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Bizarrer Nordkorea-Besuch Tochter von Google-Manager Schmidt packt aus

Der Besuch von Google-Manager Eric Schmidt in Nordkorea war umstritten - und bizarr. Das hat dessen Tochter nun in einem Blog verraten. Über die Reise war bislang fast nichts bekannt geworden.

Nach dem umstrittenen Besuch von Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt im abgeschotteten Nordkorea hat dessen Tochter Sophie den Besuch in dem "sehr bizarren" Land in einem Internet-Blog geschildert. "Unser Besuch war eine Mischung aus gut organisierten Treffen, perfekt inszenierten Besichtigungen und wirklich menschlich wirkenden Momenten", schrieb die 19-Jährige am Wochenende in einem <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="https://sites.google.com/site/sophieinnorthkorea/home" xlink:show="new" xlink:type="simple">Blog</a> mit dem Titel "Es kann nicht seltsamer werden". Sophie Schmidt hatte ihren Vater bei dem dreitägigen Besuch in dem Land Anfang Januar begleitet.

"Wir hatten keinen Kontakt mit Nordkoreanern, die nicht ordnungsgemäß vom Staat abgesegnet wurden, und wir waren nie weit weg von unseren zwei Aufpassern", schrieb die 19-Jährige. Über die Besichtigung einer Online-Bibliothek in der Kim-Il-Sung-Universität berichtete sie, zwar hätten etwa 90 Studenten vor den Computern gesessen, niemand habe aber wirklich etwas getan.

"Einige scrollten oder klickten, aber der Rest starrte nur vor sich hin", schrieb Sophie Schmidt. Kein einziger habe aufgeblickt, als die Besuchergruppe den Raum betreten habe. "Sie hätten auch Figuren sein können."

Als eines der isoliertesten und zensiertesten Länder der Welt verfügt Nordkorea lediglich über eine Art Inlands-Intranet mit einer sehr geringen Zahl an Nutzern. Experten zufolge kann nur die Elite des Landes auf das Internet zugreifen, was auf wenige hundert und maximal tausend Menschen zutrifft.

Eric Schmidt hatte nach eigenen Angaben bei seinem Besuch in dem Land erklärt, dieses werde sich nicht entwickeln, sollte es nicht für die Internet-Freiheit eintreten. Die US-Regierung hatte den Besuch Schmidts scharf kritisiert, über den bislang nicht viel bekannt wurde.

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