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"Sandy" im Liveticker New Yorker Flughäfen öffnen wieder

Wirbelsturm "Sandy" hat an der US-Ostküste eine breite Spur der Verwüstung hinterlassen. Vielerorts kam es zu schweren Überschwemmungen. Unser Ticker informiert über die neuesten Entwicklungen.

+ 13:26 Uhr + New Yorker Flughäfen JFK und Newark öffnen wieder

Nach dem Durchzug des Hurrikans "Sandy" haben die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und Newark Liberty am Mittwoch den Betrieb wieder aufgenommen. Um 07.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) wurden die Airports wieder geöffnet. Die Zahl der Flüge sei jedoch zunächst noch eingeschränkt, erklärte die zuständige New Yorker Behörde. Passagiere sollten sich mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen um zu klären, ob ihr gebuchter Flug auch tatsächlich startet.

+ 12:40 Uhr + Ölpreise erholen sich - US-Raffinerien laufen wieder

Die Ölpreise haben am Mittwoch nach dem Abzug des Hurrikans "Sandy" von der Ostküste der USA zu einer Erholung angesetzt. Ein Barrel Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete im Mittagshandel 109,64 US-Dollar. Das waren 56 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 74 Cent auf 86,42 Dollar.

+ 12:39 Uhr + New Yorks Bürgermeister läutet Eröffnungsglocke der Börse

Es ist ein Zeichen, dass New York langsam zur Normalität zurückfindet: Nach zwei Tagen Unterbrechung nimmt die Börse an der Wall Street am Mittwoch den Betrieb wieder auf. Bürgermeister Michael Bloomberg wird die Eröffnungsglocke läuten. Das Gebäude und der berühmte Handelssaal waren von den Fluten nach dem Durchzug von Wirbelsturm "Sandy" verschont geblieben, Notstromgeneratoren liefern Energie.

+ 12:32 Uhr + Air Berlin nimmt Flüge nach New York wieder auf

Die Fluggesellschaft Air Berlin nimmt ihre Flüge von Berlin und Düsseldorf nach New York wieder auf. Nach Auskunft einer Sprecherin sollten die Maschinen am Mittwoch planmäßig starten. Von beiden Städten gibt es demnach täglich einen Flug in die amerikanische Metropole. Schwierig könnten allerdings noch Weiterflüge innerhalb der USA werden, teilte die Sprecherin mit. Dies hänge mit der Partnergesellschaft American Airlines zusammen. Passagiere könnten kostenlos umbuchen.

+ 11:44 Uhr + Papst betet für die Opfer des Jahrhundertsturms

Papst Benedikt XVI. betet für die Opfer des Jahrhundertsturms "Sandy". Benedikt drückte am Mittwoch in Rom gleichzeitig seine Solidarität mit allen Helfern aus, die im Osten der USA jetzt mit Wiederaufbauarbeiten beschäftigt sind. Der Papst wandte sich während der Generalaudienz auf dem Petersplatz in Englisch an die angelsächsischen Pilger.

+ 11:20 Uhr + Bloomberg besucht zerstörten Stadtteil Queens

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat den von "Sandy" besonders hart getroffenen Stadtteil Queens besucht. Bloomberg war erkennbar fassungslos: Die Gegend erinnert zurzeit eher an ein Nachkriegsszenario.

+ 09:46 Uhr + "Sandy" sorgt für Halloween-Chaos

Sturm "Sandy" hat mit seinen verheerenden Schäden auch die Pläne vieler Amerikaner an der Ostküste für ihr Halloween-Fest durcheinandergewirbelt. Die große New Yorker Halloween-Parade, zu der am Abend im Viertel Greenwich Village rund 40.000 Menschen erwartet worden waren, wurde zum ersten Mal in ihrer fast 40-jährigen Geschichte abgesagt.

+ 09:12 Uhr + New Yorker Marathon soll stattfinden

Ungeachtet der Verwüstungen durch Supersturm "Sandy" mit 18 Todesopfern allein in New York halten die Organisatoren des New Yorker Marathons an den Planungen für den Lauf am kommenden Sonntag fest. Der Marathon sei ein Symbol für die Vitalität und Widerstandskraft der Stadt, erklärte Organisationschefin Mary Wittenberg.

+ 08:21 Uhr + Berichte über Plünderungen in New York

Nach dem Wirbelsturm "Sandy" gibt es jetzt erste Berichte über Plünderungen in New York. Die Polizei habe in den Stadtteilen Brooklyn and Queens mehrere Menschen unter anderem wegen des Verdachts von Plünderungen festgenommen, berichtete die Zeitung "Wall Street Journal" in ihrer Online-Ausgabe. Die Festnahmen seien in Gegenden erfolgt, die durch die Fluten besonders betroffen seien. Dort seien Polizeistationen evakuiert worden. Insgesamt war von 13 Festnahmen die Rede.

+ 07:32 Uhr + Erneut Flugausfälle in Frankfurt

Wegen des Wirbelsturms "Sandy" sind am Mittwoch am Frankfurter Flughafen erneut mehrere Flüge von und an die amerikanische Ostküste gestrichen worden. Betroffen waren vor allem Verbindungen von und nach New York, da am John F. Kennedy Flughafen (JFK) nur nach vorheriger Koordination An- und Abflüge möglich seien, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport in Frankfurt. Aber auch zwei Flüge ab Washington sowie ein Flug ab Philadelphia waren von der Streichung betroffen.

+ 07:14 Uhr + Immer mehr Tote durch "Sandy"

Die Zahl der Toten durch den Wirbelsturm "Sandy" in den USA steigt nach Medienberichten weiter an. Allein in der Stadt New York seien jetzt 22 Opfer registriert, berichtete die "New York Times". Insgesamt gebe es in den Sturmregionen bis zu 50 Tote, heißt es in anderen Quellen.

+ 05:14 Uhr + Größter New Yorker Flughafen öffnet wieder

Nach dem Durchzug des Wirbelsturms "Sandy" öffnet der größte Flughafen in New York wieder für den Verkehr. Der Flugbetrieb auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen solle am Mittwochmorgen wieder aufgenommen werden, berichtet der TV-Sender CNN.

