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Panorama Koch vor Anhörung im DFB-Präsidium gelassen

Die atmosphärischen Störungen in der Führungsriege des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spitzen sich zu. Wegen seines Treffens mit dem ehemaligen Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell steht DFB-Vizepräsident Rainer Koch am Pranger.

Doch der mächtige Chef des Süddeutschen Fußball-Verbandes sieht der Anhörung durch das DFB-Präsidium über die Hintergründe mit großer Gelassenheit entgegen. «Es war kein Alleingang», sagte Koch der Nachrichtenagentur dpa, «das Treffen mit Amerell war im Interesse des DFB. Ich habe Herrn Zwanziger danach davon informiert.»

Das sieht der verärgerte Verbandsboss jedoch anders. «Der DFB legt großen Wert auf die Feststellung, dass unser Präsident Dr. Zwanziger weder im Vorfeld noch im Anschluss von Herrn Koch über dessen Treffen mit Herrn Amerell informiert wurde. Das Treffen wurde dem DFB erst durch einen Medienbericht bekannt und dann auf unsere Rückfrage bei Herrn Koch von ihm bestätigt», teilte der DFB mit.

Laut dpa-Informationen soll der DFB Koch in einem Brief aufgefordert haben, bis zum 15. November schriftlich Stellung zu dem Vorgang zu nehmen. Koch muss zudem auf der nächsten Präsidiumssitzung am 2. Dezember die Details über das Gespräch mit Amerell in der vergangenen Woche offenlegen. Danach soll über seine Zukunft im Führungszirkel des größten Sportverbandes der Welt entschieden werden.

Der Fall Amerell/Kempter sorgt schon länger für Spannungen beim DFB. Das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Zwanziger und Koch wird durch den neuen Vorgang weiter belastet. Zwanziger hatte Koch bereits in der vergangenen Woche in einem Interview der «Rhein-Zeitung« schwer angegriffen.

«Ich habe von der Beziehung Amerell und Kempter nichts geahnt, hätte sie auch nicht für möglich gehalten. Ich war damals für das Schiedsrichterwesen nicht unmittelbar zuständig, dieser Bereich war dem DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch zugeordnet. Ich sehe in dieser Beziehung von Amerell zu jungen Schiedsrichtern und in der Tatsache, dass diese nicht bemerkt wurde, den eigentlichen Skandal», erklärte Zwanziger.

In der neuen Ausgabe der «Sport Bild» legte der DFB-Präsident nach: «Das ist ein sehr schlimmer Schiedsrichter-Skandal. Gerade auch deshalb, weil keiner aus dem Umfeld gemerkt hat oder merken wollte, dass sich hier sexuelle Beziehungen ergeben haben könnten, die aufgrund des Abhängigkeitsverhältnisses für den Schiedsrichter-Obmann eine Amtspflichtverletzung darstellten», wird Zwanziger zitiert.

Koch seinerseits hatte in seiner Funktion als DFB-Verantwortlicher fürs Schiedsrichterwesen «fehlende frühzeitige Informationen» in der Causa Amerell beklagt und seinen Posten im Februar 2010 abgegeben. Der «Sport Bild» erklärte er zu den Gründen für sein Treffen mit Amerell: «Eine Kurzschlussreaktion von Herrn Amerell kann nur durch Kommunikation verhindert werden.»

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