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Drei Jahre nach Fukushima Deutschland nicht auf Atomunfall vorbereitet

2022 geht das letzte Atomkraftwerk hierzulande vom Netz. Auch wenn die Meiler sicher scheinen, Deutschland wäre auch drei Jahre nach Fukushima nicht ausreichend auf einen Atomunfall vorbereitet.

Drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima ist Deutschland einem Pressebericht zufolge nicht ausreichend auf einen nuklearen Störfall vorbereitet. Das geht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" aus einer Stellungnahme der auf Katastrophenfälle spezialisierten Schutzkommission beim Bundesinnenministerium hervor. Demnach haben "verschiedene Übungen zu kerntechnischen Unfällen" unter anderem Lücken bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung aufgezeigt.

Die Umsetzung entsprechender Vorgaben sei "insbesondere auf Ebene der Kreise und Städte, die für die Durchführung von Schutzmaßnahmen zuständig sind, stark verbesserungswürdig", heißt es demnach. Vielerorts fehle es etwa an Strahlenschutzärzten, die Aufschlüsse über die nukleare Belastung der Bevölkerung gewinnen könnten. "Die Schutzkommission fordert daher eine Verbesserung der medizinischen Versorgung und Nachsorge der Betroffenen und Besorgten", heißt es in dem Bericht.

Vorhersage-Systeme verbesserungsfähig

Wie die "SZ" weiter meldete, sind den Experten zufolge auch die Prognose-Systeme für möglichen radioaktiven Fallout und die Evakuierungs-Konzepte im Fall von Atomunfällen verbesserungsfähig. Ausgehend von den Erfahrungen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sollte die Katastrophenschutz-Kommission prüfen, inwieweit deutsche Stellen auf ein vergleichbares Unglück vorbereitet wären.

Die Schutzkommission besteht nach Angaben des Innenminsteriums aus renommierten Wissenschaftlern, die die Bundesregierung ehrenamtlich beraten. Wie eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage weiter mitteilte, sind für Notfallschutzmaßnahmen die Länder zuständig.  

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