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Streit mit Walter Bau Boeing des thailändischen Kronprinzen frei

Nach einem Monat wurde das Pfandsiegel an dem Flugzeug des thailändischen Prinzen entfernt. Die Boeing war am Münchner Flughafen auf Antrag des Insolvenzverwalters Walter Bau gepfändet worden.

Nach einem Monat ist die in München gepfändete Boeing 737 des thailändischen Kronprinzen Maha Vajiralongkorn wieder von den deutschen Behörden freigegeben worden. Das Pfandsiegel an dem Flugzeug sei am Dienstagabend entfernt worden, sagte der Vizepräsident des Landgerichts Landshut, Christoph Fellner.

"Wenn das Pfandsiegel entfernt ist, ist die Pfändung aufgehoben. Das Flugzeug ist wieder frei", sagte Fellner. In diesem Fall müsse die thailändische Seite dem Gerichtsvollzieher irgendeine Art von Sicherheit gegeben haben. Er könne aber nicht sagen, ob die geforderte Bürgschaft über 20 Millionen Euro hinterlegt oder womöglich sogar der gesamte Rechtsstreit über die Forderungen eines deutschen Insolvenzverwalters beigelegt wurde.

Anfänge des Rechtsstreits liegen mehr als 20 Jahre zurück

Die Prinzen-Boeing war am 12. Juli am Münchner Flughafen auf Antrag des Insolvenzverwalters des in Konkurs gegangenen Baukonzerns Walter Bau gepfändet worden. Hintergrund sind ausstehende Zahlungen des thailändischen Staates für den Bau einer 26 Kilometer langen Autobahn zum Flughafen Don Muang in Bangkok. Die Anfänge des Rechtsstreits liegen mehr als 20 Jahre zurück. Der Fall hatte auch für diplomatische Belastungen zwischen Deutschland und Thailand gesorgt, die Regierung in Bangkok entsandte Außenminister Kasit Piromya in der Sache nach Deutschland. Dieser kritisierte die Pfändung als "großen Fehler". Die Königsfamilie genießt in Thailand höchste Verehrung, Kritik ist tabu.

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