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6000 Verhaftungen weltweit Interpol zerschlägt Schmuggler-Netzwerk

Schusswaffen, Zigaretten oder gefälschte Markenprodukte: Interpol hat zugeschlagen und Schmugglern weltweit das Handwerk gelegt. Waren im Wert von über 100 Millionen Euro wurden sichergestellt.

Interpol hat weltweit agierende Schmuggel- und Fälschungsnetzwerke hochgehen lassen. Dabei seien im Mai und Juni dieses Jahres in Amerika, Asien, Afrika und Europa Güter im Wert von gut 133 Millionen US-Dollar (100 Millionen Euro) sichergestellt worden, teilte die internationale Polizeiorganisation mit. Rund 6000 Beteiligte seien verhaftet worden.

Zu den beschlagnahmten Waren zählten gefälschte Shampoos, Rasierer, Alkohol, Speiseöl, Kleidung oder Elektroprodukte und Schmuggelwaren wie Zigaretten oder illegale Schusswaffen.

Im Zuge der Ermittlungen schloss die Polizei eine illegale Tabakfabrik in der Ukraine und zwei illegale Brauereien in Kolumbien. In Peru kam die Organisation einer Werkstatt auf die Spur, in der falsche Seriennummern an geschmuggelten Motoren angebracht wurden. In Afrika wurde eine Maschine sichergestellt, mit der das Haltbarkeitsdatum auf Lebensmittelverpackungen verändert werden kann. Auch 300.000 Dollar Bargeld wurden gefunden.

Interpol zufolge trägt der Handel mit illegalen Gütern und Fälschungen nicht nur zum Profit krimineller Netzwerke bei, sondern stellt auch eine Bedrohung für Käufer dar. Diese wüssten nicht, dass die Waren keinerlei Sicherheitskontrollen durchlaufen haben.

Das Interpol-Programme gegen den Handel von illegalen und gefälschten Waren läuft seit Juni 2012. "Unsere Operationen zeigen, was erreicht werden kann, wenn Polizeiorganisationen zusammenarbeiten und eine gemeinsame Front gegen diese kriminelle Netzwerke bilden", sagte der Leiter der Abteilung Michael Ellis.

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