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"FIFA"-Meister Mohamad Al-Bacha Er ist der beste Fußball-Zocker der Welt

Ein 17-Jähriger gewinnt den FIFA Interactive World Cup. Innerhalb von Sekunden holt er einen Zwei-Tore-Rückstand auf, wie ein Video zeigt. Jetzt darf er sich auf etwas Besonderes freuen.

Nach dem Final-Hinspiel wirkte Mohamad Al-Bacha schon dermaßen geknickt, dass man ihn für den Verlierer hätte halten können. Der 17-Jährige war im ersten Match der Finalserie um die Weltmeisterschaft des Videospiels "FIFA" (FIFA Interactive World Cup 2016) über ein 2:2 nicht hinausgekommen. Dabei durfte er auf seiner Lieblingskonsole PlayStation spielen, die seinem Gegner Sean Allen nicht lag. Entsprechend schlaff stand Al-Bacha während der Pause auch da, als ihn Reporter fragten, warum es nicht zu einem Sieg gereicht hatte. Allen hatte obendrein Konsolen-Vorteil beim Rückspiel, es wurde auf der Xbox One ausgetragen.

Dass im E-Sports Tugenden gefordert sind, mit denen auch die ganz großen Fußball-Mannschaften in der Realität ihre Gegner aus scheinbar aussichtsloser Position niedergerungen haben – geschenkt. Auch Mohamad Al-Bacha aus Dänemark biss sich noch zum Titel durch. Nun darf er sich als bester "FIFA"-Spieler der Welt bezeichnen. "Ja, ich denke, dass ich der neue Star bin", sagte er später selbstbewusst.

Im Apollo Theater, das im New Yorker Stadtteil Harlem steht, spielten die vier besten "FIFA"-Zocker in der Nacht zum Mittwoch das Turnier aus. Die vier hatten sich zuvor gegen ein 2,3 Millionen Spieler großes Teilnehmerfeld durchgesetzt. 700 Zuschauer feuerten die Finalisten vor Ort an, und viele mehr schalteten sich in die Livestream-Übertragung ein.

Das Finale im Video:

 

"Ich hatte eine ,FIFA'-Minute Zeit. Das sind zehn Sekunden"

Im Rückspiel wurde es besonders dramatisch. Al-Bacha hatte das Nationalteam Frankreichs gewählt. Sein Gegner, der 24-jährige Engländer Allen, trat mit der Nationalelf von Brasilien an. Und schon über das gesamte Turnier hatte sich abgezeichnet, dass Allen ein richtiger Goalgetter ist. So ging er auch gegen Al-Bacha mit 3:1 in Führung.

Al-Bacha benötigte zwei Tore, um den kombinierten Endstand beider Matches zu seinen Gunsten zu gestalten. In der 90. Minute gelang es ihm, mit einem kurz ausgeführten Freistoß auf 2:3 zu verkürzen. In der Nachspielzeit schickte er dann noch einmal Antoine Griezmann mit einem Steilpass in den Strafraum. Griezmann, gesteuert von Al-Bacha, verwandelte per Direktabnahme zum 3:3.

Das Apollo drehte durch. Al-Bacha sprang im Moment des Abpfiffs von seinem Stuhl und hüpfte anschließend vor Freude quer über die Bühne. "Ich musste alles nach vorne werfen. Ich hatte eine virtuelle ,FIFA'-Minute Zeit. Das sind nur ungefähr zehn Sekunden auf einer echten Uhr", sagte er hinterher. Dann nahm er die Sieger-Trophäe in beide Hände und stieß sie in die Höhe.

Bald trifft Al-Bacha auf Ronaldo und Messi

Es muss sich ein bisschen wie beim Champions-League-Finale von 1999 angefühlt haben. Damals schlug Manchester United den FC Bayern München noch mit zwei Toren in den letzten Minuten. Aber da war Al-Bacha noch ein Baby, die Szenen von damals wird er nur aus YouTube-Videos kennen. Überschneidungen mit der echten Fußballwelt gab es während des Turniers aber trotzdem noch. Der ehemalige US-Nationalspieler Alexi Lalas, heute TV-Experte bei ESPN, kommentierte die Matches. Spaniens ehemaliger Nationalspieler David Villa (heute bei New York City FC) überreichte die Siegertrophäe.

Während der Final-Serie schenkten sich Mohamad Al-Bacha (r.) und Sean Allen gegenseitig reichlich Tore ein. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Zusammen mit 20.000 Euro Preisgeld und der automatischen Nominierung für den FIFA Interactive World Cup 2017 sackte Al-Bacha auch eine Einladung zur kommenden Verleihung des Ballon d'Or ein.

Dort wird er dann mit großer Sicherheit auf seine Pendants aus der echten Fußballwelt treffen. Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi? Egal, er hat beide gleichermaßen gern. "Ich würde gern Ronaldo und Messi sehen, vielleicht ein paar Fotos mit ihnen machen, weil sie tolle Personen sind", sagte er.

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