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Quälerei bei Wiesenhof Tiere landen lebendig im Müll

Wiesenhof reagiert auf Videos von "Soko Tierschutz" und stellte Strafanzeige gegen einen Geflügelzüchter. Die Tierschützer hatten Mitarbeiter gefilmt, die lebende Tiere in den Müll warfen.

Wiesenhof ist der größte deutsche Geflügelproduzent. Wer in der Bundesrepublik Geflügelfleisch verzehren will, kommt an der Firma kaum vorbei: Jedes dritte verspeiste Hähnchen entstammt der PHW-Gruppe, der Wiesenhof angehört. Die Gruppe hat ihren Sitz im niedersächsischen Rechterfeld. In den vergangenen Jahren stand das Unternehmen immer wieder in der Kritik, gegen Tierschutzregelungen zu verstoßen. Jetzt erhebt die Tierschutz-Organisation "Soko Tierschutz" neue Vorwürfe gegen Wiesenhof.

Konkret geht es um die Putenmast bei Wiesenhof-Zulieferbetrieben. Dort werden "Turbo-Puten" in 16 bis 21 Wochen auf ihr Schlachtgewicht gemästet. Bis zu 8000 Tiere leben zusammengepfercht in riesigen Hallen. Rund ein Zehntel von ihnen soll die Mastdauer nicht überstehen.

Getarnt und mit Wärmebildgeräten sowie lichtstarken Videokameras ausgestattet, schlichen sich Tierschutzaktivisten in mehrere Zulieferbetriebe. Die Bilder, die danach auf der Website der Organisation veröffentlicht wurden, sind schockierend. Beim sogenannten "Ausstallen" treiben Mitarbeiter die Tiere durch die Hallen. Videos zeigen, wie die Puten getreten und zum Teil in Transporter geschmissen werden. Knochenbrüche würden dabei "billigend in Kauf genommen", so Soko Tierschutz. Trotz vollmundiger Versprechen, die Ausstall-Methoden zu ändern, sei alles beim Alten geblieben. Die einzige Maßnahme, die Wiesenhof ergriffen habe, seien Investitionen in Sicherheitsdienste gewesen, so die Tierschützer. Wächter würden das Gelände rund um die Putenfarmen bei Ausstallungen mit Taschenlampen absuchen.

Tiere landen halb tot im Müll

Recherchen des Magazins "Stern" werfen Licht auf weitere brutale Vorgehensweisen bei Wiesenhof-Lieferanten. Bei einem Geflügelproduzent im bayerischen Kreis Altötting werden demnach Tiere lebendig in den Müll geworfen. Auch das Magazin beruft sich auf heimlich gedrehte Videos von Soko Tierschutz. Sie zeigen einen Mitarbeiter des Zulieferers dabei, wie er "ein flatterndes Tier" in den Müllcontainer schleudert. Auf einer weiteren Sequenz ist eine Mitarbeiterin zu sehen, wie sie versucht, ein lebendes Tier mit einem Eimer totzuschlagen.

Nach Ansicht der Tierschützer ist das brutale Vorgehen kein Einzelfall. Genau wie die skrupellosen Methoden beim Ausstallen System haben, würden regelmäßig lebende Tiere im Müll landen. 

Als Reaktion auf die Videos hat Wiesenhof dem bayerischen Lieferanten im Kreis Altötting den Vertrag gekündigt und Strafanzeige gestellt. "Nach Sichtung des Filmmaterials sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass die auf dem gezeigten Betrieb durchgeführte Art und Weise der Nottötungen an selektierten, nicht lebensfähigen Tieren, einen klaren Verstoß gegen das geltende Tierschutzrecht darstellt", teilte das Unternehmen mit.

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