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Netzwelt Trendthema Bitcoins - was ist das überhaupt?

Den eigenen Geldbeutel durch die Rechenleistung seines Computers füllen? Klingt traumhaft. Ganz so einfach funktioniert das mit allerdings Bitcoins nicht. Aber immer mehr Unternehmen akzeptieren die digitale Währung als Zahlungsmittel. Zeit für einen Blick auf den elektronischen Geld-Ersatz.

Der Cebit-Standort Hannover will Bitcoin-Vorreiter Berlin überholen - seit Kurzem akzeptieren ein Dutzend Geschäfte die digitale Währung, bis Ende Januar sollen es 50 sein. Auch der US-Verlag Time hatte Ende vergangenen Jahres bekannt gegeben, als erstes großes Medienhaus Bitcoins zu akzeptieren. Doch was sind Bitcoins überhaupt und wie bekommt man sie?

Die Idee hinter Bitcoins ist einfach: Mit der elektronischen Währung soll die Zahlung im Internet vereinfacht und unabhängig von Staaten sowie Banken gemacht werden. Wer also mit Bitcoins bezahlen will, muss sich auf seinen Computer oder Smartphone ein sogenanntes Wallet herunterladen. Das ist eine virtuelle Brieftasche, in der die eigenen Bitcoins aufbewahrt werden. Dabei ist die Analogie zur reellen Brieftasche groß: Vergisst der User das Passwort, ist der Inhalt ebenso verloren wie wenn der echte Geldbeutel verloren geht.

Es gibt mehrere Wege, um das Bitcoin-Wallet zu füllen: An speziellen Online-Börsen lässt sich echtes Geld in Bitcoins tauschen. Die Alternative ist Mining. Dabei wird mit Hilfe einer Software die Rechenleistung des eigenen PCs für das Bitcoin-Netzwerk zu Verfügung gestellt - im Gegenzug erhält der Nutzer Bitcoins. Reich wird Otto Normalverbraucher dabei allerdings nicht, da das so genannte Mining viele Ressourcen bindet und gleichzeitig nur sehr langsam Bitcoins "geschürft" werden.

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Chancen und Risiken - wie bei jeder anderen Währung

Bezahlt werden können nun alle möglichen Leistungen und Produkte im Internet, vorausgesetzt der Verkäufer hat auch ein Bitcoin-Konto. Die Überweisungen laufen anonym ab, was zwar im Angesicht von Daten-Skandalen eine sehr hoch geschätzte Privatsphäre bietet. Andererseits gibt es aber auch keine übergeordnete Instanz wie bei einem Geldinstitut, die falsche Buchungen rückgängig macht. Zudem lockt die Anonymität auch illegale Machenschaften an. So wurde 2013 in den USA vom FBI ein über Bitcoin betriebener Waffen- und Drogenhandel aufgedeckt.

Wer als Bitcoin-Anhänger das Gefühl für echtes Geld nicht verlieren will, kann sich Bitcoin-Münzen besorgen. Allerdings werden sie beim Bezahlen nicht dem Verkäufer übergeben, sondern beinhalten einen kleinen Chip, der den Betrag vom eigenen Bitcoin-Konto abbucht.

Der Bitcoin-Wert hängt von der Akzeptanz ab

Einen Großteil seines Vermögens in Bitcoins anzulegen, empfiehlt sich nicht. Die virtuelle Währung unterliegt wie reale Währungen Kursschwankungen, zudem ist nicht absehbar, wie sich das Zahlungsmittel entwickelt. Folgen mehrere große Unternehmen wie der Time-Verlag dem Trend, steigt durch die höhere Verbreitung auch der Wert. Bleibt es allerdings ein Zahlungsmittel für Computernerds und wird damit nur wenig bezahlt, geht auch der Wert in den Keller.

Wer auf Bitcoins setzt, sollte auch Seiten wie coinmap.org im Auge behalten, dort kann man anhand farbiger Punkte sehen, wo man im realen Leben mit der digitalen Währung bezahlen kann. In Hannover sollten demnächst einige Punkte hinzukommen.

 

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