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Hochwasser-Ticker Mecklenburg ruft zu Evakuierungen auf

Die Rekordflut bedroht den Norden Deutschlands. In vielen Hochwassergebieten an der Elbe und an der Saale herrscht Katastrophenstimmung. Über den neuesten Stand informiert unser Live-Ticker.

Zu den Ticker-Meldungen vom 10. Juni.

+ 21:30 Uhr + Auch Mecklenburger sollen ihre Häuser verlassen

Angesichts des Rekordhochwassers an der Elbe hat der Ludwigsluster Landrat Rolf Christiansen (SPD) die Menschen in der betroffenen Region Dömitz und Boizenburg zu größter Vorsicht aufgerufen. "Wer nicht in der Region bleiben muss, sollte sich langsam auf den Weg machen", sagte der Chef des Katastrophenabwehrstabes in Dömitz. Christiansen war gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mit einem Bundeswehr-Boot auf die Elbe gefahren und hatte die Deiche sowie die Verstärkungsarbeiten inspiziert. Am Montag soll das Pflegeheim in Dömitz mit rund 50 Bewohnern evakuiert werden.

+ 20:10 Uhr + Elbe-Pegel bei Magdeburg sinkt ganz langsam

Der Pegelstand der Elbe bei Magdeburg  ist wieder leicht gesunken. Der Wasserstand habe  begonnen, leicht zu fallen, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs  in der Stadt. Der Elbepegel  hatte zuvor einen Höchststand von 7,48 Metern erreicht. An der  Strombrücke ging das Wasser am Nachmittag dann auf 7,41 Meter  zurück. Dennoch gab es keine Entwarnung. Der Druck auf die Deiche ist nach wie vor enorm.

+ 19:26 Uhr + Trotz fallender Wasserstände weiter Katastrophenfall an der Elbe

Trotz deutlich fallender Wasserstände bleibt die Situation in Mühlberg an der Elbe (Elbe-Elster) angespannt. Der Katastrophenfall gelte noch bis mindestens zum Dienstag, teilte der Landkreis mit. Die Deiche seien wie ein Schwamm durchweicht und die Wassermassen drückten weiterhin massiv auf die Dämme, hieß es. Dadurch sei die Situation weiterhin angespannt. Landrat Christian Jaschinski zeiget sich jedoch optimistisch, dass mit vereinten Kräften auch dieses Mal die Fluten von der Stadt ferngehalten werden können. Dies war 2002 beim "Wunder von Mühlberg", gelungen, als die Helfer den Deich stützen konnten.

Der Wasserstadt der Elbe lag in Mühlberg um 18.00 Uhr noch bei 8,93 Meter. Bis Dienstag wird ein Rückgang auf 8 bis 8,50 Meter erwartet. Normal sind dort an der Elbe Wasserstände um 3 Meter.

+ 18:30 Uhr + Elbe steigt in Hitzacker auf Rekordwert

Der Wasserstand der Elbe in Hitzacker hat einen neuen Rekordwert erreicht. Am Sonntagabend wurden laut Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes 7,71 Meter gemessen, ein Zentimeter mehr als der bisherige Höchstwert aus dem Januar 2011. Bis 20.00 Uhr soll die Altstadt mit 280 Bewohnern evakuiert werden. Wann und in welcher Höhe der Elbe-Scheitel die Stadt erreicht, ist unklar: Während der Katastrophenschutzstab des Landkreises bisher 8,20 Meter in der Nacht zum Dienstag erwartet, rechnet das Magdeburger Wasser- und Schifffahrtsamt für Donnerstag mit 8,50 Metern. Die erhöhte Hochwasserschutzmauer kann den Angaben zufolge 9 Metern standhalten.

+ 17:25 Uhr + Massive Behinderungen in Auto- und Bahnverkehr

Das Hochwasser in Sachsen-Anhalt führt zu zahlreichen Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr des Landes. So gibt es Ausfälle und Umleitungen von Nah- und Fernzügen, hunderte Straßen müssen wegen Überflutung teilweise oder ganz gesperrt werden. Besonders sind Magdeburg und die umliegenden Landkreise betroffen, wo viele Straßen gesperrt wurden. Stündlich kann sich die Lage verschlimmern, wie der Krisenstab mitteilte.

Wegen der Sperrung der Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Magdeburg in der Nacht zum Sonntag ist die Verbindung Hannover-Magdeburg-Berlin unterbrochen. Zwischen Magdeburg und Biederitz ist Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Eisenbahnbrücke bleibe voraussichtlich bis Mitte kommender Woche gesperrt, sagte ein Sprecher der Bahn. 

Die IC-Linien von Hannover nach Leipzig und Dresden fahren derzeit nur bis Magdeburg. Zwischen Magdeburg und Halle ist in beiden Richtungen ein Busnotverkehr eingerichtet. Zwischen Halle und Leipzig kann der Nahverkehr genutzt werden, wie die Bahn weiter mitteilte.

+ 16:12 Uhr + Mann tot aus dem Inn geborgen

Ein 35 Jahre alter Mann ist in Stammham (Bayern) tot aus dem Inn geborgen worden. Der Mitarbeiter eines Innkraftwerks hatte den leblosen Körper am Samstag bei einer Staustufe entdeckt  - Wasserwacht und Feuerwehr bargen die Leiche dann, wie die Polizei in Rosenheim mitteilte. Er wurde von Angehörigen identifiziert. Die Todesumstände waren zunächst unklar.

