Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Consumer Electronics Show in Las Vegas - CES 2016 im Ticker BMW will den Innenspiegel abschaffen

Am zweiten Pressetag auf der CES stehen die Autos im Fokus. Volkswagen, BMW, Toyota und Co. stellen ihre neuesten Konzepte vor. Die Messe steht ganz im Zeichen vernetzter Technik. 

Vom ursprünglichen Fokus auf Unterhaltungselektronik wurde die Palette der CES immer breiter. Inzwischen nutzt auch die Autobranche die Messe im Januar als Plattform für die Präsentation ihrer Neuheiten. Zu den vier Messetagen kamen im vergangenen Jahr rund 170 000 Fachbesucher nach Las Vegas, etwa jeder Vierte von außerhalb der USA. Unter den etwa 3600 Ausstellern waren 375 Startups. 

Neue Aussichten bei BMW: Kamera statt Spiegel

BMW-Fahrer können sich auf neue Aussichten einstellen. Denn der bayerische Automobilhersteller experimentiert mit Kameras als Ergänzung oder Ersatz für die Spiegel. Das hat das Unternehmen am Rande der Elektronikmesse CES angekündigt. In einem i8 demonstrieren die Ingenieure auf der Messe, wie anstelle von Außen- und Rückspiegel drei Kameras den Rückraum des Wagens beobachten und deren Bilder auf einem Monitor zusammengefügt werden. Dort, wo bislang der Innenspiegel war, sieht man ein Panorama, in das Warnhinweise oder Rangierlinien für das Parken eingeblendet werden können.
Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet der Extended Rear View Mirror in einem i3, bei dem das Spiegelbild mit den Aufnahmen einer Kamera auf dem Dach überlagert wird, um das Blickfeld nach hinten zu erweitern. Elektronikchef Elmar Frickenstein rechnet noch mit einer Entwicklungszeit von mehr als drei Jahren.  

 

HP bringt Spiele-PC für virtuelle Realität 

HP hat auf der Elektronikmesse CES einen Spiele-PC vorgestellt, der für die Nutzung mit HTCs Virtual-Reality-Brille Vive entwickelt wurde. Der HP Envy Phoenix hat eine für das Spielen mit der leistungshungrigen Brille angepassten AMD Radeon R9 390x- oder Nvidia-GTX-980-Ti-Grafikkarte, außerdem optimierte Treiber und Energieeinstellungen. So soll die für das erste Halbjahr 2016 angekündigte Vive sofort als zweites Display erkannt und angesteuert werden.

Im Inneren stecken außerdem 16 bis 32 Gigabyte Arbeitsspeicher und Intels Core-i7-Prozessoren der sechsten Generation, eine Wasserkühlung hält die Chips auf sicheren Betriebstemperaturen. Die VR-Spiele-PCs sind voraussichtlich ab Ende Januar verfügbar, in den USA soll der Startpreis rund 1700 US-Dollar (rund 1580 Euro) betragen. Dazu käme dann später noch der Kaufpreis für die VR-Brille HTC Vive. 

Toyota verspricht unfallfreie Autos dank künstlicher Intelligenz 

Toyota will mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbstfahrende Autos entwickeln, "die unfähig sind, einen Unfall zu verursachen". Das kündigte der Wissenschaftler Gill Pratt an, der beim japanischen Autoriesen die Forschung bei selbstlernenden Computern leitet. Toyota hatte für den Bereich eine Investition von einer Milliarde Dollar angekündigt. Zugleich sei die Branche noch weit von einem breitem Einsatz selbstfahrender Fahrzeuge entfernt, sagte Pratt am späten Dienstag auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Die einfachen Probleme seien gelöst worden, jetzt blieben die schwierigen. Dazu gehöre, dem Auto beizubringen, auf unvorhersehbare Ereignisse zu reagieren, zum Beispiel wenn Gegenstände von einem vorausfahrenden Lastwagen fallen. Toyota wolle das Problem mit Hilfe künstlicher Intelligenz lösen.

"Wir müssen Autos bauen, die ihre Vorgehensweise erklären können", forderte Pratt zudem. Nutzer würden nur Fahrzeugen vertrauen, deren Entscheidungen sie nachvollziehen könnten.

