Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Meteoritenabsturz im Ural Angriff aus dem All

Erst ein Lichtblitz, dann eine mächtige Explosion: Ein Meteoritenabsturz hat die Menschen im Uralgebirge in Angst versetzt. Es gab etwa 1000 Verletzte, mehrere Städte wurden beschädigt.

Steinschlag aus dem All: Beim spektakulären Absturz eines Meteoriten am russischen Uralgebirge sind etwa 1000 Menschen verletzt worden, darunter mehr als 200 Kinder. Es ist damit die größte Katastrophe, die in den vergangenen Jahrhunderten von einem herabfallenden Himmelskörper verursacht wurde. Die meisten Verletzten seien von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden, teilte das örtliche Gesundheitsministerium der Agentur Interfax zufolge mit.

Der Meteorit war gegen 9.23 Uhr Ortszeit (etwa 4.23 Uhr MEZ) in der etwa 1500 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Region Tscheljabinsk eingeschlagen. Mehr als 40 Menschen müssten im Krankenhaus behandelt werden, zwei von ihnen seien schwer verletzt, hieß es. Durch eine massive Druckwelle seien auch mehr als 3000 Häuser in mindestens sechs Städten der Region beschädigt worden.

"Das war ein großer Feuerball"

Der Einschlag hat nach Angaben deutscher Weltraumexperten nichts mit dem Asteroiden "2012 DA14" zu tun, der am Abend knapp an der Erde vorbeirasen wird. "Das ist etwas völlig anderes", sagte ein Sprecher der europäischen Weltraumagentur ESA auf Anfrage. Flugbahn und Ort des Einschlags in Russland würden dagegensprechen.

Der Meteorit raste nach Experteneinschätzung mit extrem hoher Geschwindigkeit Richtung Erde. Nach Eintritt in die Atmosphäre dürfte das kosmische Geschoss mit einer gewaltigen Druckwelle explodiert sein. Dadurch wurden Dächer zerstört und Fensterscheiben zertrümmert. Atomanlagen in der Gegend seien aber nicht betroffen, hieß es.

"Das war ein großer Feuerball, der dann runterfiel. Das Ganze dauerte ein paar Sekunden", sagte ein Bewohner der Region der Agentur Itar-Tass. Augenzeugen berichteten von Lichtblitzen, Explosionen und Rauchwolken am Himmel. Viele dachten demnach, ein Flugzeug sei explodiert. Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von Menschen, die panikartig ihre Häuser verließen und aus Schnittwunden bluteten.

An der möglichen Absturzstelle am Ufer des Tschebarkul-Sees rund 80 Kilometer westlich von Tscheljabinsk entdeckten die Behörden einen etwa sechs Meter breiten Krater. Soldaten hätten den Bereich an dem zugefrorenen Gewässer abgesperrt, sagte Oberst Jaroslaw Roschtschupkin vom Zentralen Wehrbezirk. Es sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Einsatzkräfte berichteten von zahlreichen etwa einen Zentimeter großen Splittern in der Nähe des Kraters.

"Der Meteorit zerfiel in Dutzende Bruchstücke", sagte Katastrophenschutzminister Wladimir Putschkow. "Die meisten Splitter sind verdampft, einige schafften es aber bis zur Erdoberfläche", sagte Valeri Schuwalow von der Wissenschaftsakademie. Er vermutet, dass es sich um einen Nickel-Eisen-Meteoriten handelt. Nur ein solcher Körper sei fest genug, um die unteren Schichten der Atmosphäre zu erreichen. Der Astronom Sergej Smirnow meinte, dass der Meteorit vor dem teilweisen Verglühen mehrere Tonnen schwer gewesen sei. Splitter könnten demnach jeweils bis zu einem Kilogramm wiegen.

Durchmesser von wenigen Metern

Präsident Wladimir Putin ordnete rasche Hilfe für die Verletzten in der Region an. Gebietsgouverneur Michail Jurewitsch brach eine Moskauer Dienstreise ab. "Bei Temperaturen von minus 18 Grad in Tscheljabinsk ist jetzt am wichtigsten, dass die zertrümmerten Fensterscheiben ersetzt werden", sagte der Verwaltungschef. Nach Behördenangaben waren sieben Flugzeuge und 20.000 Angehörige des Zivilschutzes in der Region im Einsatz.