+ 15:59 Uhr + Evakuierungen in Lauenburg

In Lauenburg an der Elbe haben die Bewohner der hochwassergefährdeten Unterstadt ihre Häuser verlassen. Einsatzteams aus Polizei, Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Seelsorgern gingen von Haus zu Haus, um Hilfe anzubieten. Ältere oder gehbehinderte Bürger wurden mit Pendelbussen zu einer Sporthalle gebracht. Von den 450 betroffenen Bewohnern hätten viele jedoch den gefährdeten Bereich bereits verlassen, sagte der für die Evakuierung zuständige Abschnittsleiter des DRK, Stefan Behrens. Der Krisenstab hatte am Sonnabend beschlossen, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

+ 15:51 Uhr + Anschlagsdrohungen schrecken Sachsen-Anhalt auf

Nach der Drohung mit Anschlägen auf Deiche sind laut Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) die Kontrollen der Deiche und wichtigsten wassertechnischen Anlagen verstärkt worden. «Wir nehmen das sehr ernst, weil solche Drohungen natürlich zu einer katastrophalen Auswirkung führen könnten, wenn wir sie nicht ernst nehmen», sagte der Regierungschef. Es müsse verhindert werden, dass die eh schon katastrophale Situation noch durch Anschläge verschärft werde.

+ 15:23 Uhr + FC Augsburg plant Benefizspiel

Der FC Augsburg plant für den 5. Juli im niederbayerischen Straubing ein Benefizspiel zugunsten der Hochwasseropfer. «Wir wollen den Geschädigten dieser schlimmen Naturkatastrophe durch dieses Spiel nicht nur ein wenig finanzielle Unterstützung zukommen lassen, sondern wollen ihnen auch Mut machen, um diese schwierige Situation zu meistern», äußerte Geschäftsführer Peter Bircks. Die Einnahmen der Partie gegen eine Straubinger Landkreisauswahl sollen komplett den Opfern der Hochwasser-Katastrophe zu Gute kommen.

+ 15:15 Uhr + Brandenburg flutet Havelpolder

Zur Entlastung der Elbe-Hochwasserregion rund um Wittenberge in Nordbrandenburg werden seit dem Nachmittag Polder an der Havel geflutet. Stück für Stück werden die Wehre ähnlich wie Garagentore heruntergelassen. Dadurch fließe das Wasser der höher liegenden Elbe in die Havel, erläuterte Kurt Augustin, Abteilungsleiter Wasser beim Landesumweltministerium. Die Flächen liegen etwa 30 Kilometer vor Wittenberge bei Neuwerben. Sie können etwa 250 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Der Pegelstand der Elbe betrug in Wittenberge um 15.00 Uhr 7,83 Meter. Beim Jahrhunderthochwasser 2002 lag der Höchststand bei 7,34 Meter.

+ 14:58 Uhr + Rekordhochwasser hält Magdeburg im Bann

Das Hochwasser der Elbe hat Magdeburg wesentlich stärker getroffen als erwartet und überflutet es langsam. Die Pegelstände an der Strombrücke stiegen am Sonntag auf historische Rekordstände. Die Bundeswehr versuchte mit 700 Soldaten, das Umspannwerk im Stadtteil Rothensee und damit die Stromversorgung in Betrieb zu halten. Rund 23 000 Bewohner in östlichen Stadtteilen wurden am Sonntagnachmittag aufgefordert, vorsorglich ihre Wohnungen zu verlassen. 

Der Katastrophenstab der Stadt entschied sich zur Räumung der östlichen Stadtteile, weil der Hochwasserscheitel eine Länge von rund 40 Kilometern habe und mehrere Tage gegen die Deiche drücken werde, teilte der Krisenstab der Landesregierung mit. Betroffen ist das Gebiet vom südlichen Stadtrand bis zur Berliner Chaussee. Dort wohnen rund zehn Prozent der Bevölkerung Magdeburgs.

+ 14:42 Uhr + Heftiges Unwetter: Katastrophenalarm für Elbe 

Heftige Unwetter haben in Teilen Sachsens Katastrophenalarm ausgelöst. Betroffene Gebiete lagen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. "Es gibt überschwemmte Straßen, abrutschende Hänge und Hagel von bis zu einem Meter Höhe", sagte eine Sprecherin in Pirna. Aufgrund des starken Regens hätten Evakuierungen vorbereitet werden müssen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete für einige Orte Niederschläge von über 80 Litern pro Stunde auf einem Quadratmeter Fläche. Für weitere sächsische Landkreise wurden Unwetterwarnungen herausgegeben.

+ 14:39 Uhr + Magdeburg lässt östliche Stadtteile räumen

Magdeburg lässt Stadtteile mit rund 23.000 Bewohnern östlich der Elbe wegen der Hochwassergefahr räumen. Die Bewohner des Gebiets vom südlichen Stadtrand bis zur Berliner Chaussee seien aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, entschied der Katastrophenstab der Stadt am Sonntag. Hintergrund sei, dass der Hochwasserscheitel eine Länge von rund 40 Kilometern habe und mehrere Tage gegen die Deiche drücken werde, wie der Krisenstab der Landesregierung weiter mitteilte.

+ 14:37 Uhr + Binnenschifffahrt liegt lahm

Das Hochwasser hat die bayerische Binnenschifffahrt lahmgelegt. Seit acht Tagen ruhe der gesamte Schiffsverkehr auf Main und Donau, teilte die Mainschifffahrts-Genossenschaft (MSG) in Würzburg mit. Davon seien vor allem kleine Familienunternehmen betroffen. Wegen Versandungen und Verschlammungen dürfte sich die Lage frühestens in zwei Wochen normalisieren.

+ 14:31 Uhr + Lage in Passau entspannt sich

Die Lage in Passau entspannt sich. Der Pegel der Donau werde bis Abend auf etwa 7,20 Meter zurückgehen und damit fast sechs Meter unter dem Höchststand vom Dienstag sein, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Zerstörung, die sich nach dem Abfließen des Hochwassers aus der Stadt nun zeigt, ist enorm: 1200 Schadensfälle wurden bislang gemeldet, 800 davon begutachtet. Allein bei den Schäden an Privathäusern und Kleinbetrieben "werden wir die 100 Millionen zumindest annähernd erreichen", sagte der Rathaussprecher. Dazu kämen die Schäden bei großen Firmen und bei kommunalen Einrichtungen wie Theatern, Museen, Kitas oder Straßen.

