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Gerüchte über Papst Franziskus Agiert Benedikt XVI. im Vatikan als "Schattenpapst"?

Sein Entschluss erschütterte die Welt: Vor einem Jahr trat Benedikt XVI. als Papst zurück. Der Deutsche blieb im Vatikan. Dort gibt es wilde Spekulationen. Wie groß ist Benedikts Macht heute?

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat Spekulationen über Druck von außen vor seinem Rücktritt zurückgewiesen. "Es gibt nicht den geringsten Zweifel an der Stichhaltigkeit meines Rücktritts", schreibt Joseph Ratzinger in einem Brief an die italienische Tageszeitung "La Stampa". "Die einzige Voraussetzung für die Stichhaltigkeit ist die volle Freiheit meiner Handlung. Spekulationen hinsichtlich der Ungültigkeit des Rücktritts sind einfach nur absurd."

In italienischen Blogs und Onlinemedien waren zuvor erneut Diskussionen über die Gültigkeit von Benedikts Entscheidung aufgetaucht. Auch aus den Reihen der Kardinäle waren nach dem Rücktitt Zweifel laut geworden, weil der Deutsche seinen Entschluss nicht schriftlich, sondern nur mündlich erklärte.

Am Freitag jährt sich das Ende von Benedikts Pontifikat zum ersten Mal. Er antwortet in dem Brief auf Fragen des Vatikan-Korrespondenten Andrea Tornielli, der Ratzinger auf die Spekulationen über seinen historischen Schritt angesprochen hatte.

Die weiße Papst-Kleidung trage er weiterhin aus "praktischen Gründen", erläutert Benedikt XVI. in dem Schreiben. "Im Moment des Rücktritts waren keine anderen Kleider verfügbar. Im Übrigen trage ich die weiße Kleidung auf eine deutlich andere Art und Weise als der Papst." 

"Spekulationen ohne Bedeutung"

Dass es eine "Diarchie", also Doppelherrschaft, im Vatikan gebe, verneinte Benedikt. Immer wieder tauchen in Rom Gerüchte über Papst Franzsikus und dessen Beziehung zu Benedikt auf. Agiert letzterer als "Schattenpapst" im Kirchenstaat? Benedikt teilte Tornielli nun mit, dass mit seinem Namen und seiner Kleidung keine Amtsansprüche verbunden seien: "Auch hier handelt es sich um Spekulationen ohne geringste Bedeutung."

Benedikt war am 28. Februar 2013 als erster Papst in den letzten 600 Jahren zurückgetreten. Der 86-Jährige hatte dafür gesundheitliche Gründe geltend gemacht und erklärt, sich dem Amt als Oberhaupt der 1,2 Milliarden Katholiken weltweit nicht mehr gewachsen zu fühlen. Er hatte nach seinem Rücktritt angekündigt, seine letzten Jahre entrückt von der Öffentlichkeit zu verbringen. Seither ist er nur wenige Male öffentlich aufgetreten - zuletzt bei einem Konsistorium im Petersdom, als Papst Franziskus neue Kardinäle ernannte. Er will seinen Lebensabend in einem umgebauten Kloster hinter dem Petersdom verbringen.

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