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"Homo-Propaganda" Russe verklagt Lady Gaga

Selbst Madonna hat es schon getroffen: eine Klage wegen "homosexueller Propaganda". Nun also Lady Gaga, sie soll bei einem Konzert zu Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben aufgerufen haben.

Weil sie bei einem Konzert in St. Petersburg zu Toleranz mit Homosexuellen aufgerufen hat, droht US-Superstar Lady Gaga (26) wie zuvor Sängerin Madonna Ärger mit der russischen Justiz. Der Stadtverordnete Witali Milonow habe die Pop-Sängerin wegen in der Touristenhochburg verbotener "Homosexuellen-Propaganda" verklagt, meldete die Agentur Interfax am Freitag. Milonow warf Lady Gaga vor, bei ihrem Auftritt am 9. Dezember Jugendliche zum Coming-Out animiert zu haben. Im Fall eines Schuldspruchs droht der Künstlerin eine hohe Geldbuße.

Madonna (54) war allerdings im November freigesprochen worden und damit einer Millionenstrafe entgangen. Sie hatte bei einem Konzert in St. Petersburg ebenfalls für Gleichberechtigung geworben. Homosexualität ist in Russland nicht verboten; Schwule und Lesben werden aber im Alltag diskriminiert. Das Verbot der "Homosexuellen-Propaganda", das nach offiziellen Angaben dem Kinderschutz dient, verhindert nach Ansicht von Kritikern auch die Aufklärung über Aids.

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