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Deutscher Filmpreis "Halt auf freier Strecke" räumt ab

Der Film "Halt auf freier Strecke" ist der große Gewinner des diesjährigen Deutschen Filmpreises. Das Krebs-Drama gewann insgesamt vier Auszeichnungen - auch die für den besten Film.

Das Krebsdrama "Halt auf freier Strecke" ist der große Gewinner des Deutschen Filmpreises. Das Werk von Regisseur Andreas Dresen erhielt am Freitagabend in Berlin vier Lolas, darunter die Goldene Trophäe für den besten deutschen Film. Drei Lolas gingen an das Neonazi-Drama "Kriegerin" von David Wnendt. Der Shakespeare-Film "Anonymus" von Roland Emmerich gewann sechs Preise in Nebenkategorien. Das DDR-Drama "Barbara" bekam die Silberne Lola für den besten Spielfilm. Der Film von Christian Petzold war mit acht Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen. Die Lola ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro dotiert und die wichtigste Auszeichnung für den deutschen Film.

Der Film "Halt auf freier Strecke" erzählt von einem Familienvater, der an einem Hirntumor stirbt. In der Hauptrolle ist Milan Peschel zu sehen, der als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Otto Mellies wurde bester Nebendarsteller. Der 48-jährige Filmemacher Dresen nahm auch den Preis für die beste Regie entgegen.

Zweite Regie-Lola für Dresen

Für Dresen ist es der zweite Deutsche Filmpreis. 2009 erhielt er bereits für "Wolke 9" die Lola für die beste Regie. Bei den Filmfestspielen Cannes hatte Dresen 2011 mit "Halt auf freier Strecke" den Hauptpreis der renommierten Nebenreihe "Un certain regard" gewonnen.

Für "Kriegerin" gab es die Bronzene Lola für den besten Spielfilm sowie Preise für das beste Drehbuch von Regisseur David Wnendt sowie den Preis für die Hauptdarstellerin, Alina Levshin. Die 27-jährige Levshin war bislang vor allem in Fernsehproduktionen zu sehen und spielt in "Kriegerin" eine junge Frau aus der Neonazi-Szene.

Erfolg für "Anonymus"

Der im Studio Babelsberg bei Berlin gedrehte "Anonymus" mit Vanessa Redgrave und Rhys Ifans holte sich sechs Lolas - allerdings nur in den Nebenkategorien beste Tongestaltung, bester Schnitt, beste Kamera/Bildgestaltung, bestes Maskenbild, bestes Kostümbild und bestes Szenenbild.

Dagmar Manzel erhielt die Lola als beste Nebendarstellerin für ihre Leistung in dem Drama "Die Unsichtbare" von Regisseur Christian Schwochow. Lorenz Dangel wurde in der Kategorie beste Filmmusik geehrt. Er hatte die Originalmusik für den Psycho-Thriller "Hell" von Tim Fehlbaum komponiert.

Ehrenpreis für Ballhaus

Das Familiendrama "Wintertochter" von Johannes Schmid bekam eine Goldene Lola für den besten Kinderfilm. Das Malerporträt "Gerhard Richter Painting" von Corinna Belz wurde mit einer Goldenen Lola für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Der deutsche Hollywood-Kameramann Michael Ballhaus erhielt von der Deutschen Filmakademie den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. "Dieser Preis ist ganz wichtig, denn er kommt aus Deutschland und ich bin mit Leib und Seele auch Deutscher", sagte der 76-Jährige ("Goodfellas", "Departed - Unter Feinden") bei der Annahme der Goldenen Lola. Ballhaus drehte unter anderem 17 Filme mit Regisseur Rainer Werner Fassbinder und sieben mit Martin Scorsese.

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