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Geschlechterkampf auf Ebay Warum Frauen weniger Geld verdienen

Auf Ebay sind Verkäufer anonym, als Schutz vor Diskriminierung. Eigentlich. Denn: Kunden erkennen, bei welchem Geschlecht sie kaufen. Und bieten für das gleiche Produkt Frauen weniger als Männern.

Nicht nur in der freien Marktwirtschaft, auch auf Ebay verdienen Männer mehr als Frauen - auch wenn sie das Gleiche verkaufen. Das haben die Forscherinnen Tamar Kricheli-Katz und Tali Regev mit einer neuen Studie gezeigt. Für identische, neue Produkte bekamen Männer demnach im Schnitt um 25 Prozent höhere Gebote als Frauen. Dabei sieht man das Geschlecht des Verkäufers auf eBay doch gar nicht - oder? Stimmt. So soll die Anonymität des Verkäufers gewahrt und Diskriminierung verhindert werden. Das hilft aber nicht.

Männer beschreiben Produkte anders als Frauen

Die Forscherinnen der Universität Tel Aviv haben über mehrere Jahre die Verkäufe der 420 beliebtesten Produkte auf Ebay in den USA beobachtet. Dabei zeigte sich: Käufer erkennen unter anderem anhand bereits verkaufter Produkte nicht nur verlässlich das Geschlecht eines Verkäufers, sondern sie machen davon auch ihr Gebot abhängig.

Hinzu kommt: Frauen bekommen insgesamt weniger Gebote. Und das trotz insgesamt besserer Verkäufer-Ratings. Bei gebrauchten Waren ist der Unterschied übrigens nicht so deutlich erkennbar: Hier bekamen Frauen im Schnitt nur rund drei Prozent weniger. Doch woher kommen diese Unterschiede?

Vielleicht schreiben Männer und Frauen systematisch unterschiedlich attraktive Produktbeschreibungen? Die Forscherinnen haben genau das analysiert und kamen zu dem Ergebnis, dass beide Geschlechter beim Verkauf tatsächlich an unterschiedliche Gefühle appellieren, doch damit ließe sich nur ein geringer Teil der unterschiedlichen Verkaufserlöse erklären.

Produkte von Frauen haben angeblich geringeren Wert

Die Studienautorinnen vermuten, dass implizitie Annahmen über die Geschlechter eine größere Rolle spielen. Produkten von Frauen wird offenbar ein geringerer Wert zugemessen. Eine weitere Studie untermauert dies:

Die Forscherinnen boten einer Testgruppe eine Amazon-Geschenkkarte im Wert von 100 US-Dollar an: Der einen Hälfte von einem virtuellen "Brad", der anderen von "Alison". Das Ergebnis: Bei "Brad" war den Probanden die Karte mehr wert. Er bekam im Schnitt 87,42 US-Dollar - fünf Prozent mehr als "Alison".

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