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"Linie überschritten" Royals klagen gegen Busenbilder

Das britische Königshaus lässt auf seine Wut Taten folgen. Nach der Veröffentlichung der Oben-Ohne-Fotos von Prinz Williams Ehefrau Kate geht das Ehepaar nun rechtlich gegen das Klatschblatt vor.

Der britische Prinz William und seine Ehefrau Kate gehen mit rechtlichen Schritten gegen die Veröffentlichung von Oben-Ohne-Fotos von Kate in einem französischen Klatsch-Magazin vor. Sie reichten einen Eilantrag bei einem Gericht in Nanterre bei Paris ein, um eine Weiterverbreitung der Fotos zu unterbinden, wie es aus informierten Kreisen verlautete. Beide werfen dem Magazin "Closer" einen "Eingriff in das Privatleben" vor.

Die französische Ausgabe der auch in Deutschland und Großbritannien erscheinenden Zeitschrift "Closer" hatte zuvor Fotos veröffentlicht, die Kate nur mit einer Bikinihose bekleidet während eines Urlaubs Anfang September mit William in Südfrankreich zeigen. Das Magazin druckte eines der insgesamt 15 Fotos auf der Titelseite ab und die anderen auf fünf weiteren Seiten.

William und Kate "verlangen, dass dieser Eingriff in das Privatleben unterbunden wird", hieß es aus den informierten Kreisen. Keine Angaben wurden darüber gemacht, in welcher Höhe William und Kate womöglich auf Schadenersatz klagen könnten. Ein Richter in Nanterre wird sich am Montag mit dem Eilantrag des Paares befassen.

Böse Erinnerungen werden wach

Der Abdruck der Bilder sei "grotesk und völlig ungerechtfertigt", erklärte das Büro von William und Kate im Londoner St.-James-Palast. Das Paar sei "sehr traurig" gewesen, als es von der Veröffentlichung erfahren habe. Angesichts der Parallelen zur ständigen Jagd von Paparazzi auf Bilder von Williams Mutter Diana seien "der Herzog und die Herzogin umso mehr verstört".

Prinzessin Diana wurde zu Lebzeiten massiv von Paparazzi verfolgt. Sie kam 1997 bei einem Verkehrsunfall in Paris ums Leben, ihr Auto wurde auch zum Zeitpunkt des Unglücks von Fotografen verfolgt. Ein Palastvertreter sagte mit Blick auf die Ereignisse damals, die Foto-Veröffentlichung im Magazin "Closer" werfe das britische Königshaus "um 15 Jahre zurück".

Spöttisch schrieb das Magazin dazu: Prinz "Harry hat die Mode vorgegeben: Bei den Windsors zieht man sich jetzt aus". Der Bruder von William hatte jüngst mit Nacktfotos für Schlagzeilen gesorgt. Die pikanten Bilder zeigten den jüngeren Sohn des britischen Thronfolgers Prinz Charles nackt mit einer unbekleideten Frau am Rande eines "Strip Billiard"-Spiels in einem Hotelzimmer in Las Vegas.

"Moment der Intimität"

William und Kate hätten geglaubt, einen "Moment der Intimität in einem abgelegenen Haus" zu verleben, erklärte deren Büro. "Es ist unschicklich, dass solche Fotos gemacht und auch noch veröffentlicht werden konnten." Der Palast werde seine Anwälte konsultieren, "um zu sehen, welche Möglichkeiten es gibt". Aus dem Umfeld der britischen Königsfamilie verlautete, William und Kate fühlten "Wut und Ungläubigkeit" über die Veröffentlichung. "Wir gehen davon aus, dass die Bilder echt sind. Wir denken, dass eine rote Linie überschritten wurde." Der Sprecher von Regierungschef David Cameron sagte, das Paar habe "Anrecht auf eine Privatsphäre".

Die Redaktionschefin von "Closer", Laurence Pieau, sagte dagegen, die Bilder seien "überhaupt nicht schockierend". "Sie zeigen eine junge Frau, die sich oben ohne sonnt, so wie es Millionen von Frauen am Strand tun." Sie betonte zudem, die Terrasse der in der Provence gelegenen Villa, auf der Kate fotografiert wurde, sei "von der Straße aus sichtbar". Pieau zufolge hat "Closer" die körnigen Bilder bislang "weltexklusiv". Medienberichten zufolge waren die Bilder auch britischen Zeitungen angeboten worden, die einen Abdruck aber ablehnten.

Die Oben-Ohne-Geschichte platzte mitten in einen Aufenthalt von William und Catherine in Malaysia. Die Reise durch mehrere Commonwealth-Staaten findet anlässlich des 60. Thronjubiläums von Queen Elizabeth II. statt.

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