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Zoe Sugg, Alfie Deyes, Sami Slimani YouTube-Stars wollen mit Büchern punkten

In Deutschland herrscht um YouTuber wie LeFloid und Sami Slimani ein enormer Hype. Die Stars drängen auch in die Welt außerhalb des Internets, zum Beispiel mit Büchern. Die Kritik daran wächst.

Y-Titty, LeFloid, Sami Slimani: Diese Namen sind in Deutschland zu einflussreichen Marken geworden. Dahinter verstecken sich YouTuber, die zu einer Szene gehören, die längst raus ist aus den hinteren Winkeln des Internets. Mittlerweile hat sich eine Branche um sie herum entwickelt. Folgerichtig wächst auch die Kritik an den Netz-Stars.

"YouTuber zu sein ist vom Hobby zum Beruf geworden", sagt Anja Rützel vom Magazin "Wired", das dem Phänomen seine jüngste Titelgeschichte gewidmet hat. Wer mehr als eine Million Abonnenten hat und regelmäßig Videos hochlädt, kann davon gut leben. Das Geld kommt rein durch vorgeschaltete Werbung und Produktplatzierungen. Wie hoch die Einnahmen sind, lässt sich nur schwer schätzen, wie Rützel sagt: Die angenommenen Summen lägen bei den erfolgreichsten deutschen YouTubern zwischen 15.000 und 120.000 Euro pro Monat, je nachdem, wer gerade seine Schätzung abgibt.

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Sami Slimani ist einer der bekanntesten YouTuber in Deutschland. Seine Videos werden hunderttausendfach angeklickt. Auch seine Schwestern Lamiya und Dounia veröffentlichen regelmäßig eigene Clips auf YouTube. Mit ihren Tipps zu Frisuren, Makeup und dem Leben an sich haben sich die drei eine begeisterte Fangemeinde aufgebaut, die sich die YouTube-Kanäle, Facebook-Seiten und Instagram-Fotos der Stuttgarter Geschwister ganz genau anschauen. "Zusammen haben wir eine Reichweite von über fünf Millionen", sagt Sami.

Durch die zunehmende Verankerung kommerzieller Strukturen drängen die Stars in die Welt außerhalb des Internets. LeFloid, der bei YouTube Nachrichten kommentiert und mehr als zwei Millionen Abonnenten hat, ist seit kurzen in einem Werbespot zu sehen. Sami Slimani moderiert mittlerweile beim Fernsehsender VIVA, obwohl er dort weniger Menschen erreichen dürfte. Zusammen mit seinen Schwestern hat er auch ein Buch veröffentlicht. Mitte November ist ihr Buch "Das Slimani-Prinzip" erschienen. Auf 237 Seiten geben die Slimanis Lebenshilfe. "Glaub an deine Träume", schreiben sie, "Lächle so oft wie möglich!" und "Es ist wichtig, Deine Haut einmal täglich zu reinigen".

Für Verlage sind die YouTube-Stars interessant, denn sie bringen die potenziellen Käufer ihrer Bücher schon mit. Der Riva Verlag etwa legte eine Buchreihe von Simon Desue auf, der ebenfalls mehr als eine Million YouTube-Abonnenten hinter sich hat. Auch eine Biografie des YouTubers Alberto Trovato ist im Angebot. "Mit den Büchern sprechen wir auch eine für uns neue Zielgruppe der Teenager und jungen Erwachsenen an", sagt eine Verlagssprecherin. In Facebook-Einträgen und YouTube-Videos trommeln die Autoren selbst für ihre Werke. Für das Slimani-Buch sind nach Angaben des Verlags bereits 25.000 Vorbestellungen eingegangen.

YouTuber Simon Unges stellt Kanäle ein

In den USA, wo der Hype um die YouTuber noch größer ist, wächst jedoch die Kritik an der Vermarkung der Netz-Stars. Der Tech-Blog "Daily Dot" veröffentlichte jüngst den Artikel "Warum YouTube-Stars den Buchhandel ruinieren". Netz-Berühmtheiten wie Zoe Sugg, Alfie Deyes oder Grace Helbig würden demzufolge nur ihren Namen für das Produkt geben, ohne auf den Inhalt zu achten. Dies würde zwar für volle Kassen sorgen, die geringe Qualität der Bücher würde den Verlagen auf Dauer aber schaden. Für die Industrie, die Autoren und die Leser würde sich all das als "Bärendienst" erweisen.

Wie groß der Hype um die YouTuber mittlerweile geworden ist, zeigte Simon Unge Mitte Dezember. Mit dem Video "Die schwerste Entscheidung meines Lebens. #Freiheit" kündigte Unge an, seine beiden YouTube-Kanäle "Ungespielt" und "Ungefilmt" aufzugeben - in der Online-Welt herrschte große Aufregung. Als Grund für seine Entscheidung nannte er einen Streit mit seinem Netzwerk Mediakraft, dem er schwere Vorwürfe macht. Das Unternehmen wiederum wies die Anschuldigungen zurück.

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