"Nach allem, was wir wissen, ging ein Meteorit mit einem Durchmesser von zwei bis vielleicht vier Metern nieder", sagte der Astronom Sergej Jasew. "Wegen seiner gigantischen Geschwindigkeit explodierte er in den oberen Schichten der Atmosphäre", meinte er.

Auch deutsche Forscher registrierten den Absturz des Meteoriten. "Es waren starke Signale. Man kann sie zeitlich zuordnen", sagte Gernot Hartmann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Nach Angaben der Bundesregierung wurden bei dem Unglück keine Bundesbürger verletzt. Nach aktuellen Erkenntnissen gebe es in Deutschland auch "keine konkrete Gefährdung" durch solche Himmelskörper, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()
 
Mehr Artikel aus dem Ressort Panorama
image
Anna Bederke
"Ich kann kein Blut sehen"
Beckmann hört als TV-Moderator auf
Talkshow "Beckmann"
Zum Abschied eine Currywurst
Die Maschine mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli auf dem Weg nach Kuala Lumpur mit 298 Menschen an Bord abgestürzt.
Absturz von MH17
Hinterbliebene wollen Ukraine verklagen
Bei dem Wettbewerb in Brandenburg gab es jede Menge gigantische Gemüse-Exemplare zu bewundern.
Riesen-Zucchini gewinnt
Wettkampf der Gemüse-Giganten
image
Leute
Promi-Bild des Tages
Die Schlange habe zuvor den Hund des Nachbarn gefressen, heißt es.
Unglaubliches Video
Kinder spielen mit Anakonda
Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter auf dem Berliner Kurfürstendamm hatte die Polizei den Tatort abgesperrt.
Überfall vor Apple-Store
Von den Tätern fehlt jede Spur
image
Panorama
Krimi-Tipps am Sonntag
Wiesn-Besucherinnen im Dirndl kreischen während der Fahrt auf einem Karussell.
Andrang auf das Oktoberfest
Eine Million Besucher feiern den Wiesn-Auftakt
Hornissen
Kurz & Knapp - der Nachrichtensplitter
Hornissen greifen Spaziergänger an
image
Leute
Verlierer des Tages
image
Leute
Gewinner des Tages
Diese Aufnahme zeigt einen Koffer, in dem ebenfalls eine männliche Leiche lag. (Symbolfoto)
Leichen-Fund in Berlin
Wer ist der Tote aus dem Koffer?
image
Oktoberfest-Blog "München kotzt"
Die ekligen Schattenseiten der Wiesn
image
Leute
James Blunt hat geheiratet
In Westafrika sind bereits mehr als 2600 Menschen an Ebola gestorben.
Globale Epidemie
Ebola-Entdecker warnt vor Horrorszenario
image
Panorama
Bill Kaulitz konnte Tokio Hotel nicht mehr hören
image
Leute
Spruch des Tages
Ob das dritte Auge wirklich ein funktionierendes Organ ist, weiß niemand.
Wiedergeburt von Shiva
Kalb mit drei Augen wird als Gott verehrt
image
Leute
Hat sich Prince Jackson bereits verlobt?
