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Reise kostet 30 Millionen Zahlen und Fakten zum Papstbesuch

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: In Freiburg, Berlin und Thüringen steigt die Anspannung vor dem Papst-Besuch. Sogar kleinste Details, so scheint es, sind genau festgelegt.

Der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland ist von der ersten bis zur letzten Minute genau durchgeplant. Auf dem Programm stehen von Donnerstag bis Sonntag sowohl Veranstaltungen mit zehntausenden Besuchern als auch politische Termine, die alle inhaltlicher und organisatorischer Vorbereitung bedürfen.

Wie diese aussieht, wie der Papst reist, wo er wohnt und was das viertägige Großereignis in den Bistümern Berlin, Erfurt und Freiburg kostet, lässt sich inzwischen recht eindeutig beschreiben:

Gottesdienste

Insgesamt rechnet die katholische Kirche mit mehr als 250.000 Besuchern bei den verschiedenen Gottesdiensten. Mehr als 100.000 Gäste erwartet allein das Bistum Freiburg zur Marianischen Vesper am Freitag in Etzelsbach und zur Messe auf dem Domplatz am folgenden Morgen. Von einer ähnlichen Größenordnung geht das Erzbistum Freiburg für das Abendgebet am Samstag auf dem Messegelände und den Gottesdienst auf dem städtischen Flugplatz am folgenden Vormittag aus, während sich zur Messe im Berliner Olympiastadion am Donnerstag mehr als 70.000 Menschen angemeldet haben. Ausländische Gläubige werden vor allem aus Frankreich und Polen erwartet.

Politik

Besuche in Regierungsgebäuden sind für einen Papst nicht üblich, weshalb Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihn am Donnerstag am Sitz der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin besucht. Die vorherige offizielle Begrüßung durch Bundespräsident Christian Wulff findet im Park von Schloss Bellevue statt. Zudem folgt Benedikt XVI. dem Beispiel seines Vorgängers Johannes Paul II., der in den Jahren 1999 und 2002 vor den Parlamenten in Warschau und Rom sprach, und hält am selben Tag eine umstrittene Rede im Bundestag. Im Olympiastadion wird der Papst später von Berlins offen schwulem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begrüßt.

Mobilität

Bei Auslandsreisen nutzt der Papst für die erste Etappe von Rom in das jeweilige Gastland in der Regel eine Maschine der italienischen Fluglinie Alitalia. Innerhalb Deutschlands reisen Benedikt XVI. und seine etwa 35-köpfige Delegation dann mit Flugzeugen der Luftwaffe weiter. Zudem kommen auch Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz, die den Pontifex von der Erfurter Innenstadt nach Etzelsbach und zurück bringen. In allen drei Bistümern zeigt sich der Papst seinen Anhängern auch in seinem Papamobil mit dem Kennzeichen "SCV 1", wobei SCV für "Staat der Vatikanstadt" oder auf Lateinisch "Status Civitatis Vaticanae" steht.

Unterkunft

In jedem der drei Bistümer verbringt der Papst eine Nacht. Als Oberhaupt der katholischen Weltkirche ist er dabei allerdings nicht auf Hotels angewiesen. In der ersten Nacht wohnt Benedikt XVI. in der Botschaft des Vatikans, der Apostolischen Nuntiatur, in Berlin-Neukölln. Es folgen Übernachtungen in den Priesterseminaren von Erfurt und Freiburg. Letzteres hat bereits über die Verköstigung des Pontifex Auskunft gegeben: Am Sonntag bekommt er zum Mittagessen Geflügelschinkenpastete, Kalbstafelspitz und Zimtparfait mit Schwarzwälder Kirschen.

Medien

Die Kirche erwartet mehr als 2500 in- und ausländische Journalisten, die über den Papstbesuch in Deutschland berichten. Fernsehstationen übertragen von den verschiedenen Veranstaltungen während der Reise in alle Welt. Das Bistum Erfurt wirbt zudem dafür, dass die Messe auf dem Domplatz in Echtzeit im Internet verfolgen werden kann. Dafür gibt es zwei Kameras, die das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven übertragen.

Kosten

Für den Papstbesuch rechnet die Kirche mit Gesamtausgaben von bis zu 30 Millionen Euro. Mit rund 3,5 Millionen Euro kommen die Berliner Katholiken dabei am günstigsten weg. Auf die Bistümer Erfurt und Freiburg könnten jedoch Kosten von jeweils elf Millionen Euro zukommen. Zu Aufwendungen von Bund und Ländern beispielsweise für die nötigen Sicherheitsmaßnahmen liegen bislang keine Angaben vor. Kritiker des Besuchs rechnen aber mit Kosten, die den finanziellen Aufwand der Kirche weit übersteigen.

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