Aktuell sei das Aufräumen in vollem Gange, berichtete der Sprecher. Bis spätestens Dienstag sollten sämtliche Straßen wieder weitgehend von Schlamm und Müll befreit seien. "Dass die Leute selbst in ihren Anwesen dann noch jede Menge Arbeit haben, ist davon unbetroffen. Das wird Wochen und Monate dauern."

+ 14:29 Uhr + Evakuierung von Hitzacker läuft reibungslos 

Die am Vormittag angelaufene Evakuierung der Altstadt von Hitzacker läuft weitgehend reibungslos. "Es sieht im Moment nicht danach aus, dass es Schwierigkeiten gibt", sagte der Sprecher der Einsatzkräfte, Mirko Tügel. Wegen des zuletzt rasant gestiegenen Elbe-Hochwassers müssen die rund 280 Bewohner der von Elbe und Jeetzel umflossenen Altstadtinsel ihre Häuser bis 20.00 verlassen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes gingen von Haus zu Haus und forderten die Anwohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten kamen bei Freunden unter, eine Turnhalle mit Feldbetten blieb zunächst leer.

Die Räumung sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte Tügel. Denn die Hochwasserschutzmauer sei zuletzt so erhöht worden, dass sie einem Wasserstand von 9 Metern standhalten könne. Das ist deutlich mehr als der nun zwischen Montagabend und Dienstag mit einer Höhe von 8,20 bis 8,45 Metern erwartete Höchststand. Doch es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Treibgut die Mauer beschädigt.

+ 14:27 Uhr + Schifffahrt auf Rhein noch eingeschränkt 

Auf dem Mittelrhein fahren die Schiffe seit dem Wochenende wieder - vorerst nur eingeschränkt. Weil das Hochwasser in Mainz, Bingen, Kaub und Koblenz noch immer über bestimmten Marken lag, durften die Schiffe aber weiterhin nur mit vermindertem Tempo unterwegs sein. Das geht aus dem Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice hervor. In Mainz war der Pegelstand schon wieder bei etwa 5,30 Meter angekommen, nachdem er noch am Freitag über der Marke von 6,30 Meter lag - ab dann ist der Rhein für Schiffsverkehr tabu. In Koblenz lag der Pegelstand bei 4,75 Meter, die Grenze für den Schiffsverkehr liegt dort bei 6,50 Meter.

+ 14:13 Uhr + Grimma befürchtet Schäden von 200 Millionen Euro

Um Hochwasserschäden von rund 200 Millionen Euro beheben zu können, benötigt das sächsische Grimma nach Ansicht von Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) Spendengeld. "Ich hoffe, das klingt nicht aufdringlich", sagte Berger der "Allgemeinen Zeitung Mainz". Bei Staat und Stadt werde alles getan, was möglich sei - dennoch würden Spenden gebraucht. Die Vorstellung, Grimma sei im Vergleich zur Flutkatastrophe 2002 nicht so schwer getroffen worden, gehe an der Realität vorbei. Probleme beim Bau neuer Hochwasserschutzanlagen führte Berger auch auf die geologischen Gegebenheiten der Region zurück.

+ 13:55 Uhr + Evakuierung in Wittenberge läuft schleppend 

Die Evakuierung von 1500 Einwohnern der Wittenberger Altstadt kommt nur schleppend voran. Bislang hätten nur wenige Menschen ihre Häuser und Wohnungen in der Altstadt entlang des Elbelaufs verlassen, sagte Bürgermeister Oliver Hermann (parteilos). Der Prignitzer Krisenstab hatte zur freiwilligen Evakuierung der Häuser aufgerufen. "Das Risiko war uns einfach hoch", sagte Landrat Hans Lange (CDU).

+ 13:51 Uhr + Brandenburg droht Gaffern mit der Polizei

Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hat Katastrophentouristen mit der Polizei gedroht. Schaulustige behinderten die Arbeit der Einsatzkräfte, warnte der Minister am Sonntag. Er forderte sie auf, umgehend insbesondere den Bereich um Quitzöbel (Landkreis Prignitz) zu verlassen. Dort  werden am Nachmittag wie angekündigt die Havelpolder geflutet. «Wir können dort niemanden brauchen, der da nicht hingehört», betonte er. Woidke kündigte Polizeimaßnahmen an, sollten Gaffer nicht umgehend verschwinden.

+ 13:21 Uhr + Bahnverbindung Hannover-Leipzig unterbrochen

Wegen des Elbe-Hochwassers ist die Bahnverbindung Hannover-Leipzig unterbrochen. In der Nacht zum Sonntag wurde in Magdeburg eine Eisenbahnbrücke gesperrt, wie die Bahn mitteilte. Die Passagiere werden nun mit Bussen von Magdeburg nach Biederitz östlich der Elbe gebracht. Die Eisenbahnbrücke bleibe voraussichtlich bis Mitte kommender Woche gesperrt.

+ 13:18 Uhr + Heftiger Regen in der Nacht zu Montag

Einigen Hochwasser-Regionen drohen erneut starke und auch unwetterartige Regenfälle. In einem Gebiet von Thüringen über Sachsen bis zur Lausitz sowie in Bayern könnten bis Montagmorgen innerhalb weniger Stunden örtlich bis zu 50 Liter Regen je Quadratmeter fallen, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach. Die Oberläufe kleinerer Flüsse und Bäche könnten wieder anschwellen. In Bayern drohe am Montag dann auch großflächig starker Regen. Am heftigsten wird es nach bisherigen Vorhersagen das Allgäu treffen. Weiter im Norden sollen starke Regenfälle dagegen ausbleiben.

