Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

USB-Kabel kann Laptop schrotten Die Mission von Benson Leung

Beim Aufladen seines Handys über ein billiges USB-Kabel erlebte ein Google-Mitarbeiter eine unangenehme Überraschung. Mit eigenen Tests will er Kunden nun vor ähnlichen Reinfällen bewahren.

Als Google-Ingenieur Benson Leung im vergangenen Herbst sein Smartphone per USB-C-Kabel mit seinem Chromebook-Laptop koppelte, erlebte er eine unangenehme Überraschung: Nach wenigen Sekunden schaltete sich sein Laptop ab, anschließend funktionierte der USB-Controller-Chip, der den Datenaustausch zwischen Laptop und USB-Geräten steuert, nicht mehr. Er war durchgebrannt.

Leung ist Hardwarespezialist und analysierte den Fehler: Anscheinend hatte sein Smartphone so viel Ladestrom aus dem USB-Port des Laptops gezogen, dass dieser den Port überlastete und sogar der dahinter geschaltete USB-Controller-Chip durchbrannte.

Der neue USB-C-Standard ist dafür ausgelegt, hohe Leistung über das USB-Kabel zu übertragen und so etwa Smartphones schneller zu laden. Bis zu 100 Watt können durch den neuen Stecker fließen. Doch nicht jeder Laptop-Port ist auch dafür gemacht, so hohe Leistung zu übertragen.

Deswegen müssen sich Smartphone und Laptop vor dem Ladevorgang eigentlich darüber abstimmen, wie viel Strom der Laptop liefern kann. Diese Abstimmung hatte bei Leungs Geräten augenscheinlich versagt.

Kabel war falsch verdrahtet

Doch weder der Laptop noch das Smartphone waren schuld an dem Hardwaredefekt: Leungs Messungen ergaben, dass das billige No-Name-Kabel falsch verdrahtet war und so die Abstimmung unterbunden hatte. Das Smartphone zog deswegen zu viel Strom – und der Laptop kapitulierte.

Leung schrieb eine wutentbrannte Amazon-Rezension und stellte fest: Er war mit dem Problem nicht allein, diverse Kunden berichteten von Hardwaredefekten an USB-C-Geräten. Auch die neuen Apple-Macbook-Laptops, die nur noch über USB-C Strom beziehen können, wurden bereits durch die No-Name-Kabel aus China beschädigt.

Tests auf eigene Faust

Amazon listet Dutzende USB-C-Kabel, teils von Marken, teils von No-Name-Herstellern. Kein Kunde kann vorab wissen, welches Kabel funktioniert und welches nicht. Benson Leung begab sich daher auf eine Mission und bestellte Dutzende Kabel. Seitdem testet er eines nach dem anderen. Seine Kundenrezensionen sind aktuell der einzige Anhaltspunkt dafür, welche USB-C-Kabel sicher sind – und welche nicht.

Zwar gibt es auch Logos der USB-Zertifizierungsorganisation USB Implementer Forum, die Aufschluss darüber geben sollten, welche Kabel geeignet und zertifiziert sind. Doch diese Logos sind bislang bei den großen Online-Versendern nirgends zu finden.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()