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Fiskus betrogen? Lionel Messi muss vor Gericht

Für den vierfachen Weltfußballer wird es eng: Lionel Messi und sein Vater müssen sich vor Gericht wegen Steuerbetrugs verantworten. Es geht um Summen in Millionenhöhe.

Lionel Messi muss sich wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten. Der viermalige Weltfußballer und sein Vater Jorge wurden für den 17. September vor die dritte Kammer eines Gerichts in Gava geladen, um sich zu den Vorwürfen zu äußern. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Barcelona, die bekannt gab, offiziell Ermittlungen eingeleitet zu haben.

Das Klagegesuch wurde für zulässig befunden, Messi (25) gilt damit als Beschuldigter. Gava ist eine Kleinstadt in der Provinz Barcelona, der Fußball-Star hat dort seinen Wohnsitz. Für den 17. bzw. 18. September ist der erste Gruppenspieltag in der Champions League angesetzt, Messi wäre normalerweise mit dem FC Barcelona im Einsatz.

Der Argentinier soll zusammen mit seinem Vater mindestens vier Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Dabei geht es um die Jahre 2006 bis 2009, laut Informationen der spanischen Nachrichtenagentur EFE sollen aber auch die Steuer-Erklärungen für die Jahre 2010 bis 2012 untersucht werden.

Einnahmen an Scheinfirmen abgetreten?

Messi hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. "Wir sind immer unseren Steuerverpflichtungen nachgekommen gemäß den Empfehlungen unserer Steuerberater, die auch jetzt für uns diese Angelegenheit klären werden", hatte er bei Facebook mitgeteilt.

Messi wird vorgeworfen, Teile seines Millioneneinkommens über Unternehmen in Steuerparadiesen abgewickelt zu haben. Es geht dabei um Lizenzgebühren für Bildrechte, die Messi an Scheinfirmen abgetreten haben soll, um die Erlöse am spanischen Finanzamt vorbeizuschleusen. Die Werbeeinnahmen sollen mindestens 19 Millionen Euro per annum betragen haben.

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