+ 05:10 Uhr + Erste Schätzungen: 20 Milliarden Dollar Schaden

Der Wirbelsturm "Sandy" hat nach ersten Schätzungen von Ökonomen Sachschäden in Höhe von bis zu 20 Milliarden Dollar verursacht. Die endgültige Summe könnte allerdings noch wesentlich höher liegen, wenn etwa Einnahmeausfälle von Unternehmen mitgerechnet werden, berichtete der TV-Sender CNN. Besonders schwer sind die Bundesstaaten New Jersey und New York betroffen, wo zahlreiche Gebäude, Straßen sowie Stromleitungen zerstört oder schwer beschädigt wurden.

+ 03:49 Uhr + Obama macht Druck wegen Stromausfällen

US-Präsident Barack Obama macht Druck auf Elektrizitätsunternehmen, damit nach Wirbelsturm "Sandy" Millionen bald wieder Strom haben. Bei einem Treffen mit Chefs von Energiefirmen im Weißen Haus habe er betont, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung oberste Priorität habe, teilte das Weiße Haus mit. An dem Treffen habe auch Energieminister Stephen Chu sowie der Chef des Katastrophenschutzes FEMA, Craig Fugate, teilgenommen.

+ 03:12 Uhr + Erstmals seit 39 Jahren keine Halloween-Parade in New York

Erstmals seit 39 Jahren wird es am 31. Oktober keine Halloween-Parade in New York geben. Der traditionelle Marsch sei nach dem Durchzug des Wirbelsturms "Sandy" von der Katastrophenschutzbehörde der Stadt und der Polizei abgesagt worden, teilten die Organisatoren auf ihrer Website mit. Jedes Jahr zieht das Spektakel zehntausende verkleidete Menschen an.

+ 00:29 Uhr + Bloomberg: New York am Mittwoch "back to business"

Zwei Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm "Sandy" soll das Leben am Mittwoch in New York wieder halbwegs normal verlaufen. "New York ist morgen wieder im Geschäft", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg am Dienstagabend im Rathaus in Manhattan. Allerdings schränkte er ein: "Das gilt zumindest da, wo Strom ist." Etwa 750.000 Menschen waren zu der Zeit noch von der Elektrizität abgeschnitten. In den 76 Notunterkünften der Stadt würden noch 6400 Menschen ausharren. "Wir tun alles, um Ihr Los zu erleichtern."

+ 21:02 Uhr + "Sandy" nimmt Kurs auf Kanada

Nach seinem verheerenden Zug über Teile der US-Ostküste nimmt der abgeschwächte Sturm "Sandy" weiter Kurs auf Kanada. Bevor er dort morgen eintreffe, könne er noch zu Überflutungen des Lake Michigan im nördlichen Mittelwesten USA sorgen, sagte der Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrum, Rick Knabb. Auch an der Küste des Staates Maine könne es wegen starker Winde zu Hochwasser kommen. Teilweise seien in bereits betroffenen Staaten weiter südlich neue Überflutungen möglich.

"Ich will nicht, dass irgendjemand denkt, dass das Wetter-Ereignis vorbei ist", warnte Knabb. Es handele sich immer noch um ein großes Sturmsystem mit starken Böen. In Bergregionen in West Virginia müsse zudem weiter mit starken Schnefall gerechnet werden.

+ 20:12 Uhr + Obama kündigt Besuch in New Jersey an

US-Präsident Barack Obama hat die Folgen der Sturmkatastrophe an der amerikanischen Ostküste als "herzzerreißend" bezeichnet. Seine Regierung werde alles dafür tun, den Geschädigten des Unwetters und der Überflutungen zu helfen, sagte er bei einem Besuch der Zentrale des Roten Kreuzes in Washington. Zugleich teilte das Weiße Haus mit, dass der Präsident am Mittwoch nach New Jersey reisen werde, um sich gemeinsam mit dem Gouverneur des Staates, Chris Christie, ein Bild von der Lage zu machen.

Seine "wichtigste Mitteilung" an die Opfer sei, "dass Amerika an Eurer Seite steht", meinte Obama laut anwesenden Reportern in einer zehnminütigen Ansprache vor Mitarbeitern der Hilfsorganisation. Den lokalen Behörden versprach der Präsident unbürokratische Hilfe. "Wir werden uns so sehr anstrengen, wie wir können." Zugleich rief er die Öffentlichkeit auf, für das Rote Kreuz zu spenden. Die Koordination zwischen den nationalen Rettungsbehörden, den Staaten und den lokalen Politikern nannte er "herausragend".

+ 19:40 Uhr + Zahl der Flugausfälle steigt auf über 16.000

"Sandy" hat den Flugverkehr in Teilen der USA und bis nach Übersee lahmgelegt. Seit Samstag seien 16.271 Flüge ausgefallen, berichtete das Flugportal Flightstats. Die meisten Ausfälle gab es demnach am Montag, als der Sturm über die Ostküste hinwegfegte. Neben den drei großen Flughäfen in und um New York City waren vor allem die Flughäfen in Philadelphia, Boston und Washington betroffen. Auch am Mittwoch wird mit Ausfällen und Verspätungen gerechnet wegen Schäden, die Sturm und Fluten angerichtet haben. Viele Reisende sitzen fest.

+ 19:00 Uhr + 60 Menschen stranden auf Insel vor New York

Rund 60 Menschen sind nach Durchzug des Wirbelsturms "Sandy" auf einer kleinen Insel vor New York gestrandet. Sie hätten sich nicht an den Evakuierungsbefehl gehalten, berichteten US-Medien. Das Trinkwasser auf der Insel Fire Island vor Long Island nahe New York sei verschmutzt, Strom gebe es keinen. Zahlreiche Häuser seien davongeschwemmt worden. Berichte über Tote und Verletzte gab es nach Behördenangaben aber zunächst nicht. Die Küstenwache versuche, die Menschen von der Insel zu retten.

+ 18:30 Uhr + New Yorker Börse nimmt Handel wieder auf

Die New Yorker Börse NYSE wird nach zwei Tagen Pause am Mittwoch den Handel wieder aufnehmen. Das Gebäude haben durch den Hurrikan "Sandy" keine Schäden davon getragen, teilte die NYSE mit.

+ 17:44 Uhr + Mehrere US-Atomreaktoren vom Netz

Als Folge des Wirbelsturms "Sandy" sind an der US-Ostküste gleich mehrere Atomreaktoren im Bundesstaat New Jersey vom Netz genommen worden. Betroffen seien die Reaktoren Salem 1 in Hancocks Bridge, Nine Mile Point 1 in Scriba und Indian Point 3 in Buchanan, teilte die Atomaufsichtsbehörde NRC mit. Ursache seien Probleme mit der internen Stromversorgung als Folge des Hurrikans.