Nebenbei wurde bekannt, dass ein führender Kopf von Googles Roboter-Projekt jetzt für Toyota arbeitet. James Kuffner wurde als ein Mitglied des Forschungsteams vorgestellt. Bei Google hatte er für einige Zeit die Führung des Roboter-Programms übernommen, nachdem die treibende Kraft dahinter, Android-Erfinder Andy Rubin, den Konzern 2014 verlassen hatte. Der Stand von Googles Roboter-Plänen ist nicht bekannt. Unter Rubin waren mehrere spezialisierte Anbieter in dem Bereich gekauft worden.

Volkswagen auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas (Foto: dpa)

VW stellt modernisierten Kleinbus mit Elektroantrieb vor 

VW will mit einem neuen Elektromobil an das Erbe seiner legendären Transporter-Busse anknüpfen. Volkswagen-Markenchef Herbert Diess stellte auf der Technik-Messe CES in Las Vegas das Modell BUDD-e vor, dessen Design als eine stark modernisierte Version beliebter alter Modelle wie des T1 aus den 50er Jahren daherkommen soll.

Der Prototyp sei fest im Internet der Dinge verankert, betonte Diess. So könne man aus dem Cockpit in den Kühlschrank schauen oder sehen, wer zu Hause an der Tür klingelt. Auf Sprachbefehl könne er zum Beispiel die Beifahrertür aufmachen, Post-Pakete können von dem Boten in einem speziellen Fach unter dem Kofferraum abgelegt werden. Ein solches Auto könnte zum Ende des Jahrzehnts auf die Straße kommen, sagte Diess.

Ein Erfolg bei alternativen Antrieben könnte VW auch helfen, den Abgasskandal hinter sich zu lassen. Zum Beginn des Auftritts am späten Dienstag (Ortszeit) entschuldigte sich der neue VW-Markenchef für die Manipulation der Abgaswerte bei rund elf Millionen Fahrzeugen. Volkswagen sorge dafür, dass so etwas nie wieder passieren könne. Er sei zuversichtlich, dass eine technische Lösung gefunden werde, die Anforderungen von US-Behörden entspreche, sagte Diess. In dieser Frage gebe es erhebliche Fortschritte. 

Samsung stellt Profi-Tablet mit Windows vor 

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung springt Microsoft im Tablet-Markt zur Seite - und macht dem US-Technologiekonzern gleichzeitig Konkurrenz: Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas stellte der weltgrößte Smartphonehersteller das große Tablet Galaxy TabPro S vor, das mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows 10 läuft. Samsung tritt damit gegen das ähnlich große iPad Pro von Apple an - aber auch gegen Microsofts Surface Pro.

Die Windows-Geräte von Microsoft und Samsung können sowohl mit einer andockbaren Tastatur als Laptop als auch ohne Keyboard mit dem berührungsempfindlichen Bildschirm als Tablet verwendet werden. Ähnliche Geräte werden auch von Lenovo und anderen Herstellern angeboten.

Auf der CES-Pressekonferenz pries Samsung zudem seine neuen Fernseher als Zentrale für das vernetzte Zuhause an. Käufer eines aktuellen Modells sollen kostenlos einen USB-Stick erhalten, der dafür sorgt, dass man über das TV-Gerät bis zu 200 verschiedene "Smart Home"-Geräte steuern kann - vom Baby-Monitor bis hin zur Lichtanlage.

Bei den Haushaltsgeräten unternahm Samsung erneut einen Anlauf, einen vernetzten Kühlschrank, der nicht nur Lebensmittel kühlt, auf dem Markt zu positionieren. Die Geräte sollen im Haushalt als digitale Kommunikationszentrale dienen und mit Hilfe von Mastercard und ausgewählten Onlinediensten wie FreshDirect und ShopRite den Einkauf organisieren.

Im Wettbewerb mit der Apple Watch tritt Samsung nun auch mit zwei Edelmodellen seiner Smartwatch Gear S2 classic in 18-karätigem Roségold und Platin an. Preise wurden auf der CES nicht genannt, sie dürften aber billiger sein, als die bis zu 18 000 Euro teuren Spitzenmodell von Apple. Samsung geht gleichzeitig auf die Kunden von Apple zu: Die Gear S2 soll künftig auch mit dem iPhone zusammenarbeiten - und nicht mehr nur mit Android-Smartphones.