+ 13:18 Uhr + Lage in Halle entspannt sich

Die Stadt Halle beginnt am Montag mit dem Einsammeln der Sandsäcke, nachdem sich die Lage dort weiter entspannt hat. Der Pegel des Flusses stand am Sonntag bei 6,60 Meter, wie die Stadt mitteilte. Beim höchsten Stand seit 400 Jahren hatte er Mitte vergangener Woche bei 8,07 Meter gelegen, normal sind knapp 2,00 Meter. Der Fokus liegt derzeit auf der Überwachung des Gimritzer und des Passendorfer Damms, wie die Stadt weiter mitteilte.

+ 13:09 Uhr + Keine Pause für Thüringer Hochwasserhelfer

Thüringen hat am Wochenende fast 1000 Katastrophen-Helfer in die Hochwassergebiete von Sachsen-Anhalt geschickt. Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes haben sich am Samstag 755 Spezialisten des Katastrophenschutzes mit 147 Fahrzeugen nach Magdeburg auf den Weg gemacht. 

+ 12:39 Uhr + Umwelt- und Gesundheitsrisiken befürchtet

Die in den Hochwasserregionen lebenden Menschen müssen sich nach dem Rückzug der Fluten nach Experteneinschätzung auf erhöhte Umwelt- und Gesundheitsrisiken einstellen. Behörden sollten daher die Trinkwasserqualität und landwirtschaftliche Erzeugnisse aus den überfluteten Regionen verstärkt kontrollieren, rät der Hydrogeologe Alfons Baier von der Universität Erlangen-Nürnberg.

+ 12:15 Uhr + Gauck fordert Solidarität mit Flutopfern

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Deutschen zu noch mehr Solidarität mit den Menschen der Flutkatastrophe 2013 aufgerufen. Bei seinem Besuch in der vom Hochwasser schwer geschädigten Stadt Halle zeigte sich der Bundespräsident zuversichtlich für den Wiederaufbau. «Das wir es wieder packen, das haben wir auch bei der Flut 2002 bewiesen», sagte Gauck. Auch jetzt werden sich seiner Ansicht nach erneut viele Menschen in Deutschland von der Hilfsbereitschaft anstecken lassen und ihren Geldbeutel öffnen. «Deutschland ist ein solidarisches Land», sagte der Bundespräsident.

+ 11:57 Uhr + Brandenburg flutet Polder

Zur Entlastung der Elbe-Hochwasserregion rund um Wittenberge werden am Sonntagnachmittag die Havelpolder geflutet. Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) sprach von einer bundesweit einmaligen Möglichkeit, den Hochwasserstand der Elbe zu senken. Um 11.30 Uhr wurde in der nordbrandenburgischen Stadt eine Rekord-Wasserhöhe von 7,77 Meter gemessen. Mit der Öffnung der Wehre soll auch ein Rückstau in die Havel verhindert werden, die in die Elbe mündet.

Die zehn Polder können bis zu 140 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Die Flächen reichen von der südwestlichen Prignitz über Havelberg bis ins havelländische Rathenow. «Es ist möglich, dass dadurch in Rathenow einige Keller voller Wasser laufen können», erklärte Bodo Schwiegk vom Landesumweltamt. Nach seiner Einschätzung könnten die Polder in zwei bis drei Tagen voll sein.

+ 11:55 Uhr + Toter bei Aufräumarbeiten in Österreich

In Tirol erlitt ein 80-jähriger Landwirt bei den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser einen tödlichen Herzinfarkt. Er hatte sich wahrscheinlich bei der Beseitigung von Hochwasserschäden überanstrengt. Angehörige fanden ihn nahe seines Bauernhofes im Bezirk Kitzbühel leblos am Ufer des Sindbaches.

+ 11:11 Uhr + Altstadt von Hitzacker wird evakuiert

Wegen des rasant gestiegenen Wasserstandes der Elbe soll die Altstadt von Hitzacker bis zum Abend evakuiert werden. Die rund 280 Bewohner der von Elbe und Jeetzel umflossenen Altstadtinsel sollten ihre Häuser bis 20 Uhr verlassen, teilte die Stadt Hitzacker mit. Die Hochwasserschutzmauer sei in den vergangenen Tagen so erhöht worden, dass sie einem Wasserstand von 9 Metern standhalten könne, sagte Pressesprecher Mirko Tügel. Das sei zwar mehr als der für Dienstag erwartete Rekord-Höchststand von 8,20 Meter. Doch weil Treibgut aus der Elbe die Mauer beschädigen könne, sollte die Altstadt von Hitzacker vorsichtshalber geräumt werden.

+ 11:10 Uhr + Rekordflut an der Elbe auch in Mecklenburg-Vorpommern

Rund 1000 Bundeswehr-Soldaten und zahlreiche zivile Katastrophenschützer arbeiten an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern mit Hochdruck an der Aufstockung der Deiche, um die erwartete Rekordflut abzuwehren. Für Mittwoch sind in Dömitz 7,60 Meter vorhergesagt. Einen Tag später soll der Flutscheitel Boizenburg mit Höchstwasserständen von 7,80 Meter erreichen. Die Bundeswehr beordert weitere 300 Soldaten des Panzerbataillons 33 aus Neustadt am Rübenberge (Niedersachsen) an den Flussabschnitt, wie ein Sprecher der Bundeswehr in Ludwigslust sagte. Dort hat der Katastrophenabwehrstab des Landkreises Ludwigslust-Parchim seinen Sitz.

+ 10:59 Uhr + 10.000 Bitterfelder können in ihre Häuser zurück 

Erleichterung in Bitterfeld: 10.000 Menschen aus dem östlichen Teil der Stadt und dem Ort Friedersdorf können in ihre Häuser zurück. Helfern und der Bundeswehr ist es gelungen, ein Leck an einem Deich an dem See Goitzsche zu schließen. Es droht keine akute Gefahr mehr, dass Wassermassen aus dem See nach Bitterfeld strömen, wie der Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Köthen mitteilte. Lediglich die Bewohner eines Altenheims, das direkt an der Goitzsche liegt, können noch nicht zurück. Auch die Evakuierung der Orte Jeßnitz und Raguhn ist aufgehoben, wie der Landkreis weiter mitteilte.

