Vorlesen fördert Schulerfolg und sportliche Aktivität
Je mehr einem Kind vorgelesen wird, desto besser entwickelt es sich. Zu diesem Fazit kommt eine repräsentative Studie der Wochenzeitung "Die Zeit", der Deutschen Bahn und der Stiftung Lesen. Vorlesen fördert demnach später nicht nur den Spaß am Selberlesen. Kinder, denen oft vorgelesen wird, sind auch sportlich aktiver und häufig besser in der Schule.
Je mehr einem Kind vorgelesen wird, desto besser entwickelt es sich. Das ergab eine Studie, die damit das Klischee des "sozial isolierten 'Lese-Nerds'" widerlege, sagte Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. (Archivbild)
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Besonders deutlich zeigt sich dies laut Studie in den schulischen Leistungen von Kindern aus Elternhäusern mit einfacher Bildung. In den Fächern Deutsch und Mathematik hätten "Vorlese-Kinder" bis zu 0,4 Notenpunkte bessere Ergebnisse als Kinder, denen nicht vorgelesen wurde. Auch sei der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die mindestens einmal in der Woche Sport treiben, bei ihnen mit 66 Prozent höher als bei jenen Alterskameraden, denen nicht vorgelesen wurde (55 Prozent).
Die Studie widerlege das Klischee des "sozial isolierten 'Lese-Nerds'", erklärte Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. Vielmehr sei Vorlesen "Teil einer ganzheitlichen Erziehung". Vor allem Jungen, die im Schnitt deutlich weniger lesen als Mädchen, profitieren demnach besonders vom Vorlesen. Von den "Vorlese-Jungen" sagen demnach 44 Prozent, dass ihnen Bücherlesen Spaß macht. Bei den Jungen, denen nicht vorgelesen wurde, sind dies nur 24 Prozent. Für die Studie wurden 500 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 19 Jahren nach ihren Vorlese-Erfahrungen befragt.