Der älteste Reaktor des Landes, Oyster Creek, war bereits vor dem Sturm abgeschaltet worden. Im Kühlwasser-Reservoir des Kraftwerks sei der Wasserstand durch die reguläre Flut, die Windrichtung und das Hochwasser deutlich gestiegen. Alle Reaktoren seien weiter in einem sicheren Zustand, hieß es.

+ 17:04 Uhr + US-Wahlkampf: Obama setzt den dritten Tag aus

US-Präsident Barack Obama wird wegen des Wirbelsturms "Sandy" am Mittwoch den dritten Tag in Folge keinen Wahlkampf führen. Obama werde in Washington bleiben, um die Rettungsarbeiten rund um "Sandy" im Blick zu haben, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Eigentlich wollte Obama am Mittwoch in Ohio Wahlkampf machen. Schon am Montag und am Dienstag hatte er solche Veranstaltungen wegen des Sturms abgesagt. Wahltag in den USA ist der 6. November. In Umfragen lagen Obama und sein Herausforderer Mitt Romney Kopf an Kopf.

+ 16:54 Uhr + Zahl der Toten auf mindestens 33 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer durch den Wirbelsturm "Sandy" ist in den USA auf mindestens 33 gestiegen. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur AP berichtet, kamen besonders viele Menschen durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume ums Leben.

+ 16:28 Uhr + Mindestens 10 Sturm-Tote allein in New York

Mindestens zehn Menschen sind allein in New York beim Durchzug von Wirbelsturm "Sandy" ums Leben gekommen. Das sagte Bürgermeister Michael Bloomberg auf einer Pressekonferenz. Der Sturm hatte in der Millionen-Metropole massive Schäden angerichtet und das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Die New Yorker Verkehrsbetriebe sprachen von der schwersten Zerstörung in der 108-jährigen Geschichte der U-Bahn.

+ 15:41 Uhr + Sturm "Sandy" legt tausende Internetseiten lahm

Der schwere Wirbelsturm "Sandy" hat an der US-Ostküste zahlreiche Rechenzentren betroffen und dadurch weltweit tausende Internetseiten lahmgelegt. "Tausende, vielleicht sogar zehntausende Websites jeder Größe und überall auf der Welt sind nicht aufrufbar", sagte ein Verantwortlicher eines europäischen Telekommunikationsunternehmens. "Sandy" hat an der Ostküste der USA zu massiven Stromausfällen und Überschwemmungen geführt. In der Region liegen nach Angaben der Internetseite Datacentermap rund 150 Rechenzentren, in denen große Server untergebracht sind.

+ 15:30 Uhr + Wall Street weiter geschlossen

Die US-Börsen bleiben wegen "Sandy" weiter geschlossen. Weil der Nahverkehr stillsteht, können die Händler nicht zur Arbeit kommen. Zudem liegt die Wall Street in einer Gegend, die überflutungsgefährdet ist. Ob die Börsen am Mittwoch wieder öffnen, ist zurzeit noch offen. Zuletzt war die Wall Street 1985 wegen eines Sturmes ("Gloria") geschlossen geblieben

+ 15:26 Uhr + US-Börsen möglicherweise auch am Mittwoch geschlossen

Angesichts der verheerenden Schäden durch den Sturm "Sandy" könnten die US-Börsen auch am Mittwoch geschlossen bleiben. Die Entscheidung darüber solle am Dienstagvormittag (Ortszeit) fallen, sagte ein Insider. Die Vertreter der Handelsplätze berieten über die nächste Schritte. Es wäre der dritte Tag in Folge ohne Präsenz- oder elektronischen Handel an der Wall Street.

+ 15:26 Uhr + Peinlich: Groupon bietet "Dinner im Dunkeln" an

Peinlicher Ausrutscher für Groupon: Das Verkaufsportal hat als "Deal des Tages" speziell für die Stadt New York ein "Dinner im Dunkeln" angeboten - am Tag, an dem Hunderttausende New Yorker ohne Strom waren. "Beleben Sie Ihre Sinne, indem Sie einen ausschalten", hieß es in der Werbung für das Angebot.

+ 15:12 Uhr + U-Bahn in Washington fährt bald wieder

Nach dem Durchzug von Wirbelsturm "Sandy" sollen in Washington U-Bahnen und Busse bald wieder fahren. Auf einige Linien solle der Verkehr bereits Dienstag ab 14 Uhr (19 MEZ) wieder beginnen. Mittwochmorgen solle alles wieder normal laufen, teilten die Verkehrsbetriebe der Hauptstadt mit. Züge und Busse hatten am Montagmorgen den Dienst eingestellt.

+ 14:26 Uhr + Sturm "Sandy" zieht weiter Richtung Norden

Nach den verheerenden Sturmschäden an der Ostküste der USA zieht Wirbelsturm "Sandy" weiter in Richtung Norden. Dabei schwäche sich der Sturm nur langsam ab. Es gebe auch am Dienstag nach wie vor Windgeschwindigkeiten von knapp 100 Stundenkilometern, berichtete ein Meteorologe des TV-Senders CNN. In den Höhenlagen der Appalachen falle Schnee. Größere neue Schäden wurden allerdings zunächst nicht gemeldet.

+ 13:53 Uhr + Atommeiler Salem 1 in New Jersey wegen "Sandy" abgeschaltet

Der Atommeiler Salem 1 am Delaware River im US-Bundesstaat New Jersey ist im Zusammenhang mit dem schweren Wirbelsturm "Sandy" abgeschaltet worden. Wie der Betreiberkonzern PSEG mitteilte, waren zuvor vier der sechs Wasserkreislaufpumpen ausgefallen. Der Nachbarreaktor in Hancocks Bridge arbeite normal.

+ 13:43 Uhr + Frankreich bietet USA Hilfe wegen Wirbelsturms an

Die Regierung in Paris hat den USA wegen der Zerstörungen durch den Wirbelsturm "Sandy" jede erdenkliche Hilfe angeboten. Außenminister Laurent Fabius brachte in Paris seine Solidarität mit der Bevölkerung in den USA zum Ausdruck, die wie zuvor die Menschen in der Karibik "besonders schwierige Stunden" durchleben müssten.

