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Chaos? Tauwetter! Mehrere Unfälle wegen Blitzeis

Unfälle auf spiegelglatten Straßen und Schneeverwehungen - aber das befürchtete Chaos bleibt Deutschland weitgehend erspart. In Bayern und Sachsen sieht man das anders.

Schnee und Glatteis haben zahlreiche Unfälle in Bayern und Sachsen verursacht. Das befürchtete Eis-Chaos blieb den meisten Regionen jedoch erspart. Wegen Schneeverwehungen waren in Sachsen Straßen gesperrt. Laut Verkehrswarndienst waren neben kleineren Straßen auch Stadt- und Bundesstraßen im Raum Dresden, Görlitz und Bautzen nicht befahrbar.

Starke Nerven brauchten die Autofahrer auf der B6 zwischen Hochkirch und Bautzen. Die Bundesstraße blieb von Freitagnachmittag bis zum Samstag wegen Schneeverwehungen gesperrt. Wie die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien mitteilte, waren rund 30 Lastkraftwagen und etwa genauso viele Autos im Schnee steckengeblieben.

Auslöser war ein Unfall, bei dem ein Wagen mit einem Schneepflug kollidierte. Daraufhin kam der Verkehr zum Erliegen. «Der Schnee von den angrenzenden Feldern wird dann auf die B6 geweht und ist schnell hart wie Beton», sagte ein Polizeisprecher. Die Fahrzeuge seien praktisch zugeweht worden. Das Technische Hilfswerk war die ganze Nacht im Einsatz, um die eingeschlossenen Fahrer und Insassen zu betreuen. Mit Räumfahrzeugen wurde die Straße Schritt für Schritt wieder befahrbar gemacht.

Auch in Bayern krachte es wegen überfrierender Nässe häufig. Vor allem in Oberfranken, Unterfranken, Niederbayern, der Oberpfalz und Oberbayern kam es zu Unfällen. In Bischofsheim an der Rhön stürzte ein mit 32 000 Litern Heizöl beladener Tanklaster auf eisglatter Straße um. Der 48 Jahre alte Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon, sein ein Jahr jüngerer Beifahrer wurde schwerer verletzt.

Auch Skandinavien hatte mit mit winterlichen Wetterkapriolen zu kämpfen. Heftige Schneefälle machten in Norwegen Straßen unpassierbar. Im Südwesten des Landes blieb ein Zug rund 50 Kilometer von Stavanger entfernt liegen. Etwa 115 Reisende mussten die Nacht in den Abteilen verbringen und wurden dann mit Bussen weitertransportiert. Auch in Dänemark und Schweden verursachten Schneefälle Verkehrsprobleme.

Nach dem Wintereinbruch kommt nun der Matsch: Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienst (DWD) soll es bis in die nächste Woche hinein regnerisch und relativ mild bleiben. Für Wintersportler verschlechtern sich mit dem Tauwetter die Bedingungen. Bis in die Höhenlagen des Thüringer Waldes habe bei Plusgraden Regen eingesetzt, teilte der DWD mit. Allerdings liege in den Kammlagen noch immer mindestens ein halber Meter Schnee, sagte Meteorologe Manuel Voigt. Die Schneefallgrenze soll in den nächsten Tagen auf 900 Meter steigen.

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