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Boulevard Bei Pistorius gefundenes Medikament ist Potenzmittel

Die Behörden haben ein bei dem unter Mordverdacht stehenden südafrikanischen Sprintstar Oscar Pistorius gefundenes Medikament laut Medienberichten als Potenzmittel identfiziert. Das ursprünglich für ein Testosteronpräparat gehaltenenes Mittel diene zur Steigerung der sexuellen Ausdauer, berichtet die Zeitung "City Press". In den Blickpunkt geriet derweil Oscars älterer Bruder Carl, der wegen Totschlags angeklagt ist.

Die Behörden hatten nach der Durchsuchung von Oscar Pistorius' Haus den Fund von Hormonpräparaten mit Testosteron vermeldet. Stattdessen handele es sich aber um ein Potenzmittel auf der Basis von Tierherzen und -hoden sowie Heilpflanzen und Vitaminen. Ein Sportmediziner sagte "City Press", Sportler sollten die Einnahme dieses Präparats vermeiden, da es ihren Testosteronspiegel erhöhen könnte, was zu positiven Tests bei Dopingkontrollen führen könne.

Ein anderer Sportmediziner hingegen sagte, zahlreiche Athleten setzten das Mittel ein, um Erschöpfung zu überwinden. "Es handelt sich nicht um steroide Anabolika, und es dürfte nicht zu irrationeller Wut führen", sagte er. Unkontrollierte Wutanfälle können eine Nebenwirkung der häufig zum Doping eingesetzten steroiden Anabolika sein. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu dem gefundenen Mittel noch nicht äußern, sie wartet auf den Bericht eines Dopinglabors dazu.

Der Bruder des Athleten muss sich im Zusammenhang mit einem tödlichen Verkehrsunfall von 2010 vor der Justiz verantworten, wie der TV-Sender eNews Africa sowie der Radiosender Eyewitness News (EWN)unter Berufung auf dessen Anwalt Kenny Oldwage berichteten. Carl Pistorius wird demnach vorgeworfen, eine Motorradfahrerin umgefahren und getötet zu haben, als er außerhalb von Johannesburg unterwegs war.

Der Prozess hätte den Berichten zufolge am vergangenen Donnerstag beginnen sollen, einen Tag bevor Oscar Pistorius auf Kaution freigekommen war. Der Auftakt wurde aber auf März verschoben. Ein genaues Datum stand noch nicht fest. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Anwalt Oldwage, der beide Brüder vertritt, sowie die Familie waren am Sonntag zunächst nicht erreichbar.

Oscar Pistorius, der mit spektakulären Sprints auf Unterschenkelprothesen zum Star wurde, hatte am Valentinstag in seinem Haus seine 29-jährige Freundin Reeva Steenkamp erschossen. Der als "Blade Runner" bekannt gewordene Sportler beteuert, dass es ein tragisches Versehen war und er sie für einen Einbrecher gehalten habe. Diese Version glaubt ihm die Staatsanwaltschaft nicht. Ein Richter ließ ihn jedoch nach mehrtägiger Anhörung am Freitag gegen eine Kaution von 85.600 Euro und weitere Auflagen frei.

Den Tag nach seiner Freilassung verbrachte Pistorius mit seiner Familie. "Die Familie möchte einfach Zeit zusammen verbringen", hieß es Samstag aus dem Umfeld der Familie. "Über mehr haben sie einfach noch nicht nachgedacht." Wieder aufnehmen könnte der 26-Jährige demnach aber bald wieder sein Training, ein Treffen mit seinem Trainer sei angedacht gewesen. "Er ist ein professioneller Athlet. Er muss seinen Körper in Form halten", hieß es.

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