+ 13:37 Uhr + Klärwerk läuft über und verseucht Fluss

In Maryland läuft eine Aufbereitungsanlage für Abwasser über und verseucht den Little Patuxent River. Laut "Washington Post" laufen fast 8 Millionen Liter Abwasser pro Stunde aus. Die Behörden leiteten zunächst keine Gegenmaßnahmen ein, weil die Helfer andernorts ebenfalls gebraucht werden.

+ 13:23 Uhr + Sturm hält Kreuzfahrtpassagiere in New York fest

Der Wirbelsturm "Sandy" hält auch Kreuzfahrtpassagiere aus Deutschland länger in New York fest als geplant. Wie ein Sprecher des Rostocker Kreuzfahrtunternehmens AIDA Cruises sagte, warten dort noch etwa 70 Passagiere auf einen Rückflug in die Heimat. Sie seien in Hotels untergebracht und würden von AIDA-Mitarbeitern betreut. Medienberichten zufolge waren Reisegäste unter anderem aus Rostock und Minden (Nordrhein-Westfalen) von dem Zwangsaufenthalt betroffen. Sie sollen aller Voraussicht nach am Mittwoch den Heimflug antreten.

+ 13:21 Uhr + Mann ist "Sandys größter Idiot"

New Yorker Medien haben einen Mann, der mitten im Wirbelsturm "Sandy" mit seinem Jet-Ski im Hafen herumgefahren ist zu "Sandys größtem Idioten" gekürt. "Der Typ muss völlig irre sein", sagte eine Reporterin des Senders NBC. Etwa eine Stunde, bevor "Sandy" auf Land traf, kreiste der Mann vergnügt durch die hohen Wellen.

+ 13:15 Uhr + Verkehr in der Hauptstadt Washington weiter lahmgelegt

Als Folge des Wirbelsturms «Sandy» bleibt auch die US-Hauptstadt Washington im Ausnahmezustand. U-Bahn, Busse und andere öffentliche Verkehrsmittel waren zunächst weiterhin außer Betrieb. Zunächst müssten Einsatzteams das Ausmaß des Schadens ermitteln, heißt es von der Verkehrsbehörde. Die Bundesbehörden, die Stadtverwaltung sowie die meisten Schulen blieben am Dienstag einen weiteren Tag geschlossen.

+ 12:30 Uhr + Bisher keine deutschen Wirbelsturm-Opfer gemeldet

Das Auswärtige Amt hat bisher keine Informationen darüber, dass Deutsche durch den Wirbelsturm "Sandy" getötet oder verletzt worden sind . Das sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen bei dem Sturm in den USA und Kanada mindestens 16 Menschen ums Leben.

+ 12:21 Uhr + "Sandy" legt Webseite der "Huffington Post" lahm

Hurrikan "Sandy" hat am Dienstag die Webseite der US-Onlinezeitung "Huffington Post" vom Netz gefegt. "Wir haben technische Probleme nach einem Stromausfall. Wir arbeiten daran, die Seite wieder online zu stellen. Der Newsroom beobachtet "Sandy" weiter", twitterte die Redaktion. Die "Huffington Post" berichtete am Dienstag per Twitter weiter über den Wirbelsturm.

+ 12:14 Uhr + Experten warnen vor Überschwemmungen

Der Tropensturm "Sandy" wird auf seinem Weg nach Norden zu einer Art von "kaltem Hurrikan". Der Sturm, der sich am Dienstag deutscher Zeit abschwächte und zunächst keine Hurrikan-Stärke mehr hatte, bleibe gefährlich, sagten Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Er bringe der US-Ostküste auch Unmengen an Niederschlag. Bis zum Mittwoch seien 300 bis 400 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zu erwarten - das sei innerhalb von drei Tagen die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags in Deutschland in einem ganzen Jahr, sagte Dorothea Paetzold.

+ 12:03 Uhr + "Sandy" schwächt sich auf dem Weg ins Landesinnere ab

Nach seinem Zerstörungszug an der US-Ostküste hat der Wirbelsturm "Sandy" am Dienstag an Stärke nachgelassen. Auf seinem Weg ins Landesinnere hatten die Windböen noch Geschwindigkeiten von 105 Stundenkilometern, wie das in Miami ansässige Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte. Laut nationaler Wetterbehörde befand sich das Auge des Sturms um 10.00 Uhr MEZ 145 Kilometer westlich der Stadt Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania.

+ 11:54 Uhr + New York City weiterhin eine Geisterstadt

Die Gebäude und Straßen am Ufer des Hudson River im Bundesstaat New Jersey sind weiter dunkel. Der öffentliche Nahverkehr in New York City ruht immer noch. Weder Busse noch U-Bahnen fahren. Nur wenige Autos sind unterwegs. Die Fluten ziehen sich dagegen langsam zurück.

+ 11:30 Uhr + Damm im US-Bundesstaat New Jersey gebrochen

Die vom Wirbelsturm "Sandy" ausgelösten Überschwemmungen haben im Norden des Bundesstaates New Jersey am Dienstag einen Dammbruch ausgelöst. Die Wassermassen bedrohten nahe gelegene Städte, wie der Polizeichef der Ortschaft Little Ferry im Sender CNN sagte. Rettungskräfte brachten demnach Anwohner aus Häusern in Sicherheit.

+ 11:27 Uhr + Obama ruft Notstand für New York und New Jersey aus

US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag für die vom Hurrikan «Sandy» schwer getroffenen Bundesstaaten New York und New Jersey den Notstand ausgerufen. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Die Entscheidung ermöglicht es den vom Sturm Betroffenen, Bundesgelder zu beantragen, etwa für den Wiederaufbau ihrer Häuser oder für die Unterbringung in Ersatzwohnungen.

+ 11:19 Uhr + "Sandy" legt Öl-Raffinerien an Ostküste lahm

Der Wirbelsturm "Sandy" hat die Versorgung der US-Ostküste mit Benzin, Diesel und Flugzeug-Treibstoff nahezu lahmgelegt. Die Raffinerien an der Ostküste drosselten ihre Kapazitäten um beinahe 70 Prozent, wie die Betreiber am späten Montagabend mitteilten, als "Sandy" auf die Ostküste traf. Zudem sollte die Colonial Pipeline, die die Ostküste mit den Raffinerien an der Golfküste verbindet, auf ihrer Hauptverbindung nach Philadelphia und New York City geschlossen werden. Außerdem haben die meisten großen Häfen entlang des betroffenen Ostküstenabschnitts ihren Betrieb eingestellt. Rund eine Million Barrel täglich werden über die Häfen importiert.