Microsoft bringt Surface Book nach Deutschland 

Microsoft bringt sein Surface Book nach Deutschland. Der im vergangenen Oktober vorgestellte Laptop, der auch als Tablet genutzt werden kann, könne ab Dienstag hierzulande vorbestellt werden, kündigte das Unternehmen zum Start der Technik-Messe CES in Las Vegas an. Ab dem 18. Februar soll der erste Computer aus eigener Herstellung, mit dem Microsoft in direkte Konkurrenz zu seinen Partnern in der PC-Branche tritt, für Nutzer in Deutschland im Microsoft Store sowie online über ausgewählte Elektronikmärkte wie Media Markt, Saturn und Cyberport zu haben sein.

Das Surface Book kommt in vier verschiedenen Varianten auf den Markt. Je nach Ausstattung kosten die Geräte zwischen 1649 und 2919 Euro. Für Studenten gewährt Microsoft einen Rabatt von zehn Prozent. Bei einer ersten Präsentation im Oktober verglich Microsoft das teuerste Gerät mit Apples Macbook Pro: Das Surface Book sei zwei Mal schneller, sagte Microsoft-Manager Panos Panay. Als Alternative zum Touch-Display lässt sich das Gerät auch mit einem optional erhältlichen Stift (Surface Pen) steuern.

Das Surface Book mit seinem 13,5 Zoll großen Bildschirm soll ein Referenzmodell dafür sein, was mit dem neuen Betriebssystem Windows 10 möglich ist. Damit beginne "eine neu Ära des Personal Computings ohne Kompromisse" sagte Oliver Gürtler, Windows-Chef bei Microsoft Deutschland.

Rund sechs Monate nach dem Start wird Windows 10 inzwischen auf 200 Millionen Geräten weltweit genutzt, teilte Microsoft mit. Mit mehr als 11 Milliarden Stunden Laufzeit allein im Dezember werde Windows 10 mehr als jede Version zuvor genutzt, hieß es.

Samsung: Alle Premium-TV-Geräte künftig mit neuer Zertifizierung 

Alle neuen Premium-Fernsehgeräte, die Samsung in dieser Woche auf der CES in Las Vegas vorstellt, sind nach Angaben des Unternehmens mit dem neuen Standard "UHD Premium" zertifiziert. Damit soll sichergestellt sein, dass die Geräte bestimmte Kriterien für Bildschirmauflösung, Helligkeit, Schwarzwerte und den abgedeckten Farbraum sowie für die Audio-Klangqualität erfüllen. Ebenfalls auf der CES hatte zuvor die UHD Alliance, in der sich alle führenden Hersteller von Unterhaltungselektronik zusammengeschlossen haben, auf die Definition bestimmter Qualitätsstandards verständigt und ein neues Logo für die Auszeichnung der Geräte vorgestellt.

Samsung werde alle neuen Ultra-HD-TV-Modelle mit dem Samsung-eigenen System SUHD mit dem Zertifikat auszeichnen lassen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Gemeinsam mit der UHD Alliance wolle das Unternehmen "UHD Premium" als Standard für die Unterhaltungselektronik etablieren. Mit seiner Hilfe könnten künftig auch Inhalte-Anbieter wie Streaming-Dienste die Sendung ihrer hochaufgelösten Filme technisch besser anpassen und damit für höhere Wiedergabequalität sorgen.

Neues WLAN-Format für das vernetzte Zuhause 

Ein neuer stromsparender WLAN-Standard soll einen Schub für das vernetzte Zuhause geben. Die Industriegruppe Wi-Fi Alliance stellte am Montag auf der Technik-Messe CES in Las Vegas die Norm "Wi-Fi HaLow" vor, die die Reichweite heutiger Netze verdoppeln soll.

Damit geht die Branche ein Problem an, das Smarthome-Anwendungen bislang noch bremst: Heutige WLAN-Formate verbrauchen relativ viel Strom und die meist verwendete Ausweichlösung Bluetooth hat eine geringere Bandbreite. Das kann man zum Beispiel beim Tempo verschlüsselter Verbindungen zwischen Geräten im Haus zu spüren bekommen. WiFi HaLow, das die Versionsbezeichnung IEEE 802.11ah bekam, arbeitet im Frequenzband 900 MHz und soll leichter durch Wände gehen sowie für eine stabilere Verbindung sorgen.

