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InTempo-Wolkenkratzer in Benidorm Spaniens peinlichstes Baudesaster

Das InTempo-Hochhaus in Benidorm war als Symbol für Spaniens goldene Zukunft geplant. Aus den Türmen wurde ein Baudesaster - und eine nationale Schmach. Die neueste Panne ist besonders peinlich.

Eine "Vision der Zukunft" sollte es sein, der InTempo-Wolkenkratzer im spanischen Benidorm. Vor zehn Jahren fiel der Startschuss für das imposante Wohngebäude, das ein Symbol für Spaniens damals noch wachsende Wirtschaft werden sollte. Mittlerweile jedoch stehen die beiden Türme, in denen es 47 Etagen und 269 Wohnungen gibt, nur noch für eines: Spaniens ökonomischen Niedergang.

Nachdem es in den vergangenen Jahren Streit um die Finanzierung des InTempo-Baus gab, wurde die für 2009 geplante Eröffnung des 200 Meter hohen Hochhauses um vier Jahre verschoben.

Die meisten Probleme hingen mit der unsicheren Finanzierung zusammen, die durch die spanische Schulden- und Bankenkrise quasi undurchschaubar wurde. 2012 streikten zahlreiche Arbeiter, weil ihr Lohn regelmäßig zu spät ankam. Dazu kommt, dass Benidorm, das sich selbst "das New York des Mittelmeers" nennt, während der Rezession ebenfalls in die Krise gerutscht ist.

Nun die nächste Hiobsbotschaft: Den Architekten ist aufgefallen, dass Fahrstühle fehlen. Ursprünglich sollte es im InTempo-Hochhaus nur 20 Etagen geben. Doch die Investoren wollten mehr Mieter - und mehr Profit: So wurden noch einmal 27 Etagen addiert. Die spanische Tageszeitung "El Pais" berichtet, dass die Architekten bei dieser Veränderung einen entscheidenden Fehler machten: Sie vergaßen die Aufzüge.

Bis zum 20 Stock könnten Bewohner problemlos in einen der Aufzüge steigen, danach gebe es nur noch Treppen. Da die Türme nun fast fertig gebaut seien, fehle der Platz für zusätzliche Aufzugsschächte. Dazu kommt ein weiteres Baufiasko, dass die (geplante) Eröffnung im Dezember dieses Jahres überschatten wird.

Kaum Interessenten für Wohnungen

Die britische Zeitung "The Daily Mail" berichtet, dass die letzten acht Etagen, die die beide Türme miteinander verbinden, nicht ansatzweise fertig seien. Den Bauplänen zufolge soll es dort Gärten und Schwimmbäder geben. Einer der Gründe für diese Panne: Auch die ursprünglichen Architekten des Gebäudes sind nicht mehr an Bord. Zahlreiche Baupläne und Skizzen sind wohl nicht übergeben worden.

Die Folgen der Baupannen sind wenig überraschend: Der "Daily Mail" zufolge konnten die Investoren und Besitzer der InTempo-Türme bislang nur 35 Prozent der Wohnungen verkaufen. Die restlichen Apartments sollen nun weit unter den ursprünglichen Verkaufs- und Mietpreisen angeboten werden.

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