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200 Selbstporträts am Tag Selfie-Sucht treibt Teenager fast in den Selbstmord

200 Selfies am Tag - doch das perfekte Bild wollte Danny Bowman einfach nicht gelingen. Am Ende sah der 19-Jährige nur noch einen Ausweg: Er warf eine Überdosis Pillen ein.

Der Jugendliche Danny Bowman machte 200 Selfies von sich am Tag. Doch egal, wie oft er sein Haar zurechtwuschelte oder das Licht anpasste – die Bilder wurden nie perfekt. "Ich betrachtete meine Selfies stundenlang und prüfte meine Gesichtszüge und Haut genau", so der Engländer aus Newcastle laut "dailydot.com" in einem Interview. "Ich versuchte wie mein Idol Leonardo DiCaprio auszusehen, machte Selbstportraits in verschiedenen Posen, doch ich fühlte mich so hässlich."

Im Alter von fünfzehn Jahren fing der heute 19-Jährige mit dem obsessiven Fotografieren an. Er verbrachte zehn Stunden am Tag damit. Das berichtet unter anderem "dailymail.co.uk". Der Schüler schlich sich heimlich aus dem Unterricht, um sich selbst abzulichten. War sein Handy einmal nicht in seiner Nähe, wurde er aggressiv. Seine Sucht lies ihn aus der Schule fliegen und zwölf Kilo abnehmen. Doch er wurde noch schlimmer. Der Teenager verließ sein Haus sechs Monate lang nicht. Doch als ihm der perfekte Selfie einfach nicht gelingen wollte, versuchte er sich mit einer Überdosis Pillen umzubringen. "Als ich merkte, dass ich das vollkommende Selbstportrait nie schaffen würde, wollte ich sterben", sagte er dem englischen "Sunday Mirror".

Seine Mutter fand ihn rechtzeitig und konnte ihn retten. Seitdem ist Bowman in Therapie. Dort wird er wegen seiner Zwangserkrankung und auch wegen Dysmorphophobie behandelt, einer Störung der Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Inzwischen hat der Teenager verstanden, dass es das perfekte Selfie nicht gibt. Seit sieben Monaten hat Danny kein Bild mehr von sich gemacht. Doch seine Schulbildung, sein Freunde, seine Gesundheit – all das hat er zunächst verloren. Sein Leben - das hat der junge Mann aber noch.

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