Vorbestellung für Videobrille Oculus Rift ab Mittwoch möglich

Parallel zum offiziellen Start der US-Technikmesse CES beginnt am Mittwoch der Vorverkauf für die sehnsüchtig erwartete Virtual-Reality-Brille Oculus Rift. Vorbestellungen seien ab Mittwoch um 08.00 Uhr morgens kalifornischer Zeit möglich, kündigte die zum Facebook-Konzern gehörende Firma Oculus am Montag an. Angaben zum Preis und zum Liefertermin machte sie jedoch nicht. "Alles, was du brauchst, um deine Rift zu bestellen", werde mit dem Start der Vorbestellungen bekannt gegeben.

Dieses Video ist aktuell nicht verfügbar.

 

Virtuelle Realität zählt zu den wichtigsten Themen der diesjährigen CES in Las Vegas, die am Mittwoch offiziell ihre Türen öffnet. Viele Aussteller setzen auf einen boomenden Absatz.

Der Erfolg der Videobrille Oculus Rift hängt maßgeblich davon ab, welche Inhalte für sie zur Verfügung stehen. Oculus hatte daher im September mehrere Partnerschaften angekündigt. Die Oculus Rift soll vor allem Videospieler anlocken, damit diese in verschiedenste Welten "eintauchen" können.  

IT-Branche erwartet schnelle Digitalisierung aller Lebensbereiche 

Die IT-Industrie stellt sich auf eine rasche Digitalisierung aller Lebensbereiche ein. Der rapide sinkende Preise für die nötigen Sensoren werde die Ausbreitung vernetzter Geräte im Smarthome beschleunigen, prognostizierte zum Auftakt der Technik-Messe CES in Las Vegas der Chefökonom des Veranstalters CTA, Sean DuBravac.

Beim Start der ersten iPhone-Generation 2007 habe ein Beschleunigungs-Sensor noch 7 Dollar gekostet, jetzt seien es weniger als 50 US-Cent, betonte er am Montag (Ortszeit). Damit könnten immer mehr Geräte kostengünstig vernetzt werden. "Noch leben wir fast komplett in einer analogem Welt", gab DuBravac zu bedenken. Die Menschen seien zwar von digitalen Geraten umgeben, aber sie hätten noch nicht den gesamten Alltag durchdrungen. Mit der Ausbreitung der Sensoren würden auch zunehmend Daten aus verschiedenen Geräten miteinander kombiniert, prognostizierte er. So könnte die Auswahl des Vorschläge bei einem Videostreamingdienst davon abhängen, ob der Nutzer allein zu Hause ist, wie seine Stimmung ist und von der Raumtemperatur. Dafür könnte die Technik automatisch auf Daten vernetzter Thermostate, Überwachungskameras oder Computer-Uhren zugreifen.

Das neue Geschäft mit dem Internet der Dinge werde auch zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor für die Branche, sagte DuBravac. Aktuell kämen 51 Prozent der Erlöse aus den fünf Produktkategorien Smartphones, Tablets, Desktop-PCs, Notebooks und Fernsehgeräte. Ihr Anteil am Gesamtgeschäft werde jedoch sinken. 

Lego stellt 'Education WeDo 2.0' vor 

Lego will Kindern ab sieben Jahren mit einem neuen Baukasten-Set auf spielerische Art Grundlagen zum Programmieren beibringen. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas stellte der dänische Spielzeughersteller das Set "Lego Education WeDo 2.0" vor. In Projekten, bei denen es etwa um eine Rettungsaktion nach einem Unwetter geht oder um den Bau von erdbebensicheren Gebäuden, können sich Kinder aus der 2. bis 4. Klasse naturwissenschaftliche Grundlagen und die elementare Logik des Programmierens aneignen. In erster Linie sei "WeDo 2.0" für den Einsatz im Schulunterricht konzipiert und speziell in bestehende Lehrpläne eingebunden, sagte Michaela Halt, Sprecherin von Lego Education, der dpa.