+ 10:47 Uhr + Freiwillige zum Sandsack-Befüllen gesucht 

Zur Sicherung der Elbe-Deiche werden im Landkreis Lüchow-Dannenberg wieder Freiwillige gesucht. Wegen der am Samstag angehobenen Prognosen für das Elbe-Hochwasser sollten die Helfer im Kieswerk Tramm Sandsäcke befüllen, teilte der Landkreis in Lüchow mit. "Wir machen das vorsorglich. Wenn Deichwachen Schadstellen entdecken, könnten wir dann nachlegen", sagte Sprecherin Dörte Hinze. Die Verstärkung der 25 Kilometer langen Elbe-Deiche im Landkreis sei am Samstag beendet worden. An einigen Stellen seien die Deiche mit Sandsäcken um bis zu einen Meter erhöht worden.

+ 10:27 Uhr + Bahn sperrt Elbebrücke bei Magdeburg

Wegen des Hochwassers hat die Bahn eine Elbebrücke bei Magdeburg gesperrt. Davon ist der Fernverkehr zwischen Hannover und Leipzig betroffen, wie die Bahn in Berlin mitteilte. Die Intercity-Züge von und nach Hannover enden und beginnen im Magdeburger Hauptbahnhof. Zwischen dem Hauptbahnhof und Halle wurde ein Busnotverkehr eingerichtet. Ab Halle müssen Reisende dann Nahverkehrszüge nach Leipzig nutzen. Auch der Regionalverkehr aus Leipzig und Berlin nach Magdeburg ist betroffen.

+ 10:11 Uhr + Anschlags-Drohung auf Deiche

Nach einer Drohung mit Anschlägen auf Deiche hat Sachsen-Anhalt die Überwachung der Anlagen aus der Luft und vom Boden aus verstärkt. Dies sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU). Es werde alles Erforderliche getan, die Bürger sollten weiterhin die Ruhe bewahren. "Wir nehmen das Bekennerschreiben ernst", sagte der Minister. Kein Deich sei unbewacht. Das Papier sei mehreren Medien übermittelt worden und mit "Germanophobe Flutbrigade" unterzeichnet.

+ 10:09 Uhr + Gauck bei Gottesdienst in Hochwassergebiet 

Mit dem Besuch eines Gottesdienstes hat Bundespräsident Joachim Gauck in Sachsen-Anhalt seine Visite in ostdeutsche Hochwassergebiete gestartet. "Man kann sich nicht vorstellen, was da alles zu bewältigen ist", sagte Gauck mit Blick auf die Flutkatastrophe und deren Folgen bei seiner Ankunft in Halle. In der Marktkirche in Halle gedachten Hunderte Menschen der Opfer der Flutkatastrophe in Deutschland, die ihr Leben, ihr Hab und Gut und ihre Existenz verloren haben. Gauck wollte danach auch mit Helfern der Flutkatastrophe der Saale sprechen und eine davon betroffene Kita besuchen. Anschließend wollte er ins sächsische Meißen weiterfahren.

+ 09:42 Uhr + Situation bei schadhaftem Deich entspannt sich  

Die Situation an einem schadhaften Deich bei Großtreben-Zwethau (Landkreis Nordsachsen) hat sich in der Nacht entspannt. Den Einsatzkräften sei es gelungen, eine defekte Klappe in einem Deich nahezu zu verschließen. "Es kommt nur noch minimal Wasser durch", sagte ein Sprecher des Krisenstabes. Es werde noch am Vormittag entschieden, ob die Evakuierung des Ortes mit 400 Einwohnern aufgehoben werde. Allerdings hätten ohnehin nur sehr wenige Menschen ihre Wohnungen verlassen.

+ 09:38 Uhr + Hochwasserlage in Brandenburg spitzt sich zu  

Die Hochwasserlage an der Elbe im Nordwesten Brandenburgs spitzt sich weiter zu. In Wittenberge stieg der Pegel am Morgen (6 Uhr) auf die Marke von 7,67 Meter, wie das Hochwasserkrisenzentrum des Landes in Potsdam mitteilte. Beim Jahrhunderthochwasser 2002 waren 7,34 Meter erreicht worden. Bis Dienstag wird mit einem weiteren Anstieg des Wassers auf 8,10 Meter gerechnet.

+ 09:30 Uhr + Hochwasser der Elbe in Magdeburg steigt weiter 

Der Hochwasser-Scheitel der Elbe hat nach neuen Prognosen Magdeburg noch nicht erreicht. An der Strombrücke in der Innenstadt wurde am Morgen ein Rekordwert von 7,45 Meter bei einer nahezu gleichbleibenden Tendenz gemessen, sagte Hydrologin Antje Rentsch vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz. Bis zum Abend müsse aber mit einem weiteren Anstieg um fünf bis zehn Zentimeter gerechnet werden. Zwischenzeitlich war erwartet worden, dass der Hochwasserscheitel Magdeburg am frühen Morgen erreicht. Prognosen seien extrem schwierig, weil es keinerlei Erfahrungswerte mit solchen Wassermassen gebe, die vielerorts über das Ufer getreten seien, sagte die Expertin.

+ 09:30 Uhr + Pegel im Kreis Ludwigslust-Parchim steigen 

Die Pegel der Elbe bei Dömitz und Boitzenburg im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind weiter angestiegen. Dömitz meldete 6,52 um 6.00 Uhr, Boizenburg 5,58 Meter. Nach den Prognosen der Hochwasservorhersagezentrale Magdeburg sind am Mittwoch und Donnerstag Rekord-Höchststände mit 7,60 und 7,80 Meter zu erwarten. Seit Samstagabend stocken die Einsatzkräfte mit Sandsäcken die Deiche deshalb um 30 Zentimeter auf. Die Deiche seien auf Hochwasserstände von 6,80 Meter ausgelegt, "noch einen Meter bis zu Deichkrone und dann ist Ende", sagte der Sprecher des Krisenstabes, Andreas Bonin.

