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AKW Fukushima Ferngesteuerte Roboter eilen zu Hilfe

Eine Pumpe aus Deutschland, französische und amerikanische Experten und jetzt auch Roboter. Ausländische Hilfmaßnahmen im Kampf gegen den Supergau in Fukushima kommen langsam ins Rollen.

Im Kampf gegen die Katastrophe im havarierten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi nimmt Japan zunehmend Hilfe aus dem Ausland an. Neben Experten aus Frankreich und den USA traf auch ein ferngesteuerter Roboter zur Untersuchung der am stärksten verstrahlten Bereiche des AKW ein. Im Grundwasser in der Nähe von Fukushima wurden mittlerweile 10.000-fach erhöhte Strahlenwerte festgestellt, wie der Betreiber Tepco am Donnerstag mitteilte.

Stark erhöhten Mengen radioaktiven Jods 131 seien im Grundwasser rund 15 Meter unterhalb von einem der bei einem Erdbeben und anschließendem Tsunami schwer beschädigten Reaktoren gemessen worden, erklärte Tepco. Für die Versorgung mit Trinkwasser in der Region gehe nach Einschätzung des Unternehmens aber keine Gefahr aus.

Auch die radioaktive Belastung des Meers vor Fukushima stieg am Donnerstag weiter an. Rund 330 Meter vor der Küste wurden Tepco zufolge stark erhöhte Mengen des radioaktiven Jods 131 gemessen, 4.385 mal höher als die gesetzlichen Maximalwerte. Die Atomsicherheitsbehörde NISA erklärte, eine Gefahr für die Gesundheit bestehe nicht. Radioaktives Jod hat eine Halbwertszeit von acht Tagen und löst sich in Wasser schnell auf.

Strahlung behindert Bergung von Tsunami-Opfern

Die radioaktive Strahlung rund um die Fukushima behindert nicht nur die Arbeiten dort, sondern auch die Bergung der Tsunami-Opfer in der Evakuierungszone. Die Arbeiten müssten immer wieder unterbrochen werden, erklärte die Polizei. Demnach wurden in den verwüsteten Gebieten bislang mehr als 11.000 Leichen geborgen.

Rund 70 Kilometer von Fukushima-Daiichi entfernt wurden bei einem geschlachteten Rind erhöhte Werte des radioaktiven Elements Cäsium festgestellt, die Regierung ordnete deswegen weitere Lebensmitteltests an. Die radioaktive Belastung liege mit 510 Becquerel pro Kilogramm etwas höher als der gesetzliche Grenzwert von 500 Becquerel, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das Fleisch des bereits am 15. März geschlachteten Tieres sei nicht auf den Markt gekommen.

Sarkozy fordert internationale AKW-Standards

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der am Donnerstag zu Gesprächen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan in Tokio eintraf, forderte die Festlegung internationaler Standards für die Sicherheit von Atomkraftwerken durch die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. "Es ist vollständig abnormal, dass keine internationalen Sicherheitsnormen existieren", sagte Sarkozy. Die von der internationalen Atomenergiebehörde IAEA festgelegten Standards sind nicht verbindlich.

Außenminister Guido Westerwelle wird voraussichtlich am Samstag zu einem Solidaritätsbesuch nach Japan reisen. Wie am Donnerstag aus deutschen Diplomatenkreisen verlautete, will der FDP-Politiker in Tokio mit Außenminister Takeaki Matsumoto zusammenkommen. Auch ein Treffen mit Deutschen sei

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