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Thigh-Gap und Bikini Bridge Vom Internetscherz zum Magerwahn

Mager-Beinchen und flache Bikini-Bäuche: Neue Trends regen im Internet zum Abnehmen an. Experten sprechen von einem gefährlichen Trend für Mädchen und Frauen.

"Bikini-Bridge“ und "Thigh-Gap“ – zwei fragwürdige Trends, die sich auf Twitter, Instagram und Co. rasend schnell verbreiten. Die Oberschenkel-Lücke von Topmodel Cara Delevingne hat sogar einen eigenen Twitter-Account und fast 4000 Follower.  Immer mehr Frauen posten ebenfalls Bilder ihrer Beinlücke, zu Englisch: Thigh-Gap. Erst vor kurzem machte die "Bikini-Brücke“ die Runde: Ein neuer Fitness-Trend auf Social Media-Seiten, der Frauen dazu inspiriert bis zum Sommer abzunehmen und einen flachen Bauch im Bikini zu präsentieren.

Worum es bei der ominösen Oberschenkel-Lücke geht? Wer sich gerade, mit geschlossenen Beinen hinstellt, kann einen Zwischenraum zwischen beiden Schenkeln erkennen. Voilá, die Thigh-Gap. Tausende Mädchen und junge Frauen beschreiben ihren Weg zur beliebten Lücke auf sozialen Plattformen. Artikel und Foren geben Tipps, wie Frau so schlank werden kann, damit auch bei zusammengestellten Füßen die berühmte Lücke bleibt - ein Mangel, der normalerweise nur bei entsprechendem Körperbau oder Untergewicht auftritt.

Denn der Mut zur Lücke ist aus medizinischer Sicht nicht erstrebenswert warnt Ernährungsexpertin Dr. Gunda Backes. "Es ist vielmehr eine anatomische Ausnahme. Nur wenige Frauen haben diese Lücke von Natur aus und müssen extrem viel abnehmen, um diese zu erreichen. Die meisten haben eher Oberschenkel, die sich berühren. Frauen sollten daran denken, eine normale "weibliche“ Figur zu erhalten.“ Das sei vor allem wichtig, um ohne Komplikationen schwanger zu werden.

"Der Druck, dünn zu sein, kann durch Fotos verstärkt werden"

Für die Anhänger des neuen Thigh-Gap-Looks kann die Lücke allerdings gar nicht groß genug sein. Ob klapperdürr wirklich schön ist? "In unserer leistungsorientierten Gesellschaft zählt das Aussehen nach wie vor sehr viel. Wer dünn ist, wird eher als beliebt und erfolgreich angesehen“, weiß Dr. Backes. Zudem sei vielen Jugendlichen mit wenig ausgeprägtem Selbstbewusstsein die Anerkennung in sozialen Netzwerken oft sehr wichtig. Dr. Backes: “Der Druck, dünn zu sein, kann durch Fotos im Internet noch verstärkt werden.“

Die Bikini-Brücke ist nicht ganz so dramatisch, meinen Experten. Wenn der Körper beim Fotografieren richtig liegt, brauche es nicht unbedingt eine magere Person, damit sich eine entsprechende "Brücke“ zwischen Haut und Bikini abzeichnet. Dennoch: Auch dieser Trend zielt bewusst ab auf "thinspiration", die Inspiration zum Dünnsein. Und der erklärt sich laut Ernährungsexpertin Dr. Backes recht einfach: "In unserer Gesellschaft, in der Essen immer verfügbar ist und viele Menschen mit Übergewicht kämpfen, wird eben auch das andere Extrem immer interessanter - das aktive Wehren gegen das Essen.“

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