+ 09:07 Uhr + Pegelstände der Elbe in Niedersachsen steigen

Die Pegelstände der Elbe haben sich in Niedersachsen weiter den erwarteten Rekordwerten angenähert. In Hitzacker wurden am Morgen 7,35 Meter gemessen, in Neu Darchau waren es 6,93 Meter. Bis Mitte der Woche sollen die Pegelstände nach Berechnungen der Hochwasserzentrale in Magdeburg auf 8,45 Meter in Hitzacker und 8,40 Meter in Neu Darchau steigen. Das wären bis zu einem Meter mehr als bei den bisherigen Rekordhochwassern von 2001, 2006 und 2011. Weil die Prognosen am Samstag erhöht wurden, werden die Elbdeiche weiter mit Sandsäcken erhöht. In den Kreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg herrscht seit einigen Tagen Katastrophenalarm.

+ 09:02 Uhr + Lauenburg: Bewohner müssen Häuser verlassen

In Lauenburg an der Elbe müssen viele Bewohner der Unterstadt ihre Häuser verlassen. Die Evakuierung soll am Mittag beginnen, sagte ein Sprecher des Krisenstabes. Die gefährdeten Bereiche müssten bis Montag, 9 Uhr geräumt sein, heißt es in einer Anordnung des Landrates, die im Internet veröffentlicht wurde. Grund sind die neuen Prognosen der Hochwasservorhersagezentrale Magdeburg. Danach soll die Elbe an diesem Donnerstag am Pegel Hohnstorf bei Lauenburg einen Höchststand von 10,10 Metern erreichen. Dann stünden die tief gelegenen Teile der Stadt mehr als einen Meter hoch unter Wasser. Höchster bislang gemessener Wasserstand in Hohnstorf war 9,88 Meter

+ 08:39 Uhr + Krisenstab meldet Dammbruch an der Saale 

Der umkämpfte Damm am Zusammenfluss von Saale und Elbe ist gebrochen. Dies teilte der Krisenstab der Landesregierung von Sachsen-Anhalt mit. Er rief rund 150 verbliebene Menschen im Raum Groß Rosenburg, Breitenhagen, Lödderitz und Sachsendorf auf, sofort in höhere Gebiete zu flüchten. Betroffen von der Räumung ist ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern an der Mündung der Saale in die Elbe südlich von Magdeburg. Dort waren am Wochenende die Hochwasser-Scheitel beider Flüsse zusammengeprallt, was Prognosen extrem erschwert hatte. Die Bruchstelle befindet sich zwischen Klein Rosenburg und dem Schöpfwerk Breitenhagen.

+ 07:30 Uhr + Hochwasser könnte Badeseen verschmutzen 

Das Rekordhochwasser in Deutschland könnte auch die Wasserqualität in den Badeseen beeinträchtigen. Kläranlagen könnten überflutet werden, auch Schmutzwasser aus Kanälen könnte an die Oberfläche gelangen, sagte Markus Venohr vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin. Dadurch wiederum könne unbehandeltes Abwasser inklusive Keimen in die Gewässer geraten.

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums überprüfen die Gesundheitsbehörden der Länder regelmäßig die Seen. In einigen vom Hochwasser betroffenen Gebieten rieten die zuständigen Behörden bereits vom Baden ab. So warnte das Landratsamt im bayerischen Dillingen a.d. Donau vor dem Baden in vom Hochwasser betroffenen Badeseen wegen zu hoher Keimbelastung. Baden in den verunreinigten Gewässern könne zu Magen-Darm-Erkrankungen führen.

+ 06:58 Uhr + Magdeburger OB: "Müssen auf alles gefasst sein" 

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hat die Bürger ermahnt, Evakuierungsaufforderungen der Stadt auch wirklich nachzukommen. "Es dient Ihrer eigenen Sicherheit. Bewahren Sie vor allem Ruhe", erklärte Trümper in einem neuen offenen Brief in der Nacht. Die Stadt hatte vor allem fast 3000 Menschen im Stadtteil Rothensee aufgefordert ihre Wohnungen zu verlassen. Der Hochwasser-Scheitel werde die Stadt voraussichtlich an diesem Sonntag passieren, erklärte Trümper. "Wir müssen auf alles gefasst sein."

+ 06:16 Uhr +  Bundesregierung plant Flutgipfel

Angesichts der Hochwasser-Schäden in  Deutschland plant die Bundesregierung nach Informationen der  "Leipziger Volkszeitung" einen nationalen Flutgipfel. Dabei solle  zusammen mit allen Ministerpräsidenten der Länder eine faire  Lastenverteilung bei der Bewältigung der Flutschäden gewährleistet  werden, berichtet das Blatt unter Berufung  auf Regierungskreise. Die Kosten dürften nicht allein beim Bund und  den direkt betroffenen Bundesländern hängen bleiben. Das Hochwasser  der vergangenen Tage hat in den verschiedensten Regionen  Deutschlands Orte und Landschaften überflutet und zu massiven  Schäden geführt.

+ 06:13 Uhr + Insektenforscher rechnet mit Mückenplage

In Thüringen könnte es wegen der Überschwemmungen in den kommenden Wochen zu einer Mückenplage kommen. "In den vielen großen Pfützen auf den Feldern und Wiesen und auch im urbanen Raum können sich jetzt natürlich Stechmücken entwickeln", sagte der Vorsitzende des Thüringer Entomologenverbandes, Ronald Bellstedt, in Gotha. "Mücken fliegen nur, wenn es warm und feucht ist."

