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Horror-Haus in den USA "Es ist Zeit zu sterben, ich werde dich töten"

Ein angebliches Horror-Haus in den USA sorgt weltweit für Schlagzeilen. Es geht um Dämonen und besessene Kinder. Seriöse Zeugen wollen erschreckende Dinge erlebt haben. Doch was davon ist wahr?

Geister, Dämonen, Teufelsaustreibungen: Ein vermeintliches Horror-Haus in den USA sorgt weltweit für Schlagzeilen. Geschichten über unbekannte Stimmen und scheinbar unerklärbare Phänomene lassen einen automatisch aufhorchen. In der Regel entpuppen sich die Vorkommnisse jedoch als übertrieben oder als erfunden. Der Fall von Latoya Ammons liegt anders. Involviert sind ein Polizist, ein Pfarrer, eine Mitarbeiterin vom Sozialamt und eine seriöse Tageszeitung. Der Tenor ist überall gleich: Ammons' Erlebnisse sind außergewöhnlich. Aber sind sie auch wahr?

Der "Indianapolis Star" hat den Vorkommnissen in Gary, Indiana, einen langen Artikel gewidmet. Die Tageszeitung fiel bislang nicht durch Spukgeschichten auf, im Gegenteil: Bereits zwei Mal gewann der "Indianapolis Star" einen Pulitzer-Preis für investigative Recherchen. Man kann davon ausgehen, dass die Redaktion auch den Artikel "Der Exorzismus der Latoya Ammons" mit der nötigen Abgeklärtheit behandelt hat. Im Netz ist der Text heiß diskutiert. Über 40.000 Nutzer empfahlen die Geschichte via Facebook.

Ammons' Odyssee begann im November 2011. Damals zog die Afro-Amerikanerin mit ihren drei Kindern und ihrer Mutter Rosa Campbell in ein harmlos aussehendes Haus in Gary. Die Stadt liegt rund 40 Autominuten von der Metropole Chicago entfernt.

Kurz nach dem Einzug stellte sich bei der Familie ein ungutes Gefühl ein. Ammons will nachts mysteriöse Geräusche und Schritte gehört sowie Schatten gesehen haben. Am 10. März 2012 eskalierte die Lage. Mitten in der Nacht ertönte ein Schrei. Ammons und ihre Mutter behaupteten im Anschluss, dass ihre Tochter über dem Bett geschwebt sei. Zum "Indianapolis Star" sagte Campbell: "Dämonen hatten die Kinder ergriffen." Bei allen Dreien seien die Augen hervorgequollen, ihr Lachen sie teuflisch gewesen. Eine zur Rat gezogene Wahrsagerin warnte die Familie vor "200 Dämonen".

Im April 2012 kam es zum nächsten Zwischenfall in der Nacht. Dabei wurde eines der Kinder am Kopf verletzt. Im Krankenhaus begann erst das Mädchen zu schreien, wenig später auch ihr Bruder. Der behandelnde Arzt Geoffrey Onyeukwu sagte dem "Indianapolis Star", dass er solche "dämonische Schreie" noch nie erlebt habe. Onyeukwu gab den Fall an die Behörden weiter.

"Ich werde dieses Haus nie wieder betreten"

Im Anschluss besuchte die Sozialarbeiterin Valerie Washington die Familie. Die Dinge, die sie erlebte, waren rätselhaft - und klingen eher nach einer Episode aus der Mystery-Serie "Akte X". Eines Tages habe einer der Jungen seinen Bruder in einer fremden Stimme angeknurrt. "Es ist Zeit zu sterben, ich werde dich töten", brüllte er. Danach lief er angeblich rückwärts die Wand hoch. Washington alarmierte die Polizei. Diese schickt einen ihrer erfahrensten Beamten, Charles Austin.

Der Polizist sollte die Lage beruhigen, seine Untersuchungen machten den Fall jedoch noch verworrener. Austin berichtete von fremden Stimmen im Haus und von unerklärbaren Kräften. Die britische "Daily Mail" verfügt über eine Tonbandaufnahme, auf der ein mysteriöses "Hey" zu hören ist. Auf einem Foto, das er vom Haus machte, ist eine verschwommene Gestalt hinter dem Fenster zu erkennen. "Ich werde dieses Haus nie wieder betreten", sagte Austin der US-Zeitung.

Mike Maginot ließ sich von alldem nicht abschrecken. Der Pfarrer wollte der Familie helfen und schlug nach Absprache mit seinem Bischof eine Teufelsaustreibung vor - bei den Kindern und bei dem Haus. Überraschenderweise lösten sich dadurch die Probleme: Ammons' Kinder schliefen auf einmal wieder durch, die Familie kam zu Ruhe. In dem vermeintlichen Horror-Haus wollte sie jedoch nicht bleiben.

Was ist nun wahr an Ammons' Geschichte, und was ist reine Fantasie? Haben die Kinder nur geschauspielert? Leidet ihre Mutter an Halluzinationen? Die Fragen bleiben offen. Der Vermieter des Hauses sagte dem "Indianapolis Star", dass die neuen Mieter mit dem Haus zufrieden seien. Von Dämonen und Geistern habe er nie wieder gehört.

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