Dabei geht es zum Beispiel darum, kleine Robotik-Modelle mit den Lego-Steinen zu bauen und Programmierstein, Motor sowie verschiedene Sensoren zu integrieren. Mit einem Baukasten können je zwei Schüler alle Projekte im Lieferumfang abschließen.

"Lego Education WeDo 2.0" wurde gemeinsam mit Wissenschaftlern des renommierten MIT in Cambridge, Massachusetts, sowie mit Fachleuten in aus verschiedenen Ländern entwickelt. Es soll in mehreren Sprachen ab Anfang Januar für iPad, Android, PC und Mac erhältlich sein, eine Version für Chromebooks soll in der zweiten Hälfte des Jahres folgen. Für Lehrkräfte steht ein Paket mit zusätzlichen Materialien zur Verfügung, die die Grundlage für einen lebendigen Unterricht bieten sollen. Eine spezielle Ausgabe für den Einzelhandel werde es nicht geben.

Nvidia stellt Supercomputer für selbstfahrende Autos vor

Der Chiphersteller Nvidia hat auf der Technik-Messe CES einen kompakten Supercomputer vorgestellt, mit dem Automobilhersteller selbstfahrende Fahrzeuge entwickeln können. "Der Nvidia Drive PX ist nicht größer als eine Lunchbox und hat die Rechenleistung von 150 Macbook-Pro-Laptops", sagte Jen-Hsun Huang, Chef und Mitgründer von Nvidia am Montag (Ortszeit) in Las Vegas. "Mit ihren zahlreichen Kameras und Bildschirmen werden zukünftige Autos ihre Umgebung wahrnehmen und immer besser verstehen."

Autos könnten zukünftig mit Hilfe des Drive PX beispielsweise freie Parkplätze in einem sehr vollen Parkhaus finden und dort autonom einparken. Später fahre das Auto wieder allein zum Fahrer zurück, nachdem dieser es über sein Smartphone gerufen hat.

Audis Elektronik-Entwicklungschef Ricky Hudi erklärte, Audi sehe in Drive PX ein "entscheidendes Werkzeug für die weiterführende Forschung und Entwicklung." Nvidia kündigte auch eine Zusammenarbeit mit Daimler und Volvo an.

Tesla-Konkurrent Faraday debütiert mit Sportwagen-Studie

Nach Tesla, Apple und Google mischt jetzt ein vierter Newcomer aus dem Silicon Valley im Autogeschäft mit: Faraday Future zeigt mit der Studie Zero1 einen elektrisch angetriebenen Supersportwagen mit 1000 PS auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas (6. bis 9. Januar). Vier E-Motoren leisten zusammen über 735 kW/1000 PS und sollen den kniehohen Einsitzer in weniger als drei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und für eine Spitze von über 320 km/h sorgen. Details zu den Serienfahrzeugen nannte Faraday noch nicht. Den Zeitrahmen für die Markteinführung beschreiben die Amerikaner mit "in wenigen Jahren".

Das Smart Home

Das vernetzte Zuhause ist noch nicht breit im Alltag angekommen - aber in Las Vegas werden wieder hunderte Geräte zu sehen sein, die sich miteinander und mit dem Internet verbinden lassen. Ein Problem bleibt oft die Kommunikation zwischen Technik verschiedener Anbieter - einheitliche Standards wie in anderen Elektronik-Bereichen gibt es bisher nicht. Das Problem soll gelöst werden durch die direkte Kooperation der Hersteller, offene Schnittstellen, oder Onlinedienste, die im "Internet der Dinge" als eine Art Vermittler auftreten.

Mit einer App und dem Gerät "digitalSTROM" wird in Las Vegas, USA, auf der CES (Consumer Electronics Show) ein Glas Wasser gefüllt. Das vernetzte Zuhause ist noch nicht breit im Alltag angekommen - aber in Las Vegas werden wieder hunderte Geräte zu sehen sein, die sich miteinander und mit dem Internet verbinden lassen. (Foto: dpa)

Künstliche Intelligenz - lernende Maschinen

Für die Nutzer oft unsichtbar, werten Computer in der Cloud eine Vielzahl von Daten aus, um sich besser an ihre Bedürfnisse anzupassen. Das Ergebnis sollen zum Beispiel schlaue Messenger-Dienste sein, die Fragen beantworten oder kleine Aufgaben wie eine Restaurant-Reservierung erfüllen können. Facebook experimentiert damit in dem Dienst «M» in seinem Messenger, Google soll auch daran arbeiten. Einige Geräte auf der CES werden auf Amazons Sprach-Assistenten Alexa zurückgreifen.

