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Störfall in Japan Dampf über Fukushima-Reaktor

Der japanische Energiekonzern Tepco bekommt das Katastrophen-Kraftwerk in Fukushima weiterhin nicht in den Griff. Aus einem der beschädigten Reaktoren ist erneut Dampf entwichen.

Über einem der havarierten Atomreaktoren im japanischen Fukushima ist am Donnerstag aus bislang unbekannter Ursache Dampf aufgestiegen. Der Dampf sei auf Höhe des fünften Stocks des Reaktorgebäudes 3 gesichtet worden, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco. Die Temperatur im Reaktor sei nicht angestiegen, auch sei an Messstationen keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden, versicherte er. "Wir glauben nicht, dass sich eine Notfallsituation entwickelt."

Im fünften Stock des Gebäudes befindet sich ein Wasserbecken, in dem Bauteile aus dem Reaktor gelagert werden. Kurz nach der Havarie im Frühjahr 2011 hatte eine Wasserstoffexplosion das Dach des Gebäudes abgesprengt.

In der Atomanlage Fukushima gab es zuletzt immer wieder Zwischenfälle. Mehrmals trat radioaktives Wasser aus, eine Ratte verursachte einen Stromausfall.

Im März 2011 waren mehr als 18.000 Menschen ums Leben gekommen, als ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami die Gegend um die Atomanlage verwüsteten. Die Naturkatastrophe führte in einigen Reaktoren der Anlage zur Kernschmelze, der folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück im ukrainischen Tschernobyl 1986.

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