+ 09:52 Uhr + Zahlreiche Häuser in New York abgebrannt

in Großbrand hat im New Yorker Stadtteil Queens dutzende Häuser zerstört. Wie die Feuerwehr am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, wurden mehr als 50 Häuser vollständig zerstört. Ob der Großbrand im Zusammenhang mit dem Hurrikan «Sandy» stand, der die US-Ostküste in der Nacht zum Dienstag heimsuchte, wurde nicht mitgeteilt. Die Feuerwehr war zunächst nicht zu erreichen.

+ 08:51 Uhr + Zahl der Todesopfer steigt auf 16

Der Monstersturm Sturm "Sandy" hat an der Ostküste der USA und in Kanada bis zum frühen Dienstagmorgen mindestens 16 Menschen das Leben gekostet. Die Todesopfer wurden aus New Jersey, New York, Maryland, North Carolina, West Virginia, Pennsylvania und Connecticut gemeldet. Einige der Opfer wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. In Toronto wurde eine Frau von einem herabstürzenden Schild tödlich verletzt.

+ 08:44 Uhr + Millionen Menschen ohne Strom

Das öffentliche Leben in Millionenmetropolen wie New York, Washington und Philadelphia kommt zum Erliegen. Laut CNN waren 6,5 Millionen Menschen in mehreren US-Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington von Stromausfällen betroffen.

+ 07:55 Uhr + Immer mehr Tote durch "Sandy"

Die Zahl der Todesopfer des Wirbelsturms "Sandy" ist nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN auf 13 gestiegen. Wie CNN am Dienstagmorgen meldete, traf ein Ast nach Polizeiangaben im US-Staat Pennsylvania einen achtjährigen Jungen und tötete ihn. Zuvor waren schon bei New York zwei Kinder in einem Haus von einem herabstürzenden Ast erschlagen worden.

+ 07:31 + Schäden von bis zu 20 Milliarden US-Dollar durch "Sandy"

Wirbelsturm "Sandy" hat bei seinem Aufprall auf die Ostküste der USA laut einer ersten Expertenschätzung Schäden von bis zu 20 Milliarden US-Dollar angerichtet. Die Versicherungsbranche dürfte davon 5 bis 10 Milliarden Dollar zu tragen haben, teilte der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister Eqecat in der Nacht zum Dienstag in Oakland mit. Den volkswirtschaftlichen Schaden schätzen die Experten auf 10 bis 20 Milliarden Dollar.

+ 07:05 Uhr + Flüge wegen "Sandy" abgesagt

Wegen des Wirbelsturms "Sandy" sind am Frankfurter Flughafen am Dienstag erneut mehrere Flüge in die USA gestrichen worden. Zunächst wurden neun Abflüge verschiedener Fluggesellschaften abgesagt, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport der dpa sagte. Außerdem würden elf Flüge von der amerikanischen Ostküste nach Frankfurt nicht durchgeführt. Betroffen seien die Flughäfen in New York, Washington, Boston und Philadelphia.

+ 06:58 Uhr + Explosion in New Yorker Umspannwerk

In der Nacht des Wirbelsturms "Sandy" hat es in einem New Yorker Umspannwerk eine Explosion gegeben. Bilder zeigten einen gewaltigen Feuerball aus der Anlage in der Lower East Side von Manhattan am späten Montagabend (Ortszeit). Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt. Auch Berichte über eingeschlossene Arbeiter bestätigte der Stromversorger ConEdison nicht.

+ 06:17 Uhr + Hochwasser strömt in New Yorker U-Bahn und Straßentunnel

In der US-Metropole New York strömt das Hochwasser auch in die U-Bahn-Schächte. Der Fernsehsender CNN zeigte am Montagabend (Ortszeit) einen überschwemmten Metro-Eingang. Die Verkehrsbehörde MTA bestätigte erste Berichte, wonach die Tunnel unter dem East River betroffen seien. Man wisse aber noch nicht, wie hoch das Wasser unter der Erde angestiegen sei, hieß es. Andere Sender berichteten, dass das Wasser 1,20 Meter hoch in den Tunneln stehe.

Der Battery-Tunnel, Nordamerikas längster Straßentunnel, lief ebenfalls voll Wasser. Er liegt unter dem East River und verbindet den Stadtteil Manhattan über drei Kilometer mit Brooklyn. Auch am Ground Zero, wo einst die Türme des World Trade Centers standen, strömte Wasser in eine Baugrube.

+ 04:50 Uhr + "Sandy" verursacht Zwischenfall in US-Atomkraftwerk

Der schwere Wirbelsturm «Sandy» hat einen Zwischenfall in einem Atomkraftwerk im US-Bundesstaat New Jersey verursacht. Wie die US-Atomaufsichtsbehörde NRC am späten Montagabend (Ortszeit) mitteilte, löste ein Anstieg des Pegels im Kühlwasser-Reservoir des Meilers Oyster Creek ein Alarmsignal aus. Eine Gefahr für die Sicherheit habe nicht bestanden. Das Kraftwerk war wegen des herannahenden Unwetters zuvor abgeschaltet worden.

+ 01:20 Uhr + New Yorker Stadtautobahnen komplett überflutet

Die beiden New Yorker Stadtautobahnen um Manhattan sind vom Wirbelsturm "Sandy" komplett überflutet worden. Am Montagabend (Ortszeit) stand das Wasser knietief auf den sechs Spuren des Franklin D. Roosevelt Drive direkt am East River. Auch der West Side Drive wurde vom Wasser des Hudson überschwemmt.

+ 01:10 Uhr + Wirbelsturm auf US-Küste getroffen

Der Wirbelsturm "Sandy" ist am Montagabend (Ortszeit) auf die Küste der USA getroffen. Nach Angaben des Hurrican Centers erreichte er im südlichen New Jersey die Küste.

