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Brandenburg Das Rätsel der verschwundenen Katzen

In Brandenburg verschwinden systematisch Hauskatzen. Es gibt Gerüchte, aber kaum Hinweise. Die Polizei ist ratlos. Tierschützer haben ihre eigene Theorie - und die ist außerordentlich grausam.

Meist ist es der letzte Ausweg: ein Foto von der verschwundenen Katze am Straßenbaum. Doch oft bleibt die Suche erfolglos. Es halten sich Gerüchte, dass professionelle Tierfänger gezielt Katzen fangen. Ein Tierschutzverein in Märkisch-Oderland glaubt, dass solche Banden aktuell in Brandenburg unterwegs sind. Polizei und Landestierschutzverband wie auch der Verband "Aktion Tier" haben dagegen keine Hinweise auf solche Fälle. Die "Märkische Oderzeitung" hatte über derzeit viele vermisste Katzen in der Grenzregion berichtet.

"Solche Vermutungen tauchen immer mal wieder auf. Aber der Verdacht konnte nie bewiesen werden", sagte die Vorsitzende des Tierschutzverbandes Brandenburg, Renate Seidel. Wenn freilaufende Katzen nicht nach Hause kommen, gebe es viele Ursachen. Auch das Brandenburger Verbraucherschutzministerium weiß bislang nichts über verschwundene Katzen oder angeblich auf den grenznahen Polenmärkten zum Verkauf angebotene Felle. Der Handel mit Katzenfellen ist seit 2009 in der Europäischen Union verboten.

Laut Polizeipräsidium werden verschwundene Katzen in der Regel nicht der Polizei gemeldet. Der Verlust von Hauskatzen, die juristisch als Sache gelten, wird selten angezeigt. Aus der jüngsten Vergangenheit gebe es nur eine einzige Anzeige aus Vogelsdorf (Märkisch-Oderland). Dort waren zwei Tiere aus der örtlichen Katzenstation verschwunden.

Die Vorsitzende des dortigen Tierschutzvereins Strausberg und Umgebung, Beate Altmiks, glaubt indes an Katzenfänger. In der Umgebung würden noch zahlreiche weitere Stubentiger vermisst. Und das, obwohl - trotz der milden Witterung - noch nicht die Zeit sei, in der die Tiere üblicherweise auf Partnersuche gehen und zum Teil tagelang dem heimischen Fressnapf fernbleiben.

Verbrecher gehen geschickt vor

Die fehlenden Tiere wären bislang zuverlässig zurückgekommen, betonte Altmiks. Aus ihrer Sicht gibt es nur einen Grund für das Fernbleiben der Vierbeiner: Verbrecher hätten sie gezielt angelockt - möglicherweise mit speziellen sexuellen Lockstoffen. Ursula Bauer von "Aktion Tier" in Berlin sieht hingegen keinen Absatzmarkt für entführte Katzen. "Labore dürfen nicht mit Katzen ohne Herkunftsnachweis arbeiten, und der Verkauf von Fellen ist illegal."

Der Deutsche Tierschutzbund wiederum bestätigt auf Anfrage, dass es immer wieder vorkomme, dass gleichzeitig viele Katzen aus einer Wohngegend verschwinden. Ob ein krimineller Handel dahinterstecke, könne weder bestätigt, noch komplett ausgeschlossen werden. Die Lage sei schlicht "kaum nachzuprüfen".

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