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Nach Pöbelei im Schulbus 700.000 Dollar für einen Erholungsurlaub

Sie muss sich viel anhören im Schulbus. Sie wird beleidigt, beschimpft und herumgeschubst. Im Nachhinein hat es sich für die 68-jährige Karen Klein gelohnt - dank eines Spendenaufrufs.

In den USA hat ein Spendenaufruf im Internet für eine von halbwüchsigen Teenagern angepöbelte Schulbus-Aufseherin innerhalb eines Monats mehr als 700.000 Dollar (575.000 Euro) erbracht. Das ursprüngliche Spendenziel von 5000 Dollar wurde damit um ein Vielfaches übertroffen, wie nach Schließung der Kampagne zu erfahren war. Max Sidorov aus Toronto hatte im Juni auf der Website indiegogo.com eine Online-Spendenaktion für die 68-jährige Karen Klein gestartet, um ihr einen Erholungsurlaub zu ermöglichen.

Ein zehnminütiges Handy-Video von der Pöbel-Tortur im Internet löste eine regelrechte Spendenflut aus. Auf dem millionenfach angeklickten Mini-Film eines Schülers ist zu sehen, wie 12- und 13-Jährige die achtfache Großmutter während einer Schulbusfahrt in Greece im Bundesstaat New York beschimpfen und wegen ihrer Frisur, ihres Gewichts und ihres Hörgeräts verhöhnen. Einige Schüler machen obszöne Gesten, lachen Klein aus und schubsen sie herum, während diese versucht, die Belästigungen ihrer Schutzbefohlenen so gut wie möglich zu ignorieren.

Eine Sprecherin von indiegogo.com sagte, mehr als 32.000 Menschen aus 84 Ländern und allen 50 US-Bundesstaaten hätten mit größeren und kleineren Beträgen zu der Aktion beigetragen. Die Gesamtsumme sei mehr als 45 Mal so hoch wie Kleins Jahresgehalt. Sidorov hatte im vergangenen Monat im US-Fernsehsender ABC News erklärt, er sei früher einmal selbst gemobbt worden. "Ich weiß, wie sich das anfühlt, und niemand sollte das durchmachen müssen", fügte er hinzu. Klein zeigte sich ihrerseits überwältigt von dem Zuspruch und kündigte an, einen Teil des Geldes zu spenden.

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