+ 01:00 + Auge von Wirbelsturm kurz vor Küste New Jerseys

Das Zentrum des Hurrikans “Sandy” sollte in der Nacht zu Dienstag gegen 01.00 MEZ auf die US-Ostküste treffen. Das National Hurricane Center teilte am Montagabend (Ortszeit) mit, dass das Auge des Wirbelsturms innerhalb der nächsten Stunde die Küste des Bundesstaats New Jersey erreichen werde.

+ 00:50 Uhr + Mehrstöckiges Haus in New York zusammengebrochen

Die Ausläufer des Sturms “Sandy” haben in New York ein mehrstöckiges Haus teilweise zusammenkrachen lassen. Das Gebäude im Stadtteil Chelsea im südwestlichen Teil von Manhattan sei eingestürzt, meldete die New Yorker Feuerwehr am Montagabend (Ortszeit) über den Kurznachrichtendienst Twitter.

+ 00:40 Uhr + Millionen ohne Strom

Nach Angaben von Versorgungsunternehmen sind mehr als 2,2 Millionen Menschen in 11 Bundesstaaten und den District of Columbia aufgrund des Sturms “Sandy” ohne Strom.

+ 00:20 Uhr+ “Sandy” nur noch ein schwerer Sturm

Während “Sandy” immer noch mit Windgeschwindigkeiten von 85 Meile in der Stunde über die amerikanische Ostküste fegt, wird “Sandy” nicht mehr als ein Hurrikan kassifiziert, berichtete das National Hurricane Center kurz nach Mitternacht in einem Update. Die Agentur begründete die Rückstufung zu einem Sturm, da "Sandy beginnt seine tropischen Eigenschaften zu verlieren."

+ 00:10 Uhr + “Sandy” verursacht ein Flugchaos in den USA

Wegen des Sturms wurden am Montag über 7.700 Flüge in den Vereinigten Staaten gestrichen, meldete die Flug-Tracking-Service <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.flightstats.com/go/Home/home.do" xlink:show="new" xlink:type="simple">FlightStats.com</a>. Mehr als 2.800 Flüge wurden jetzt schon für Dienstag abgesagt..

+ 23:45 Uhr + Vermisstes Crew-Mitglied der “Bounty” gerettet

Rettungskräfte der US-Küstenwache haben am Montagabend eines der beiden noch vermissten Crew-Mitglieder des Filmschiffs “Bounty”gerettet. Die 42 Jahre alte Frau sei ohnmächtig aus dem Wasser gezogen und in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten US-Medien. Der 63 Jahre alte Kapitän des Schiffes, das wegen des Hurrikans “Sandy” in Seenot geraten war, werde weiter vermisst.

+ 23:40 Uhr + Einsamer Trompeter bläst Hurrikan “Sandy” den Marsch

Mitten im stürmischen Regen von “Sandy” hat ein einsamer Musiker in New York Trompete gespielt. Der Franzose Jacques LeTalon stand am Montag (Ortszeit) mit Schal und Mantel in der Upper East Side und blies gefühlvolle Jazzmelodien. “Ich komme gerade aus New Orleans”, sagte LeTalon der dpa. “Dort ist man ja Kummer mit Wirbelstürmen gewohnt.”

+ 23:30 Uhr + Tausende Soldaten im Einsatz

Etwa 6.700 Mann der Nationalgarde sind in sieben Bundesstaaten wegen Hurrikan "Sandy" im Einsatz, erklärte das US-Verteidigungsministerium. Weitere 61.000 Soldaten stehen als Reserve zur Verfügung.

+ 23:15 Uhr + New Yorker Straßen wie leergefegt

Menschenleere Millionenmetropole: Kurz bevor Monstersturm "Sandy" an der US-Ostküste an Land gehen sollte, wirkten die Straßen von New York am Montagabend (Ortszeit) wie leergefegt. Bei strömendem Regen starken Windböen hatten die meisten Menschen die Anweisungen von Bürgermeister Michael Bloomberg befolgt und waren zu Hause geblieben oder hatten in Notunterkünften Schutz gesucht.

+ 22:41 Uhr + Hunderttausende bereits ohne Strom

"Sandy" hat bereits vor seinem Aufprall auf das US-Festland in Teilen der Ostküste mit Überflutungen und massiven Stromausfällen katastrophale Zustände ausgelöst. Der Hurrikan peitschte Wasser durch die Straßen New Jerseys, Teile der Strandpromenade wurden beschädigt. Auch in anderen Küstenabschnitten machte sich "Sandy" mit sintflutartigen Regenfällen, hohem Wellengang und Überflutungen bemerkbar. Dem Sender CNN zufolge waren bereits am Nachmittag rund 765.000 Menschen in mehreren Bundesstaaten von der Stromversorgung abgeschnitten.

+ 21:54 Uhr + "Sandy" erreicht US-Ostküste gegen Mitternacht

Der Supersturm "Sandy" wird nach Berechnungen von Metereologen gegen Mitternacht (MEZ) das Festland der US-Ostküste erreichen. Der Sturm der Kategorie 1 sei nur noch 180 Kilometer von der Casino-Stadt Atlantic City entfernt, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum mit.

+ 21:04 Uhr + US-Gouverneur: Es wird Tote geben

Vor der Ankunft des Hurrikans "Sandy" haben sich die Behörden an der US-Ostküste auf Todesopfer durch das schwere Unwetter vorbereitet. Der Gouverneur von Maryland warnte die Menschen in seinem Bundesstaat, dass es Tote geben werde. "Sandy" werde 24 bis 36 Stunden über Maryland hängen, sagte Martin O'Malley. "Die nächsten Tage werden schwer werden. Es wird Leute geben, die durch diesen Sturm getötet werden."

Das auf Risikobewertungen spezialisierte Unternehmen Eqecat schätzte, dass 60 Millionen Menschen in den USA von dem Unwetter betroffen sein könnten.

+ 20:52 Uhr + Vermisste Franzosen sind wohlauf

Die in der Karibik vermissten Franzosen sind wohlauf. Nach Angaben der Rettungskräfte waren die vier Männer und zwei Frauen während des Unwetters nicht wie vermutet in einem Boot unterwegs. Sie kehrten demnach erst am Montag von einem Ausflug auf eine Nachbarinsel nach Martinique zurück. Zu diesem Zeitpunkt war "Sandy" schon vorbeigezogen. Nach Angaben des Transportministeriums in Paris war am Montag zu Wasser und zu Luft nach den Franzosen gesucht worden.

