und ihr gesagt, sie würden sie "töten" und dann "vergewaltigen". Und tatsächlich "erschossen" sie Correas Avatar und machten über die Headsets danach entsprechende Geräusche. Correa, eine nach eigenen Angaben begeisterte Gamerin, spielte danach einige Zeit nicht mehr. Natürlich sei der virtuelle "Missbrauch" absolut nicht mit einer realen Vergewaltigung zu vergleichen, aber "es bedeutet schon etwas. Ich bin mir nur noch nicht im Klaren darüber was", sagte sie.

"The Cut" berichtet, dass Dungeons & Dragons Online lange Zeit ein Ort für "Vergewaltigungen" in Videospielen gewesen sei. Das "Vice"-Magazin interviewte eine D&D-Spielerin, die von ihrem Mitspieler zum Cyber-Sex genötigt wurde. Der Mitspieler, der im realen Leben mit seinen Avancen gescheitert war, wollte virtuell sein Ziel erreichen. Dem Avatar der Frau war es unmöglich in dem Online-Spiel Fortschritte zu machen, wenn er nicht mit dem Avatar des Mannes Cyber-Sex haben würde. Gary Alan Fine forscht über Gewalt in Videospielen. Er sagte dem Magazin, dass vor allem Männer versuchen, dort sexuelle Fantasien auszuleben.

Kat Stoeffel von "The Cut" fasst das verstörende Phänomen folgendermaßen zusammen: "GTA, DayZ oder D&D bieten männlichen Nerds eine alternative Realität, in der sie Axt-schwingende Typen, Zombie-Jäger oder Verbrecher sei können. Frauen haben auch die Möglichkeit das alles darzustellen, aber sie bleiben auch Frauen und werden unnötigerweise sexualisiert. Das fühlt sich zu sehr nach dem realen Leben an."

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