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Jahrestag des Berliner Tunnelraubs Bankkunden demonstrieren für Entschädigung

Ein Jahr ist es her, dass Diebe sich einen Tunnel zum Tresorraum einer Berliner Bank gruben. Wertsachen aus 300 Schließfächern ließen sie mitgehen - die Bestohlenen warten noch auf Entschädigung.

Geschädigte des spektakulären Tunnelraubs in Berlin haben am Jahrestag vor der ausgeraubten Filiale der Berliner Volksbank demonstriert und ihre volle Entschädigung gefordert. Mit Trillerpfeifen machten die rund 50 Teilnehmer ihrem Ärger Luft. Seit einem Jahr warten sie darauf, dass die Bank ihren Verlust angemessen ersetzt. Am 14. Januar 2013 drangen Unbekannte durch einen 45 Meter langen Tunnel in den Tresorraum der Bank ein und raubten 300 Schließfächer aus. Die Beute hatte laut Polizei einen Wert von rund zehn Millionen Euro. Die Täter konnten bisher nicht gefasst werden.

Rechtsanwalt Michael Plassmann, der einige der Opfer vertritt, gab der Volksbank eine Mitschuld an dem erfolgreichen Banküberfall. Auf Basis der äußerst fundierten Ergebnisse der Ermittlungsbehörden sei kaum zu leugnen, "dass der Tunnelraub hätte vermieden werden können", sagte Plassmann. Der zuständige Sicherheitsdienst sei im Vorfeld seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen.

Die Wachleute seien einer Alarmmeldung im Tresorraum zwei Tage vor der Entdeckung des Raubs nicht nachgegangen. Zudem kritisierte Plassmann "mögliche Lücken bei den Sicherheitsvorrichtungen". So habe es im Tresorraum nicht überwachte Bereiche gegeben. Genau dort seien die Schließfächer aufgebrochen worden.

Volksbank weist alle Vorwürfe zurück

Die Berliner Volksbank hat unterdessen die Vorwürfe zurückgewiesen. Die technischen und baulichen Sicherungsmaßnahmen für die vor einem Jahr geplünderte Schließfachanlage in Steglitz hätten in vollem Umfang den Anforderungen der Sachversicherer entsprochen, heißt es in einer Erklärung der Volksbank. Auch seien alle von den Einbrechern geschädigten 294 Kunde über die Lage informiert worden.

Die Einbrecher hatten seinerzeit viele Wertsachen und auch ganze Geldbündel im Tresorraum und im Tunnel zurückgelassen. Die Interessengemeinschaft sprach von rund 1.480 Wertobjekten, die die Bank wegen angeblich unzureichender Beschreibungen keinem Eigentümer zuordnen könne. Auf den Vorschlag, allen Geschädigten eine Gesamtliste vorzulegen und bei Mehrfach-Ansprüchen den Eigentümer durch Gegenüberstellungen zu ermitteln, sei das Institut nicht eingegangen.

Die Volksbank sicherte nun eine sachgerechte Lösung in Abstimmung mit ihrem Versicherer zu und verwies darauf, dass zurückgelassene Wertsachen bereits per Fotokatalog hätten abgeglichen werden können. Nach Angaben des Geldinstituts haben 20 Prozent der betroffenen Kunden Diebstahlschäden der Versicherung gemeldet. Bis auf einen Fall seien alle Zahlungen reguliert worden. Ihre Gesamtsumme belaufe sich auf rund 1,8 Millionen Euro.

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