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Hype um Verschwörungsvideo Monster Energy soll für Satan werben

Der Erfolg des Energy-Drinks Monster ist atemberaubend. Was steckt dahinter? Ein Video im Netz zeigt eine angebliche Verschwörung auf. Hinter dem Logo verstecke sich eine geheime Botschaft.

Energy-Drinks wie Red Bull oder Monster sind unter Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Seit geraumer Zeit sind die Getränke nicht mehr nur in Supermärkten zu kaufen, sondern auch in Imbissläden und Tankstellen. Doch was macht die koffeinhaltigen Getränke eigentlich so erfolgreich? Eine US-Amerikanerin ist sich sicher, den Grund gefunden zu haben: Es ist der Teufel, der Satan, das personifizierte Böse.

Ein auf YouTube veröffentlichtes Video zeigt, wie die unbekannte Frau eine Reihe von Theorien über das Monster-Getränk aufführt. Dabei konzentriert sie sich auf drei Punkte. Zunächst geht sie auf das grüne Logo des Herstellers ein. Dieses zeige nur auf den ersten Blick den Buchstaben M. In Wirklichkeit stecke der ähnlich aussehende hebräische Buchstabe Waw dahinter. Dieser habe den Zahlenwert sechs. Die drei M-Striche stünden in Wirklichkeit für die Zahlenreihenfolge 666. Für Okkultisten ist die Zahl, die ihren Ursprung im Neuen Testament hat, ein Erkennungszeichen des Antichristen. 

Im Anschluss geht die Frau in ihrer kurzen Rede auf das O im Monster-Logo ein. Ein Strich gehe durch den Buchstaben und mache ihn so zu einem Kreuz. Doch auch hier habe der Teufel seine Finger im Spiel. Jedes Mal, wenn die Dose zum Mund geführt werde, drehe sich das Kreuz um. "Der Boden [der Dose] geht nach oben - und der Teufel lacht", sagt die Frau in die Kamera. "Eine kleine Anregung zum Nachdenken." Der dritte Punkt, der Monster als wahrhaft satanisches Getränk entlarven soll, ist schließlich das Motto des Energy-Drinks ("Unleash the Beast"). Die Frau erklärt, dass damit natürlich gemeint sei, irgendein Tier oder irgendeine Bestie zu entfesseln. Auch hier gehe es um den Antichristen selbst.

Die Ausführungen der Frau haben sich innerhalb kurzer Zeit wie ein Lauffeuer durch das Internet verbreitet. Webseiten wie "The Daily Dot" und die "Huffington Post" griffen das Thema bereits auf. Der Nutzer Andrew Blevins postete das Video zunächst auf Facebook. Aktuell haben über 100.000 Nutzer dem Clip ein "Like" gegeben, rund 340. 000 teilten ihn. Rund 45.000 Kommentare finden sich unter dem Video, das auf Facebook fast zehn Millionen Mal angeklickt wurde. Die entsprechende YouTube-Version haben sich rund 2,3 Millionen Nutzer angesehen.

 

Der Monster-Energy-Produzent Monster Beverage hat sich bislang nicht zu den kruden Verschwörungstheorien geäußert. Neu sind diese übrigens nicht. In den vergangenen Jahren tauchten die Anschuldigungen immer wieder in christlichen Foren und auf YouTube auf.

Verbraucherschützer sehen Energy-Drinks kritisch

Energy-Drinks wie Monster sind auch in Deutschland umstritten. Nach ungeklärten Todesfällen im Zusammenhang mit den Lifestyle-Getränken in den USA forderte beispielsweise die Verbraucherzentrale Hamburg im Oktober 2012 ein Verkaufsverbot für Kinder und Jugendliche. Diese enthielten dreimal so viel Koffein wie Cola, erklärte die Verbraucherzentrale. Auch bei anderen Inhaltsstoffen wie dem leistungssteigernden Taurin seien negative Wechselwirkungen mit Koffein nicht auszuschließen. Würden die Getränke zusammen mit Alkohol und bei körperlicher Anstrengung wie etwa in der Disco konsumiert, bestehe die Gefahr, dass sich die Nebenwirkungen zu Krampfanfällen und Herzrasen verstärkten.

Seit Juni vergangenen Jahres müssen Energy-Drinks auch beim Ausschank in Gaststätten oder Diskotheken besonders gekennzeichnet werden. So hatte es der Bundesrat 2012 beschlossen. Zugleich wurden verbindliche Höchstmengen für die Inhaltsstoffe von Energy-Drinks - wie Koffein, Taurin, Inosit und Glucuronolacton - festgelegt.

 

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