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Alexander von Humboldt Das Beck's-Schiff wird auf Ebay verkauft

Eines der bekanntesten deutschen Segelschiffe wird zwischen gebrauchten Büchern und Möbeln auf Ebay angeboten. Der Preis für die "Alexander von Humboldt": 750 000 Euro als Verhandlungsbasis.

Das Segelschiff "Alexander von Humboldt" wird auf der Internet-Plattform Ebay-Kleinanzeigen angeboten. Der Besitzer des Dreimasters mit den grünen Segeln, die Reederei Heinrich Rönner, bestätigte am Dienstag die Echtheit der Anzeige. Darin wird ein Preis von 750 000 Euro (Verhandlungsbasis) für das aus einer Bierwerbung im Fernsehen ("Sail Away") bekannte Schiff genannt. "Einmalige Gelegenheit für Investoren, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel: Gastronomie, Hostel und vieles mehr", heißt es in dem am Sonntag erstellten Angebot.

"Es ist im Moment kein fahrendes Schiff mehr", sagte der Geschäftsführer der Werft BVT, Arndt Lohner, die den rund 62 Meter langen Großsegler für den Verkauf instand gesetzt hat. Die "Alex" könnte nach seinen Angaben als Museums-, Restaurant- oder Hotelschiff genutzt werden. Der Rumpf sei in gutem Zustand, nur die Inneneinrichtung müsse je nach Vorstellung des künftigen Besitzers erneuert werden. Von der Idee, das Schiff auf Ebay-Kleinanzeigen anzubieten, sei er überrascht gewesen, sagte er. "Wir bekommen unheimlich viele Anfragen. Sie zu filtern, macht viel Arbeit." Die große Aufmerksamkeit, die das Schiff nun bekomme, könne aber auch von Vorteil sein. BVT ist eine Schwesterfirma der Reederei Heinrich Rönner.

Die "Alex" wurde 1906 als Feuerschiff in Bremen gebaut und bis 1986 auf Nord- und Ostsee eingesetzt. Nach dem Umbau zur Bark - einem
Segelschiff mit zwei größeren und einem kleineren Mast - übernahm 1988 die Deutsche Stiftung Sail Training (DSST) das Schiff. Bis 2011 ließ sie den Großsegler über die Weltmeere schippern und bildete darauf junge Frauen und Männer seemännisch aus. Dann ersetzte sie das Schiff durch den Neubau "Alexander von Humboldt II". Die alte "Alex" wurde für Kurzkreuzfahrten in der Karibik genutzt, das Konzept rechnete sich aber nicht. Im Frühjahr 2013 kam das Schiff nach Bremerhaven zurück.

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