+ 06:13 Uhr + Hochwasser richtet Millionenschäden an

Das Hochwasser hat nach Einschätzung des Landesbauernverbandes Millionenschäden bei den betroffenen Landwirten in Sachsen-Anhalt angerichtet. "Zigtausende Hektar Land sind überschwemmt", sagte Hauptgeschäftsführer Fritz Schumann in Magdeburg. Tiere hätten in dramatischen Aktionen von überfluteten Gehöften gerettet werden müssen. Felder, Weiden und Ställe stünden noch immer unter Wasser. "Es sind alle Fruchtarten betroffen - Kartoffeln, Zuckerrüben, Erdbeeren, Getreide", sagte Schumann. Die finanziellen Einbußen könnten nicht allein durch Versicherungen und die von der Bundesregierung versprochene Soforthilfe beglichen werden. "Die Landwirte brauchen dringend weitere Unterstützung", forderte Schumann. 

+ 04:45 Uhr + Rekord-Hochwasser in der Prignitz

In Wittenberge in der Prignitz hat sich die Hochwassersituation in der Nacht nicht weiter verschärft. "Die letzten Stunden sind zum Glück ruhig verlaufen", sagte ein Sprecher des Krisenstabs am frühen Morgen. Das Hochwasser der Elbe hatte bei Wittenberge am Samstagabend einen historischen Höchststand erreicht. Rund 1500 Bewohner der Altstadt wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. "Bisher wurde das Angebot aber nur sehr verhalten angenommen", sagte der Sprecher weiter. Einige Bewohner wurden mit Bussen in eine Notunterkunft in Perleberg gebracht. Dort verbrachten sie die Nacht in einer Schule.

Gegen 22 Uhr hatte die Elbe bei Wittenberge einen Rekordstand von 7,50 Meter erreicht. Das waren sechs Zentimeter mehr als beim Hochwasser 1880. Der Fluss stieg zunächst weiter. "Mit so einer Entwicklung konnte nicht gerechnet werden", sagte der Landrat des Kreises Prignitz, Hans Lange.

+ 04:30 Uhr + Lauenberg erwartet historische Höchststände

Die Prognose der zentralen Hochwasservorhersagezentrale Magdeburg mit historischen Höchstständen der Elbe für Lauenburg hat in Schleswig-Holstein schnell für Alarmstimmung gesorgt. Bereits geplante und dann abgesagte Evakuierungen der Altstadt scheinen unvermeidlich. Das gilt nach Schilderungen des Krisenstabssprechers Karsten Steffen auch für die Elbstraße. Zeitpläne für die Räumungen werden aufgestellt.

+ 03:02 Uhr + Hochwassersituation weiter dramatisch

In einigen Hochwassergebieten in Sachsen-Anhalt hat sich die Situation in der Nacht weiter zugespitzt. Im Brennpunkt: Magdeburg. In der Landeshauptstadt stehe die Elbe am Pegel Strombrücke mittlerweile bei 7,43 Metern, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs am frühen Morgen. Bei dem verheerenden Hochwasser 2002 lag der höchste Pegelstand bei 6,72 Metern. Wie hoch das Wasser in der nächsten Tagen noch steigen werde, könne derzeit niemand abschätzen. "Die alten Prognosen zum Endpegelstand gelten nicht mehr."

In Fischbeck an der Elbe (Landkreis Stendal) sei der Deich auf einer Länge von 70 Metern abgesackt, hieß es. Dort sickerte Wasser durch. In Lostau (Landkreis Jerichower Land) drohe ein völlig durchweichter Deich unter dem gigantischen Druck der Wassermassen zu brechen. Helfer und Fachleute waren in der Nacht zum Sonntag vor Ort. «Grund zur Panik besteht aber nicht», betonte die Sprecherin.

Die Ticker-Meldungen des Vortages.