Hornissen
Kurz & Knapp - der Nachrichtensplitter
Hornissen greifen Spaziergänger an
Bei Sexsomnie, einer Form des Schlafwandelns, kommt es nach Dafürhalten einiger Psychiater zu unbewussten sexuellen Handlungen. (Symbolbild)
Urteil in Schweden
Keine Vergewaltigung - es war Schlafwandler-Sex
Waka Flocka Flame hatte 2008 seinen Durchbruch in der Rapper-Szene.
Traumjob für Fans von Cannabis
Rapper sucht Joint-Dreher
Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" desinfizieren in Guinea ein Fahrzeug.
Massaker in Guinea
Dorfbewohner töten sieben Ebola-Helfer
VW-Werbespot
Helene Fischer
Das Netz spottet über VW-Werbespots
Herbert Grönemeyer (l.) und U2-Sänger Bono hatten in den vergangenen Jahren immer wieder zusammengearbeitet oder sich für soziale Gerechtigkeit stark gemacht.
"Ich war geschockt"
Grönemeyer ärgert sich über Bono
Nach nur 125 Minuten hat es auf dem Oktoberfest die erste Alkoholvergiftung gegeben.
Nur 125 Minuten nach dem Anstich
Erste Alkoholvergiftung auf der Wiesn
Der Popo kreist, die Hüften wackeln: wieder einmal beweist J.Lo Popo-Kompetenz.
Popo-Parade mit J.Lo und Iggy Azalea
Das wohl heißeste Video des Jahres
Das Gebiet rund um das Haus des Täters wurde abgesperrt.
Blutbad in Florida
Mann erschießt Tochter und sechs Enkelkinder
Eine Mitarbeiterin der Weltgesundheitsorganisation WHO weist in Sierra Leone Krankenschwestern in die Handhabung von Ebola-Schutzkleidung ein.
Dramatische Resolution der UN
Ebola "bedroht den Weltfrieden"
Ein Eindringling hat es bis in den Sitz des US-Präsidenten geschafft. (Archivbild)
Über Zaun geklettert
Mann dringt in Weißes Haus ein
Jens Breivik vor Mikrofonen, im Hintergrund ein Schild mit der Aufschrift "Min Skyld?"
Norwegen-Attentäter
Vater von Anders Behring Breivik bricht sein Schweigen
Der 24-jährige Matthew Miller soll gegen seinen Touristenstatus in Nordkorea verletzt haben.
Behauptung aus Nordkorea
Amerikaner wollte absichtlich in Straflager
Der Tauchgang dauerte mehr als 15 Stunden.
Neuer Weltrekord
Ägypter taucht 332,35 Meter tief
image
Sex-Ikone der 60er Jahre
Sophia Loren wird 80 Jahre alt
Zwei Männer mit freiem Oberkörper stehen mit Eisdusche hinter Helene Fischer
Die "Ice Bucket Challenge" ebbt ab
Was wird aus den Mega-Spenden?
image
Mit Freundin Anastasia
Lothar Matthäus plant Hochzeit Nummer fünf
image
Popo-Show von Jennifer Lopez
Schon 17 Millionen Klicks
In Münster hat ein Mann zuerst seine Freundin und anschließend sich selbst getötet.
Tödliche Trennung
Drama in Münster mit zwei Toten
Svitlana Sangary
Betrug aufgedeckt
Anwältin "photoshopt" sich in Promibilder
 
