Faux-pas in Dessous
"Victoria's Secret" entschuldigt sich bei Indianern
Die Lingerie-Marke "Victoria's Secret" hat mit einer Modenschau den Zorn der amerikanischen Ureinwohner auf sich gezogen. Indianer-Vertreter fanden ein Accessoire aus Federn alles andere als sexy.
Nach Protesten amerikanischer Ureinwohner hat sich die Unterwäschemarke "Victoria's Secret" für einen Indianer-Kopfschmuck auf dem Laufsteg entschuldigt. Bei der jährlichen Modenschau des Labels war das US-Model Karlie Kloss in knapper Unterwäsche und mit einem bodenlangen Federschmuck auf dem Kopf über die Bühne gelaufen. Indianer-Vertreter kritisierten den Auftritt. Der typische Kopfschmuck sei ein Symbol des Respekts und werde von dieser Darstellung herabgesetzt, zitieren US-Medien unter anderem einen Sprecher der Navajo-Indianer.
"Es tut uns leid, wenn der Kopfschmuck in unserer Modenschau einzelne Menschen aufgeregt hat", schrieb die US-Marke beim Kurznachrichtendienst Twitter. In der für den 4. Dezember geplanten TV-Ausstrahlung der Fernsehshow werde die Szene nicht mehr zu sehen sein.
Auch das Mannequin Kloss entschuldigte sich per Twitter. "Ich unterstütze die Entscheidung von Victoria's Secret, das Outfit aus der Ausstrahlung zu schneiden." Bei der jährlichen Modenschau der Unterwäschemarke laufen die Models traditionell nur in knappen Dessous mit großen Accessoires wie Flügeln oder aufwendigem Kopfschmuck über den Laufsteg.