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Reiseverbot für Prinz Willams' Frau Kate
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Helene Fischers Werbespot empört die Fans
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Promi-Bild des Tages
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Prinz Harrys turbulentes Liebesleben
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Panorama
Krimi-Tipps am Donnerstag
Schließfächer im Hamburger Hauptbahnhof
Hamburger Hauptbahnhof
Tote Babys in Schließfach deponiert
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Verlierer des Tages
Modell für die Skulptur eines onanierendem Bären
Kurz & Knapp - der Nachrichtensplitter
Göttingen gedenkt mit onanierendem Bären
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Reese Witherspoon
Ehe vor dem Aus?
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Ben Affleck spricht über Casino-Rausschmiss
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Gewinner des Tages
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Haftbefehl gegen Miley Cyrus
Einfach wie ein normaler Fußgänger den Zebrastreifen überqueren? Nicht an der Abbey Road in London.
24-Stunden-Livestream beweist
Auf der Abbey Road drehen alle durch
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Spruch des Tages
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Ein unabhängiges Schottland? So denken die Stars
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Adnan Maral
Das verbindet ihn mit Frank-Walter Steinmeier
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Der Deutsche Fernsehpreis
"Sing meinen Song" vs. "Circus HalliGalli"
Ein Londoner Restaurant benutzt Bilder von Todeskandidaten und ihren Henkersmalzeiten zu Promotionszwecken.
Die Speisen der Todeskandidaten
Restaurant serviert echte Henkersmahlzeiten
"Touristen meinen, sie könnten machen, was sie wollen, aber sind sie im Bikini wirklich sicher?", hatte Thailands Putschführer und Regierungschef Prayuth Chan-ocha die Morde kommentiert.
Doppelmord in Thailand
Regierungschef empört mit Bikini-Kommentar
Modell für die Skulptur eines onanierendem Bären
Kurz & Knapp - der Nachrichtensplitter
Göttingen gedenkt mit onanierendem Bären
Am ersten Abend
Klassenfahrt nach Saufgelage der Lehrer abgebrochen
Diese Bild schoss Becky (l.) kurz vor der Ankuft Charlies am Flughafen. Neben ihr stehen Lizzy, die ebenfalls mit Charlie zusammen war, und das dritte Mädchen, das nicht genannt werden möchte.
Überraschung am Flughafen
Die bittersüße Rache der Betrogenen
Handtuch
Überraschung beim Kuckuck-Spiel
Wenn Papa sich rasiert
Teekräuter rauchen: das High bleibt aus, die unangenehmen Nebenwirkungen auch.
Neuer Trend
In New York raucht man jetzt Tee
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Mesut Özil
Peinlicher Post mit Samuel L. Jackson
Wer in Russland seinen Müll wegwirft, muss sich achtgeben vor dieser Motorradfahrerin.
Umweltsünder aufgepasst
"Super-Bikerin" räumt rabiat auf
Die Fahrer hatten das Kokain in Spanien gekauft
Zöllner machen überraschenden Fund
Vier Kilo Koks in Vatikan-Auto entdeckt
Nase kaputt, Windschutzscheiben in Mitleidenschaft gezogen: der Airbus A330 hat schon bessere Zeiten gesehen.
"Wie in einer Achterbahn"
Hagelsturm sorgt für Horrorflug
Der Friedhofsmitarbeiter Celestino Reyna (r.) und ein Neffe des Toten posieren mit der ausgegrabenen Leiche.
Makaberes Foto sorgt für Skandal
Erinnerungsfoto mit Leiche
Thailand
65-Jährige war depressiv
Thailänderin stürzt sich in Krokodil-Becken
Alle Insassen des Fluges MH-17 kamen bei dem Absturz der Maschine ums Leben. (Archivbild)
Abschuss von MH-17
Unbekannte bieten 30-Millionen-Kopfgeld
U-Bahn oder Mensch - wer ist schneller? Das Duell in London war ziemlich spannend.
Irres Duell in London
Wer ist schneller – Mann oder U-Bahn?
Hit auf YouTube
YouTuber rührt das Netz zu Tränen
Die geheime Botschaft im 1000. Video
Einfach wie ein normaler Fußgänger den Zebrastreifen überqueren? Nicht an der Abbey Road in London.
24-Stunden-Livestream beweist
Auf der Abbey Road drehen alle durch
Augen zu und durch: Rody Dio vom brasilianischen Blog "La Fênix" beißt in einen Kaktus.
Was kommt nach der "Ice Bucket Challenge"?
Männer, die in Kakteen beißen
Der verurteilte Straftäter betrachtet sich selbst als Gefahr für die Gesellschaft und will daher nicht freigelassen werden. (Symbolbild)
"Psychische Qualen"
Sexualstraftäter erhält Recht auf Sterbehilfe
Kim Jong-Un ist seit Ende 2011 Machthaber in Nordkorea.
Festnahme in Nordkorea
Amerikaner wollte zu Kim Jong-Un schwimmen
Zufällig filmte Alexander Hennessy wie er in Argentinen überfallen wurde.
Buenos Aires
Tourist filmt bewaffneten Überfall mit Helmkamera
Jeden Monat zählt der Bettler sein Geld in der Postfiliale.
Geld zählen in der Postfiliale
Das Ritual des 70-jährigen Chinesen
 
 
Flugplatz Mendig
"Rock am Ring"
Eifelstädtchen bekommt den Zuschlag für Festival
Die undatierte Aufnahme zeigt ein Teilstück eines 750 Jahre alten Siegels des pommerschen Herzogs Wartislaw III..
Sensation auf Usedom
Siegel-Fragment von Herzog aus Pommern entdeckt
Fehler im Anschreiben vermeiden
Bewerbung
Vier Tipps für das perfekte Anschreiben
Fischer schneiden erlegten Wal auf
Erfolg für Walschützer
Japaner müssen Fangpläne Wal-Experten vorlegen
Fast 90 Prozent der Katastrophenflüchtlinge des vergangenen Jahres leben in Asien.
Zahl der Flüchtlinge steigt
Naturkatastrophen vertreiben immer mehr Menschen
1943 wurde das Lager zerstört.
Zweiter Weltkrieg
Reste der Gaskammern von Sobibor entdeckt
Der gefundene Mechanismus von Antikythera gilt als einzigartig für die Antike.
Mechanismus von Antikythera
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Arbeitnehmern droht fristlose Kündigung
Auf dem Welterbesteig werden Wanderer mit traumhaften Ausblicken belohnt.
Wachau
Auf dem Welterbesteig durchs Donautal
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Von Kartoffeln und Hummern
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Daniel Craig verkörpert bereits zum vierten Mal den britischen Geheimagenten mit der Nummer 007.
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Immer mehr Menschen leiden in der älter werdenden Gesellschaft an neurologischen Krankheiten wie Demenz, Alzheimer oder Parkinson.
Neue Erkenntnisse
Alzheimer und Parkinson könnten ansteckend sein
Richard III. war der letzte englische Monarch, der auf dem Schlachtfeld starb.
Skelett untersucht
So brutal starb König Richard III.
Die acht Arme sind über einen Meter lang, die beiden Tentakel, über die das Tier zusätzlich verfügt, waren möglicherweise doppelt so lang.
Seltener Fang
Mega-Kalmar wird zum Internet-Hit
Immer mehr Menschen leiden in der älter werdenden Gesellschaft an neurologischen Krankheiten wie Demenz, Alzheimer oder Parkinson.
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Fatale Müdigkeit
Der Kampf gegen die innere Uhr
Wenn zu wenig Schlaf krank macht
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Ohne Funktion: USB-Schnittstelle an Jordan-Tretern.
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Der große Hollywood-Trend
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Lanzenreiter der osmanischen Kalvalerie stehen 1912 zusammen.
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Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg
Die Dispozinsen bei deutschen Banken sind laut "Finanztest" weiterhin viel zu hoch.
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