 
MRI-Scanner-Bild von zwei Menschen, die sich küssen
Einzigartiges Video
Was in unserem Körper beim Sex wirklich passiert
Klima-Forschungssatellit «OCO-2»
Technik
Forschungssatellit soll Ausstoß an Kohlendioxid messen
Zimmersuche
Endspurt für Erstsemester
Zimmersuche zum Unibeginn
Moritz Winkelmann
Fremdsprachenassistenten
Eigene Kultur im Ausland vermitteln
Motive bei Mädchen
Hauptsache Spaß
Was Mädchen bei der Berufswahl wichtig ist
Die fertigen Abschnitte der "High Line" wurden bereits von Millionen New Yorkern besucht.
Attraktion in New York
Letzter Abschnitt der "High Line" eröffnet
Diebstahl schwergemacht
Erstaunlicher Diebstahlschutz
Der Rahmen ist das Schloss
Flugzeug im Abendhimmel
Nächtliche Verspätung
Passagieren steht Ausgleichszahlung zu
Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld: Meine täglichen Sünden.
Buch über die fiesen Sünden des Alltags
"Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld"
image
O'zapft is!
Münchner Oktoberfest feierlich eröffnet
Kellnerin
Das Oktoberfest
Ein einziger Superlativ in Zahlen
image
Death Metall
Orthodoxe Russen machen gegen Cannibal Corpse mobil
Altenpfleger arbeiten schwer
Fast jeder Dritte
Viele Altenpfleger fühlen sich überfordert
Villen in Harvestehude
Hafenrundfahrt mal anders
Mit dem Paddelboot durch Hamburg
Abwärtskurs einer Aktie
Klüger als der Markt?
Antizyklisches Investieren braucht Mut
Schon wieder zugelegt!
Nicht immer liegt's am Essen
Gewichtszunahme kann mit dem Herz zusammenhängen
Im Büro statt auf dem Spielplatz: Viele Väter würden gerne länger als zwei Monate zu Hause bleiben.
Väter zwischen Job und Familie
"Wohnt der Papa im Büro?"
Golden Gate Bridge in San Francisco
Von San Francisco bis Bangalore
Oktoberfeste weltweit
Verstrickt mit ihrer Heimat: Das bekannteste Design-Duo der Färöer Inseln heißt Gudrun & Gudrun - bestehend aus Gudrun Rógvadóttir (vorn) und Gudrun Ludvig.
Highlight für Strick-Fans
Besuch auf den Faröer Inseln
Abgelehnt wegen des Aussehens
Zu dick, zu dünn, zu klein
Wann man Bewerber ablehnen darf
Fehler im Anschreiben vermeiden
Bewerbung
Vier Tipps für das perfekte Anschreiben
image
Achtung Spoiler!
"Game of Thrones" lässt Toten wieder auferstehen
Die Skyline von New York.
Niedrige Mordrate
New York ist Amerikas sicherste Metropole
Die undatierte Aufnahme zeigt ein Teilstück eines 750 Jahre alten Siegels des pommerschen Herzogs Wartislaw III..
Sensation auf Usedom
Siegel-Fragment von Herzog aus Pommern entdeckt
Abgelehnt wegen des Aussehens
Zu dick, zu dünn, zu klein
Wann man Bewerber ablehnen darf
Junge Frau in vollem Seminarraum schaut auf Broschüre mit der Aufschrift "Jura"
Personaler beeindrucken
Studienfachwechsel im Lebenslauf verschweigen
Die Eibseeseilbahn auf die Zugspitze: Bis 2017 soll sie durch eine moderne Anlage ersetzt werden.
Bis 2017
Neue Seilbahn für die Zugspitze
Golden Gate Bridge in San Francisco
Von San Francisco bis Bangalore
Oktoberfeste weltweit
image
Death Metall
Orthodoxe Russen machen gegen Cannibal Corpse mobil
In den Taunus-Wäldern rund um Königstein ist die Luft besonders rein.
Heilklimawandern im Taunus
Durch die Champagnerluft von Königstein
Menschen auf der Treppe im Leipziger Hauptbahnhof
Hauptbahnhof gesperrt
Zugverspätungen rund um Leipzig
Außerhalb der Hochsaison ist Mykonos fast so beschaulich wie früher - und auch am Morgen, wenn die Partytouristen noch schlafen.
Apollon oder Dionysos?
Die verschiedenen Gesichter von Mykonos
Im Büro statt auf dem Spielplatz: Viele Väter würden gerne länger als zwei Monate zu Hause bleiben.
Väter zwischen Job und Familie
"Wohnt der Papa im Büro?"
Gepäckgebühren zulässig
EU-Urteil
Fluggesellschaften dürfen Gepäckgebühren verlangen
Urteilt bei Kündigungsfristen
Betriebszugehörigkeit entscheidend
BAG-Urteil zu Kündigungsfristen
Verstrickt mit ihrer Heimat: Das bekannteste Design-Duo der Färöer Inseln heißt Gudrun & Gudrun - bestehend aus Gudrun Rógvadóttir (vorn) und Gudrun Ludvig.
Highlight für Strick-Fans
Besuch auf den Faröer Inseln
Schon wieder zugelegt!
Nicht immer liegt's am Essen
Gewichtszunahme kann mit dem Herz zusammenhängen
image
O'zapft is!
Münchner Oktoberfest feierlich eröffnet
Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld: Meine täglichen Sünden.
Buch über die fiesen Sünden des Alltags
"Ich pupse, schmeiße Essen weg und gebe der Klofrau kein Geld"
Ein Auszubildender Prüft in Mecklenburg-Vorpommern die Anschlüsse eines Energiespeichers.
Europaweite Aktion
Firmenallianz verspricht tausende Lehrstellen