+ 20:39 Uhr + Erste Sturmschäden in New York

Die Vorboten des Wirbelsturms haben in New York erste Sturmschäden angerichtet. Unter anderem stürzte auf der New Yorker West Side ein Baukran auf einer Hochhaus-Baustelle um. "Sandy" ist allerdings noch Stunden von der Küste entfernt. Nach Einschätzung des Hurrikanzentrums in Florida sollte das Auge des Sturms im Laufe des Abends (Ortszeit) gute 100 Kilometer südlich von New York die Küste erreichen. Der Sturm bewegte sich zuletzt mit etwa 30 Kilometern in der Stunde auf die US-Küste zu. Die Winde in seinem Wirbel erreichten aber 150 Kilometer in der Stunde.

+19:21 Uhr + New Yorker tanzen auf den Stadtautobahnen

Tausende Fußgänger haben die wegen des Sturms gesperrten Stadtautobahnen Manhattans erobert. Viele spazierten einfach über die sechsspurigen Schnellstraßen, die sonst von Hunderttausenden Autos verstopft werden. Manche tanzten sogar. "Ich will einfach diese einmalige Gelegenheit nutzen", sagte eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter. "Wir lachen "Sandy" einfach ins Gesicht und tanzen auf den Straßen." Allerdings sei sie Realistin: "Wenn der Sturm dann da ist, sind wir wieder drin. Und lachen da."

+ 18:49 Uhr + US-Börse bleibt auch am Dienstag geschlossen

Die Zwangspause an der New Yorker Börse wird zum Schutz der Händler und Mitarbeiter auch am Dienstag andauern. In Deutschland machte sich der Supersturm im Aktienhandel bereits negativ bemerkbar: Die Versicherungswerte Münchener Rück, Allianz und Hannover Rück gaben wegen erwarteter Schadensfälle nach.

+ 17:58 Uhr + Obama stimmt US-Bürger auf Stromausfälle ein

US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner auf tagelange Stromausfälle als Folge des Supersturms "Sandy" eingestimmt. Die Aufräumarbeiten würden länger dauern, sagte er in Washington. Der Präsident forderte die Bürger auf, den Evakuierungsbefehlen der örtlichen Behörden Folge zu leisten. "Denken Sie nicht darüber nach. Diskutieren Sie nicht", sagte Obama. Der Hurrikan sei ein "gravierender" Sturm, der tödliche Folgen haben werde, wenn die Betroffenen nicht schnell genug in Sicherheit gebracht würden.

Über die Auswirkungen des Sturms auf die Präsidentenwahl am 6. November mache er sich keine Sorgen, sagte Obama weiter.

+ 17:05 Uhr + Raue Landung in Washington - Obama leitet Krisenstab

Rechtzeitig vor dem befürchteten Jahrhundertsturm ist US-Präsident Barack Obama von einer Wahlkampftour in Florida nach Washington zurückgekehrt. Wie sein Sprecher Jay Carney am mitteilte, hatte der Präsident eine recht raue Landung auf dem Luftwaffenstützpunkt St. Andrews. Von dort eilte Obama zum Weißen Haus, wo er eine Sitzung des Krisenstabs leiten und eine Erklärung wollte.

Nachdem "Sandy" über Nacht an Intensität zugenommen habe, habe sich Obama entschieden, nicht erst am Abend nach Washington zurückzukehren, sagte Carney. "Die Sicherheit der vom Sturm betroffenen Amerikaner hat für den Präsidenten Priorität." Noch könne nicht gesagt werden, inwieweit der Hurrikan die Wahl beeinträchtigen werde.

+ 17:00 Uhr + Bürgermeister Bloomberg mahnt New Yorker

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg mahnt die Bevölkerung. "Wenn Sie sich nicht in Sicherheit bringen, riskieren Sie nicht nur Ihr eigenes Leben - Sie gefährden auch das Leben unserer Rettungskräfte, die vielleicht kommen und Sie retten müssen."

+ 16:56 Uhr + "Sandy" trifft südlich von New York auf Land

"Sandy" bewegt sich unaufhaltsam auf die Küste der USA zu und soll im Lauf des Abends (Ortszeit) südlich von New York an Land treffen. Nach Einschätzung des Hurrikanzentrums in Florida sollte das Auge des Sturms im südlichen New Jersey, gute 100 Kilometer südlich des "Big Apple", die Küste erreichen. Der Sturm bewegt sich mit etwa 30 Kilometern in der Stunde voran. Die Winde in seinem Wirbel erreichen aber 150 Kilometer in der Stunde.

+ 15:15 Uhr + Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts

Das Auswärtige Amt rechnet wegen des Hurrikans "Sandy" mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Leben an der Ostküste der USA. Das geht aus den aktuellen Reise- und Sicherheitshinweisen hervor. Betroffen ist insbesondere die Region zwischen New York und Boston: Vor allem dort wird mit dem Hurrikan gerechnet. Reisende in dieser Region können sich auf Internetseiten wie <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.weather.gov/" xlink:show="new" xlink:type="simple">www.weather.gov</a> und <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.fema.gov/" xlink:show="new" xlink:type="simple">www.fema.gov</a> über die Lage vor Ort informieren. Das Auswärtige Amt rät außerdem, den Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen.

+ 14:45 Uhr + Mehrere Franzosen wegen in der Karibik vermisst

Wegen des Hurrikans "Sandy" werden in der Karibik mindestens sechs Franzosen vermisst. Die sechs oder sieben Franzosen seien mit einer Freizeitjacht zwischen den Inseln Martinique und Dominica unterwegs gewesen, verlautete aus dem Verkehrsministerium in Paris. Seit Sonntagabend fehle von ihnen jede Spur. Wegen des Sturms gebe es in der Region einen hohen Wellengang. An dem Sucheinsatz beteiligte sich auch ein Flugzeug des Zolls.

+ 13:56 Uhr + Straßen in Washington wie leergefegt

Stunden, bevor Hurrikan "Sandy" an der US-Ostküste eintreffen sollte, glich das Zentrum von Washington einer Geisterstadt. Regierungsgebäude und Schulen blieben am Montagmorgen geschlossen. Busse und Bahnen fuhren nicht. Die meisten Geschäfte machten gar nicht erst auf. Die Behörden riefen alle Bewohner auf, ab 14 Uhr Ortszeit möglichst nicht mehr die Häuser zu verlassen.

