Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Ausnahmezustand in der Hauptstadt In Berlin werden Rettungswagen knapp

Knochenbrüche, Prellungen und Blechschäden: Blitzeis hat in Berlin zum Ausnahmezustand in den Notrufzentralen geführt. Als keine Rettungswagen mehr verfügbar waren, mussten andere Fahrzeuge ran.

Blitzeis hat am Montag Berlin in eine gefährliche Rutschbahn verwandelt. Über Stunden stürzten Fußgänger und Radfahrer auf spiegelglatten Straßen und Wegen, Autos krachten ineinander. Es habe so viele Notrufe an einem Tag wie seit Jahren nicht mehr gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Polizei registrierte bis zum Nachmittag 945 Unfälle, die zumeist glimpflich abliefen.

Bildergalerie: Ausnahmezustand in Berlin

Für den Rettungsdienst rief die Feuerwehr den Ausnahmezustand aus. Allein bis 13.00 Uhr wurden 1.200 Notfälle gemeldet, wie der Sprecher sagte. Das seien bislang doppelt so viele gewesen wie an einem normalen Tag. "Wir arbeiten im Maximum." Weil die Rettungswagen nicht reichten, fuhren auch Löschfahrzeuge zu Verletzten.

Zusätzliche Kräfte von Freiwilligen Feuerwehren wurden alarmiert. Hilfsorganisationen stellten zwölf Rettungswagen bereit. Trotzdem kam Hilfe oft erst verspätet an. Notrufende mussten laut Feuerwehr teilweise mehrere Minuten unter 112 warten, bis ihr Notruf entgegengenommen werden konnte. Erschwerend sei hinzugekommen, dass das Computersystem der Leitstelle am Limit war.

Im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) sowie in den Rettungsstellen der Charité wurden deutlich mehr Patienten behandelt als sonst. "Es gab Hüftbrüche und ausgekugelte Hüften. So etwas tut höllisch weh", sagte UKB-Sprecherin Angela Kijewski. Innerhalb von zwei Stunden wurden demnach 41 Menschen nach Stürzen oder Unfällen eingeliefert.

Die Charité meldete 100 Blitzeis-Opfer

Der jüngste Patient sei 14, der älteste 93 Jahre alt gewesen. Auch andere Brüche, Sprunggelenksverletzungen, Bänderdehnungen und Platzwunden am Kopf wurden verarztet. Die Charité meldete 100 Blitzeis-Betroffene, die verletzt in den Rettungsstellen ankamen.

Bei der Polizei hieß es, etliche Autofahrer hätten sich nach fast frühlingshaftem Wetter nicht genügend auf gefrierenden Regen eingestellt. Allein zwischen 10.00 und 11.00 Uhr kam es zu 295 Karambolagen. Der Durchschnitt liege bei 20 Unfällen pro Stunde. Zu geringer Abstand und unangemessene Geschwindigkeit waren demnach häufige Unfallursachen. Am Nachmittag gingen die Unfallzahlen leicht zurück.

In Straßenbahnen, U-Bahnen und Bussen riefen die Fahrer Passagiere auf, beim Aussteigen vorsichtig zu sein. In Stadtteilen am Rande Berlins wie in Biesdorf konnten Busse nach Angaben einer Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe wegen der Glätte nicht mehr weiterfahren oder krochen nur im Schneckentempo. Es kam zu Verspätungen. In Weißensee rutschte ein Auto in Tramgleise, der Straßenbahn-Verkehr war eine halbe Stunde blockiert.

Für die Region Berlin-Brandenburg erwartet der Deutsche Wetterdienst in Potsdam in den nächsten Tagen sinkende Temperaturen und Schnee.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()