Drohnen - Super-Gadget oder Bedrohung?

Vor einem Jahr sorgte Intel-Chef Brian Krzanich für Aufsehen auf der CES mit kleinen Fluggeräten, die auch beweglichen Hindernissen ausweichen können. Inzwischen können das immer mehr Drohnen. Das chinesische Branchen-Schwergewicht DJI testet ein Geofencing-System, dass die Drohnen automatisch von für sie verbotenen Zonen zum Beispiel um Flughäfen fernhalten soll.

Video: "Insektendrohne" ist die Zukunft von Virtual Reality

 

Tod der Stöpsel - neue Anschlüsse

Hartnäckig halten sich Gerüchte, Apple könnte beim nächsten iPhone ganz auf einen klassischen Ohrhörer-Stecker verzichten und ganz auf seinen digitalen Lightning-Anschluss setzen. Außerdem breitet sich in immer mehr Geräten der neue USB-C-Anschluss aus, über den Daten und auch Ladestrom übertragen werden können.

Video: Virtual Reality

Dieses Video ist aktuell nicht verfügbar.

 

Veranstalter bremsen Besucher-Zustrom

Die Technik-Messe CES wird zu groß für Las Vegas - und die Veranstalter treten auf die Bremse. Durch eine striktere Auswahl soll in diesem Jahr die Zahl der Fachbesucher auf 150 000 bis 170 000 gedrückt werden. 2015 hatte es einen Zuwachs um elf Prozent auf 176 000 Gäste gegeben. "Es sollte etwas weniger gedrängt vorkommen", sagte der Chef des Messeveranstalters CTA, Gary Shapiro, dem "Wall Street Journal" von Montag.

Die CES passt in Las Vegas nicht auf das Messegelände und belegt deswegen auch Konferenzflächen in diversen Hotels der Spieler-Stadt. Das sorgt wiederum für Staus auf den Straßen und Schlangen an öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Monorail, die zwischen Hotels und Messegelände fährt. "Das Problem ist, durch Las Vegas zu kommen", räumte Shapiro ein. Dabei ist die CES eine reine Fachbesucher-Messe.

An den Standorten gibt es diesmal schärfere Sicherheitsvorkehrungen. Taschen sollen kontrolliert werden, Koffer sind verboten. Die CES startet mit einem Pressetag am Dienstag und läuft dann vier Tage bis Samstag. Für das schnelle Wachstum sorgte in den vergangenen Jahren auch die Ausweitung des Themen-Spektrums: Inzwischen sind Autos ein zentraler Schwerpunkt. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr auch virtuelle Realität und das vernetzte Zuhause.

Samsung zur CES: Internet der Dinge im Markt angekommen 

Die bevorstehende Elektronik-Messe CES in Las Vegas wird nach Einschätzung von Samsung zeigen, dass das Internet der Dinge im Verbrauchermarkt angekommen ist. Dabei werde das Fernsehgerät eine Schlüsselrolle spielen, sagte Samsung-Manager Kai Hillebrandt der dpa kurz vor Beginn der CES (6. bis 9. Januar). Es seien viele Initiativen an den Start gebracht worden. Einer der wichtigen Schritte für Samsung sei dabei die Übernahme des Smart-Home-Spezialisten SmartThings im Jahr 2014 gewesen.

Im Zentrum des Internets der Dinge mit seinen vielen vernetzten Geräten sieht Samsung in Zukunft das TV-Gerät aufgestellt. "Der Fernseher ist mit allen Konnektivitäts-Optionen ausgestattet, damit kann er ideal als Hub für die Vernetzung der Hausgeräte fungieren", sagte Hillebrandt. Ein zusätzliches Gerät für die Steuerung etwa von Garagentor, Hausbeleuchtung oder Heizung könnte damit überflüssig werden. Mobil steuern lasse sich das smarte Zuhause weiter mit dem Smartphone.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()