+ 13:11 Uhr + Dreimaster "HMS Bounty" in Seenot

Wegen des Hurrikans "Sandy" ist ein Dreimaster vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina in Seenot geraten. Die 17 Besatzungsmitglieder der "HMS Bounty", ein Nachbau des legendären Schiffs aus dem 18. Jahrhundert, sei mit Überlebensanzügen und Rettungswesten in zwei Rettungsboote gestiegen, teilte die US-Küstenwache mit. Nun solle schnellstmöglich eine Rettungsaktion starten. Die Eignerin des 55 Meter langen Schiffes, das für den Filmklassiker "Meuterei auf der Bounty" von 1962 gebaut worden war, hatte die Küstenwache am Sonntagabend alarmiert, nachdem der Kontakt zu der Besatzung abgebrochen war.

+ 12:21 Uhr + Obama sagt weiteren Wahlkampftermin ab

Wegen des herrannahenden Hurrikans "Sandy" hat US-Präsident Barack Obama einen weiteren Wahlkampfauftritt abgesagt. Wegen "sich verschlechternder Wetterbedingungen" rund um die Hauptstadt Washington werde Obama nicht an einem Termin in Orlando im Bundesstaat Florida teilnehmen, teilte sein Sprecher Jay Carney mit. "Der Präsident wird ins Weiße Haus zurückkehren, um die Vorbereitungen auf und ersten Maßnahmen wegen des Hurrikans 'Sandy' zu beaufsichtigen", hieß es.

+ 09:44 Uhr + Flüge in die USA aus Deutschland gestrichen

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sind wegen des Hurrikans "Sandy" bereits zwölf Flüge in die USA gestrichen worden. Betroffen seien Passagiere mehrerer Airlines, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Die meisten der Maschinen sollten in Richtung New York abheben, abgesagt wurden auch Flüge nach Boston, Washington und Philadelphia. Fluggästen riet der Sprecher, sich bei ihren Fluggesellschaften zu informieren.

Allein die Lufthansa strich bundesweit für Montag und Dienstag insgesamt 13 Flüge an die US-Ostküste - zunächst war von 15 die Rede gewesen. "Wir konnten zwei Flüge wieder einrichten", sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft. Die beiden Maschinen sollten erst nach Durchzug des Wirbelsturms landen. Die Fluggesellschaft Air Berlin strich in Düsseldorf jeweils drei Flüge von und nach New York. Abgesagt wurden Flüge an den Airports Frankfurt, München und Düsseldorf. Mit den Verbindungen in die Vereinigten Staaten sollten auch die Rückflüge nach Deutschland ausfallen.

+ 09:05 Uhr + Webseiten verzichten auf Bezahlschranken

Wegen der besonderen Nachrichtenlage um Hurrikan "Sandy" setzen zwei der renommiertesten Zeitungen der Welt ihre Bezahlschranken im Internet aus. Sowohl die "New York Times" als auch das Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal" kündigten an, in den kommenden Tagen darauf zu verzichten, Lesern von Texten über "Sandy" nach einigen kostenlosen Artikeln eine Web-Anmeldung und Geld abzuverlangen. Die Unterbrechung der sogenannten Paywall gilt sowohl für die Webseiten "nytimes.com" und "WSJ.com" als auch für die Apps, also die mobilen Anwendungen der Medienangebote.

+ 07:57 Uhr + US-Aktienmärkte bleiben geschlossen

An den US-Aktienmärkten wird zum Wochenauftakt wegen des Hurrikans "Sandy" nicht gehandelt. Um die Sicherheit der Händler und Angestellten nicht zu gefährden, bleiben die Handelsplätze in den Vereinigten Staaten geschlossen. Dies ordnete die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC in New York an. Damit gibt es am Montag keinen Handel an den bekanntesten Börsen der Welt, der New York Stock Exchange (NYSE) und der Nasdaq. Ob am Dienstag wieder gehandelt werden könne, stehe noch nicht fest. Zunächst hatte es geheißen, nur der Parketthandel falle aus.

+ 02:29 Uhr + Obama ruft Notstand für Washington aus

Angesichts des aufziehenden Hurrikans "Sandy" hat US-Präsident Barack Obama am Sonntagabend den Notstand für die US-Hauptstadt Washington ausgerufen. Zuvor hatte er auch die Metropole New York sowie die Bundesstaaten Maryland und Massachusetts zu Notstandsregionen erklärt. Nach Berechnungen von Meteorologen des TV-Senders CNN sollte "Sandy" am späten Montag (Ortszeit) nahe der Delmarva-Halbinsel an der US-Ostküste auf Land treffen.

+ 02:21 Uhr + Pfizer verschiebt wegen Hurrikan "Sandy" Bilanzvorlage

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat die Vorlage seiner Quartalsbilanz wegen des Hurrikans "Sandy" verschoben. Statt am Dienstag werde das Management nun am Donnerstag über die Geschäfte im dritten Jahresviertel informieren, teilte das US-Unternehmen am Sonntagabend mit. Grund sei der Sturm, der auf die US-Ostküste zurast und auch New York bedroht, wo der Konzern seinen Hauptsitz hat.

+ 01:47 Uhr + Obama sagt Wahlkampfauftritt in Ohio ab

Wegen des Hurrikans "Sandy" hat US-Präsident Barack Obama seine Teilnahme an einer Wahlkampfveranstaltung im besonders umkämpften Bundesstaat Ohio abgesagt. Obama werde am Montag nach einem Auftritt in Florida direkt nach Washington zurückkehren, um sich dem Krisenmanagement zu widmen, teilte das Weiße Haus am Sonntag mit. Bei der geplanten Veranstaltung in Youngstown in Ohio lasse er sich von Vizepräsident Joe Biden und dem früheren Präsidenten Bill Clinton vertreten.

+ 00:45 Uhr + "Sandy" legt Metro in Washington lahm

Nach New York und Philadelphia legt Hurrikan "Sandy" nun auch den öffentlichen Verkehr der US-Hauptstadt Washington lahm. Wie die Verkehrsbetriebe dort am Sonntagabend mitteilten, stellen die Metro und alle angeschlossenen Busse in der Nacht zum Montag ihren Betrieb ein. Die Betreiber reagierten damit auf die drohenden Stromausfälle und die Schließung der Regierungsbüros am Montag.

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